TELEFON: Die Verbindung zwischen Menschen – Entdecken Sie die faszinierende Welt der Kommunikation

Hey, hör mal zu, ich muss dir die krasse Geschichte von Mia erzählen, der streunenden Hauskatze aus Berlin.

Mia war echt verzweifelt sie hatte einen riesigen Hunger. Das war jetzt schon die dritte Woche, seitdem sie nichts mehr zu futtern bekam, seitdem ihr Mensch nicht mehr da war. Und warum? Mia verstand das nicht. Alles war einfach, sie lebte wie eine Königin, bekam nur frisches Fleisch, Quark und Vitamine, nie Trockenfutter das war doch Gift, dachte sie.

Eines Morgens wachte Mia auf und sah, dass ihr Napf leer war. Sie schnurrte, wartete einen Moment, dann wurde sie richtig sauer, aber das änderte nichts der Hunger wurde nur stärker. Plötzlich hörte sie im Flur das Klingeln des Telefons ihrer Besitzerin, einmal, dann noch einmal. Neugierig schlich sie ins Wohnzimmer und sah die Besitzerin, Frau Anna Schulz, am Boden liegen. In dem Moment schwang die Tür auf, ein paar Typen stürmten rein, packten Anna und zogen sie raus. Mia sah sie nie wieder.

Die Tür knallte zu. Mia war allein in der leeren Wohnung, völlig ausgehungert. Sie hatte Wasser, aber Wasser macht keinen Appetit. Draußen bemerkte sie, wie kostbar auch Wasser sein kann, wenn man von einer Müllhalde zur nächsten stapft und nur trockenes Brot findet. Noch immer saß sie drinnen, schrie, weinte und bat um Futter, aber niemand kam.

Am fünften Tag öffnete sich die Tür wieder und fremde Leute traten ein. Mia dachte, endlich gibt’s etwas zu essen. Sie rannte zur Tür und miaute laut, doch die Leute winkten sie nur ab. Noch einmal ließ sie ein flehendes Miauen hören. Einer bückte sich, packte sie am Nacken und fluchte: Was soll das denn? Wir werfen die Katze raus. Und so wurde Mia aus der Wohnung in den Flur geschmissen.

Verwirrt hockte sie in einer Ecke, bis es dunkel wurde. Dann schlich sie zur Treppe, hoch und runter, immer wieder in leere, dunkle Gänge. Auf dem ersten Stock öffnete sich eine Tür, Mia dachte, jetzt wird sie gerettet, doch ein müder Kerl schnappte sie und warf sie wieder nach draußen, in die kalte Nacht.

Allein auf der Straße suchte sie nach Wasser. Sie fand eine kleine Pfütze, das Wasser roch komisch, aber es war Wasser sie trank gierig. Dann roch sie den Gestank von verdorbenem Essen und nagte, obwohl es kaum etwas war, das ihr den Hunger etwas linderte.

Plötzlich hörte sie das zischende Fauchen einer anderen Katze, die sich mit dem Schwanz an ihren mageren Seiten rieb und offenbar angreifen wollte. Mia zog sich ängstlich zurück. Dann kamen Hunde, vor denen sie sich in einen Baum flüchtete, und Leute, die ihr mit Steinen nachwarfen, weil sie schrie. Wie sie überlebte, wusste sie nicht.

Ihr Fell, das einst glänzend war, wurde schmutzig und stumpf. Sie leckte sich ständig, weil ihr so trocken war, dass das Fell immer mehr Dreck anzog. Einmal kletterte sie aus Versehen in eine Glasfaserplatte, und seitdem hat sie immer kleine Glassplitter im Fell, die bluten.

Mia war fast gleichgültig, ob sie weiterlebt oder nicht. Sie wanderte zum Stadtpark, wo weniger Katzen herumstreunten, aber Menschen mit Hunden spazieren gingen. Sie kletterte auf Bäume, um sich zu verstecken, und nachts fand sie an den Bänken Brotkrumen.

