Stell dir vor heute Morgen macht eine schockierende Nachricht die Runde in ganz München: An der Stadtautobahn, irgendwo zwischen Schneebergen und vorbeirauschenden Autos, liegen kleine, erst ein paar Wochen alte Welpen, völlig hilflos ausgesetzt. Einfach so in eine Schneegrube neben die Straße geworfen, mitten im frostigen Winter, als ob sie niemanden auf dieser Welt bräuchten.
Die Kleinen drängen sich ganz dicht aneinander, klammern sich an jede Restwärme, die ihre winzigen Körper noch irgendwie spenden können. Eigentlich steht schon der März im Kalender, aber draußen tobt der Winter noch unerbittlich minus sieben Grad zeigt das Thermometer in der Stadt, draußen auf der A9 sinds mindestens zehn unter Null. Da fragt man sich wirklich, wie lange die kleinen Fellknäule noch durchgehalten hätten.
Die Schneegrube neben der Leitplanke hatte vielleicht zwanzig Zentimeter Tiefe. Der Schnee unter ihnen war schon etwas angetaut, so lange mussten sie miteinander ausharren und sich gegenseitig wärmen. Als hätte das Schicksal erbarmen, kommt dann Franz, der Besitzer von der Kfz-Werkstatt direkt am Straßenrand, bei seiner Frühstückspause zufällig vorbei. Er entdeckt die bibbernden Bündel, nimmt sie sofort mit rein ins Warme ohne langes Überlegen. Er wusste zwar erstmal nicht, wie es weitergehen sollte, aber das Wichtigste: Er hat die Kleinen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Dafür, Franz, solltest du echt einen Orden bekommen!
Jetzt mal ehrlich die Welpen sind winzig! Fünf kleine Leben, vielleicht drei Rüden und zwei Hündinnen, vielleicht sogar vier Jungs und ein Mädchen so ganz eindeutig war das in dem Gewusel noch gar nicht zu erkennen. Der Franz hat dann sämtliche freiwilligen Tierschützer in München und Umgebung angerufen, aber leider war bei keinem gerade Platz frei fürs Aufpäppeln. Einen Tierheimaufenthalt könnten die Zwerge eh nicht verkraften mit höchstens drei Wochen sind sie viel zu jung und für Impfungen sowieso noch zu klein. Das wäre fast ihr Todesurteil, wenn man das so sagen darf. Wir haben leider schon oft erlebt, wie schlecht das für so kleine Welpen im Tierheim ausgehen kann.
Selbst die liebevolle Not- und Pflegestelle, bei der neulich schon Bärbel und Fritz gesundgepflegt wurden zwei Terrierwelpen mit Parvovirose konnte diesmal leider nichts machen.
Also verbringen die fünf Minis vorerst ihre Nacht in der Werkstatt unter Franz Obhut. Und glaub es oder nicht: Über die Videoaufnahmen konnte man sehen, wie spät in der Nacht irgendeine Frau Frau kann man da kaum sagen im Schneetreiben kurz anhält, einen Karton rausstellt und einfach weitergeht. Sie lässt die winzigen Hundebabys alleine im eiskalten Schnee zurück.
Was diese Kleinen in dieser Nacht gefühlt haben von der Mutter entrissen, plötzlich ihrem Schicksal überlassen das möchte man sich kaum vorstellen. Da fehlen mir ehrlich gesagt auch die Worte, hoffentlich kann der liebe Gott darüber richten.
Aber wir tun jetzt alles, was machbar ist, um den Zwergen eine Zukunft zu schenken. Sie verdienen es so, geliebt zu werden sie sollen einen Platz im Leben bekommen, ein echtes Zuhause. Viel mehr als nur ein bisschen Wärme sie sollen kennenlernen, wie sich Menschlichkeit und Geborgenheit anfühlen. Das haben sie einfach verdient.





