Rache an meinem Mann für seinen Verrat

Hey, du, ich muss dir was erzählen, weil ich gerade mit Anke telefoniert habe und wir uns den ganzen Wahnsinn ausgedacht haben. Anke ist total aus dem Häuschen, weil ihr Gregor sie betrogen hat. Sie hat nämlich schon eine Anzeige bei der Polizei erstattet also ganz leise, nicht rumposaunen, ja? und sagt: Sitz still und mach keinen Aufsehen, sonst kommen sie gleich und du musst beweisen, dass du nicht schuld bist an seinem Verschwinden!

Und wenn ihn festnehmen, was dann? fragt Anke nervös.

Na, dann sitzt er im Knast, knurrt Jana. Er muss für den Verrat zahlen!

Anke seufzt schwer: Zum Glück haben wir Peter nach Kaiserslautern geschickt, sonst hätte ich nie den Mut gehabt zu gehen

Jana lacht: Wenn wir nicht unseren Racheplan gehabt hätten, wüsstest du gar nicht, wie du hier rauskommen solltest!

Sie sagt weiter, dass Gregor alles andere nicht ist als ein Schuft: Er würde sie auf die Straße setzen, die Taschen leer lassen und ihr sogar das Sorgerecht rauben.

Glaubst du, er tut das wirklich? fragt Anke ängstlich.

Jana antwortet selbstsicher: Er wird das schon tun, das ist logisch! Er hat schon links abgehauen, du bist ja nicht seine Nummer Eins. Und du? Was bist du? Nur Hausfrau ohne Ausbildung und Job.

Sie erklärt, dass er schon eine neue Frau gefunden hat, die bald an seine Stelle treten wird also die neue Nummer Eins. Und weil Peter jetzt in Kaiserslautern ist, wird er bei seiner neuen Freundin nicht mal im Hinterkopf auftauchen.

Er kommt vielleicht am Wochenende vorbei?, fragt Anke. Dann kannst du unauffällig an den Sohn herankommen.

Jana meint, wenn Anke das Sorgerecht verliert, kommt sie nie wieder in seine Nähe.

Anke schüttelt den Kopf: Alles ist so kompliziert.

Jana winkt ab: Gar nichts, das ist nur Logik. Sobald wir ihm für den Verrat bezahlen, wenn seine Nerven endgültig zusammenbrechen, bekommst du nicht nur deine Ehre zurück, sondern kannst auch Unterhalt oder sogar ein bisschen Geld vom Vermögen fordern.

Anke senkt die Stimme: Mir geht es nicht ums Geld, nur um den Schmerz. So viele Jahre und er

Jana tröstet sie: Kopf hoch! Wir rächen uns und holen uns den Rest, und danach genießen wir das Leben. Aber jetzt musst du dich still verhalten, er wird nach dir suchen die Behörden, die Anzeigen, alles.

Jana weitet die Augen: Stell dir vor, jemand erkennt dich im Supermarkt oder auf der Straße, das wäre das Ende, unser ganzer Plan würde fliegen.

Anke nickt resigniert.

Jana sagt, sie wird noch einmal zu Gregor gehen und ihn provozieren, falls er nicht schon festgenommen wurde.

Zwei Wochen später kommt Jana mit der Neuigkeit, dass Gregor nur mit einem Aufenthaltsverbot gegen Kaution freigelassen wurde. Sie konnten nichts beweisen, denn seine Leiche war nie gefunden worden.

Ich bin überrascht, wie ruhig er ist, schüttelt Jana den Kopf. Ich muss mal vorbeischauen und ihm die Nerven ein bisschen einheizen.

Anke zweifelt: Glaubst du, das ist sinnvoll?

Jana antwortet bestimmt: Ja, bevor seine neue Freundin sich in dein Bett legt.

Als Jana zurückkommt, berichtet sie: Ich habe ihn konfrontiert, gefragt, wo er dich hingebracht hat. Er war total aus der Fassung, stottert, dass er besser dran wäre, wenn du plötzlich auftauchst und er sich scheiden lässt.

Anke seufzt bitter: Er hat einfach nur eine Ersatzfrau gefunden.

Jana schreit sie an: Hör auf zu jammern! Wir drehen ihn so lange hoch, bis er seine neue Frau rauswirft, weil er sich an die guten alten Zeiten erinnert.

Anke fragt hoffnungsvoll: Kann ich zurück zu ihm? Und wird alles wie früher sein?

Jana schüttelt den Kopf: Wenn du kein bisschen Stolz mehr hast, denk nicht einmal dran! Wir vergeben keinen Verrätern, wir vernichten sie!

Sie erklärt, dass Gregor gerade verhört wird, Aussagen aufgenommen werden, Fakten geprüft werden. Er zahlt mit seinen Nerven, er stirbt förmlich vor Scham.

Anke meint: Ja, lass ihn sich auszahlen.

Jana sagt, Anke muss noch eine Weile still sitzen, mindestens einen Monat, bis Gregor entweder komplett durchdreht oder einen nervlichen Zusammenbruch hat.

Danach wird Anke in weiß auftauchen, seine Verfehlungen anprangern und ihm sowohl Unterhalt, das Sorgerecht für Lukas und das restliche Vermögen abverlangen.

Sie fragt sich, was sie in einer Wohnung ohne Ausgang tun soll.

Dann erinnert sich Anke, dass Gregors Betrug ein echter Hammer war. Zum Glück gibt es Jana, die nicht zulässt, dass Anke in einer Krise erstickt, sondern einen cleveren Racheplan ausheckt.