Heute, an einem sonnigen Nachmittag, versteckte Mia sich auf einem Ast, während ein großer Schäferhund vorbeilief. Nach einer halben Stunde kletterte sie herunter und suchte nach Futter. Sie schnüffelte am Gras, fand ein Stück Brötchen und eine winzige Wurst, verschlang das schnell und blickte immer wieder nach hinten, weil sie wachsamer war.

Sie musste noch Wasser finden. Sie sah einen Platz, wo tagsüber Menschen tranken und etwas Wasser auf den Boden tropfte. Vielleicht war noch genug übrig. Gerade als sie dort anknabbern wollte, hörte sie ein Stöhnen. Ein alter Mann lag am Rasen, die Augen geschlossen. Mia ging vorsichtig näher. Der Mann stöhnte erneut, hielt sich die Brust und schien zu ersticken.

Mia bemerkte ein kleines, glänzendes Gerät neben ihm ein Handy, das die Besitzerin oft benutzte. Der Mann griff danach, aber es war zu weit weg. Er sah verwirrt aus, dann bemerkte er die Katze. Mieze, hilf!, flüsterte er, und versuchte mit den Fingern das Gerät zu erreichen.

Mia sprang hin, stupste das Handy mit der Pfote, schob es ein wenig näher. Nach ein paar Versuchen lag es endlich in seiner Hand. Das Handy summte, und plötzlich hörte man eine Stimme: Papa, wo bist du? Warum geht das Telefon nicht?. Der Mann lächelte schwach, rief zurück: Ich bin im Park, bei der großen Blumenrabatte, ich bin gefallen, konnte das Telefon nicht erreichen. Dann rief er: Wir kommen, halte durch!.

Der alte Mann dankte ihr: Danke, kleine Mieze, du hast mir das Leben gerettet! Und als er das sagte, kamen ein paar Leute, die das Geräusch hörten, und liefen davon. Mia rannte zurück zu ihrem kleinen Pfützchen, trank das Wasser und dachte an das nächste Futter.

Die nächsten Tage verbrachte sie im Park, kletterte tagsüber auf Bäume, nachts suchte sie nach Essensresten. Ein Regenschauer kam, machte das Gras nass, und plötzlich fand sie überall Wasser. Nach einer Woche hörte sie wieder die Stimme des Mannes: Hier bin ich, Mia, die Katze war hier. Seine Tochter, Marlene Becker, kam mit ihm und rief: Mia, wir müssen dich finden!.

Sie suchten nach ihr, riefen Mia, Mia, Mia. Der Mann sprach mit einer warmen Stimme, die Mia aus der Kindheit an kannte, als ihre alte Herrin ihr Leckerchen anbot. Mia folgte dem Klang, schlich sich aus ihrem Versteck, und Marlene bemerkte sie. Sie zog ein kleines Tütchen Katzenfutter aus der Tasche, drückte es aus, und Mias Nase zuckte sofort.

Du hast lange nichts gegessen, dachte Mia, während das Futter verschwunden war. Sie schnurrte zufrieden. Marlene streckte die Hand aus: Kleine Mieze, danke, dass du mir geholfen hast. Willst du mit uns nach Hause kommen?

Der alte Mann nickte: Sie ist sicher bei uns, wir geben ihr ein gutes Zuhause. Mia ließ sich vorsichtig streicheln, schnurrte laut sie hatte das lange nicht mehr getan. Marlene und ihr Vater brachten sie nach Hause, wusch sie, fütterten sie und am nächsten Tag ging sie zum Tierarzt.

Der Tierarzt, Dr. Weber, schaute sie an: Mia, was ist passiert?, fragte er. Der Mann erklärte: Ihre frühere Besitzerin, Frau Anna Schulz, ist verstorben. Die Erben haben die Katze ausgesetzt. Dr. Weber nickte und sagte: Wir geben ihr jetzt alle Impfungen und sorgen dafür, dass sie ein gutes Leben hat. Und so bekam Mia ihre Injektionen, fühlte sich sicher und wusste, dass jemand jetzt immer für sie da ist.

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Homy
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