Angekommen im Unterbewusstsein fragt sich Anke, warum Gregor überhaupt links abgehauen ist.

Als Gregor Anke schließlich vorschlug, seine Frau zu werden, dachte sie keinen Moment nach. Er kam aus reichem Hause, aber sie liebte ihn von ganzem Herzen.

Ihr hätte keiner die Rolle einer Marionette in seinem Spiel zugetraut, wenn er sie nicht wirklich geliebt hätte.

Ihr Ehe wurde von allen als Show bezeichnet, die Familie als Projekt. Man sagte, Anke habe das goldene Ticket zum sorgenfreien Leben gezogen, während Gregor die tüchtige Sklavin.

Trotz allem waren Gregor und Anke glücklich, sie bekamen einen Sohn, erzogen ihn zu einem netten Menschen und trotz kleinerer Streitereien war alles in Ordnung.

Zuerst wollte Peter Soldat werden und bat die Eltern, ihn ins Militärgymnasium nach Kaiserslautern zu schicken. Man warnte ihn vor den Härten, aber er ließ sich nicht beirren.

Gregor lachte: Ein eigenständiger Junge mit Charakter das ist unser ganzer Stolz.

Anke seufzte: Wir haben ihn zu einem selbstbewussten, klugen, mutigen Typen erzogen, nur dass wir nicht damit gerechnet haben, dass er so schnell erwachsen wird.

Doch Peter wählte seinen Weg, und Gregor und Anke mussten die Realität akzeptieren.

Anke vermutet, dass etwas Gregor zum Fehltritt getrieben hat.

Eines Tages bekommt Anke eine Nachricht von einer unbekannten Nummer:

Du kannst Gregors Leben zerstören! Er gehört jetzt mir.

Dazu ein paar verschwommene Videoausschnitte. Da war ein kurzer Moment, wo Gregors Gesicht klar zu sehen war das reichte, um Anke in Schrecken zu versetzen.

Ihre Schwester Jana, die gerade vorbeischaut, sagt: Man sagt, die Götter führen uns dorthin, wo wir am meisten gebraucht werden.

Als Anke das Video zeigt, bricht Jana in Rage aus. Sie schimpft mit Ausdrücken wie das ist nichts weniger als ein Sakrileg! und meint, Gregor solle sofort die Familie verlassen.

Jana warnt: Man wird alles leugnen, lügen und dich dann als Schuldige darstellen.

Anke fragt: Wie soll ich ihm das antun? Mit einer Pfanne? Im Gefängnis landen? Ich bin nur Hausfrau.

Jana lächelt diabolisch: Wir gehen anders vor.

Sie erklärt, dass Anke zu ihr kommt, das Apartment in ein Chaos verwandelt, als wäre ein Kampf ausgebrochen. Dann reicht Jana die Anzeige bei der Polizei ein, dass Anke verschwunden ist.

Man wird ihn verdächtigen, dass er das Sorgerecht nicht teilen will, und er wird dafür bestraft.

Anke protestiert: Aber das ist doch nichts, das lässt sich nicht beweisen.

Jana entgegnet: Sie werden ihn zerreißen, seine Nerven werden bis null gehen, wenn er nur an deinen Namen denkt.

Anke fragt nach dem Sinn.

Jana erklärt, dass er am Ende alles mit ihr teilen wird Geld, Unterhalt, Sorgerecht weil er sonst ohne Kopfschutz dasteht.

Jetzt sitzt Anke seit zwei Monaten bei Jana, hat alles überdacht, alles durchgespielt. Jana schreibt an die Staatsanwaltschaft, damit die Polizei Anke sucht, weil sie Gregor immer noch im Visier hat.

Wie reagiert er, wenn ich auftauche? fragt Jana.

Er rastet aus, weil er nichts tun kann, sagt Jana. Ich zeige ihm, dass ich hier bin, sonst sucht er nach dir.

Anke überlegt, ihr Haar zu richten, Make-up zu machen, elegant gekleidet mit den Schlüsseln zur gemeinsamen Wohnung, um endlich alles klarzustellen.

Sie schnappt sich die Worte:

Wie lange willst du noch leiden? Du hast mich und den Sohn verlassen, das Geld aus dem Safe genommen, die Eheringe zerbrochen. Du wirst nie zurückkommen, Gregor!

Vielleicht hast du dich selbst betrogen, hypnotisiert, verzaubert, wirft Jana ein.

Wie lange willst du noch suchen? fragt Anke.

Jana antwortet: Wenn du nicht zurückkommst, bist du verloren.

Als Anke die Wohnung betritt, sagt sie laut: Wer bist du jetzt? Jana schreit: Geh raus, Gregor! Wir haben nichts mehr für Verräter.

Gregors Wut fliegt auf, er stößt Jana weg und greift Anke. Es folgt ein lauter Streit, aber die gestohlenen Schmuckstücke sind Beweismaterial, das niemand verkaufen will.

Es gibt zwar kein Gesetz, das die Familie zerstört, aber Diebstahl ist strafbar, sagt Gregor, während Jana in Handschellen abgeführt wird.

Jana ruft: Ihr werdet vor eurem eigenen Liebeswahn ersticken!

Anke sagt: Wahre Liebe lässt sich nicht auslöschen, sie kann nur verdunkelt werden. Nach dem Schatten wird die Sonne wieder scheinen das wirst du nie begreifen.

Und das wars, meine Liebe. Wir sehen uns, sag ich dir, und das war das ganze Drama.

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Homy
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Rache an meinem Mann für seinen Verrat
Das Geheimnis des Chefs