Vom eigenen Sohn Abschied nehmen.

4. Mai 2024

Der alte gusseiserne Handwaschbrunnen mit seinem Messingauslauf hing wie eh und je an der Veranda. Ich schrubbte meine Hände sorgfältig sauber, entfernte mit einer Bürste die letzten Erdereste unter den Nägeln.

Ich habe meine Hände immer geschätzt städtisch, gepflegt, musikalisch.

Doch jetzt … jetzt haben sie sich verändert.

Der Rücken schmerzt auch schon wieder, aber was solls. Das Wichtigste: Die Kartoffeln sind angehäufelt, die Arbeit getan. Ganz langsam, Reihe für Reihe, habe ich es geschafft.

Müde bemerkte ich kaum, dass ich Besuch bekam. Mein Sohn und meine Schwiegertochter lugten, schleppend, mit Tüten voller Lebensmittel in den Hof.

Ach, schaut mal einer an… Sebastian? Und du, Friederike! Ich hielt inne, mein Lächeln breitete sich aus. Seltene Gäste.

Sebastian breitete die Arme aus. Ich, klein, schmal, aber noch standhaft auf den Beinen, lehnte den Kopf gegen seine Brust.

Schon eine richtige Dorfoma mit Kopftuch.

Dabei bin ich doch ein Stadtkind, damals noch Erika war ich, Großstadtkind durch und durch.

Ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, wo alles ineinander verwebt war, das Leben zu einem dicken Knoten versponnen.

Wir wohnten in einer Wohnung, die heute wohl als Altbau-Wohngemeinschaft gälte, aber damals…

Hier lebten Oma und Opa, Mamas Schwester mit ihrer Familie, und einige Fremde. Wir waren eine große Gemeinschaft.

Oma oder die älteren Geschwister fuhren mich quer durch München zur Musikschule, bis ich es alleine schaffte. Später machte ich das Musikstudium.

Und im Sommer fuhr die ganze Familie raus ins alte Haus am Fluss Kirschenbach. Genau dieses Haus hier.

Erika das war mein Spitzname liebte diese Ausflüge. Lange erinnerten mich noch Stille im Wald, unser Baden, die frühen Frühstücke bei Großmutter: Kirschgrütze zum frischen Weißbrot.

Ich denke oft an unsere Kinderspiele, an das langsame Plaudern der Erwachsenen am Abend unter dem Zirpen der Grillen nach dem Essen, vor dem Schlafen, ohne Fernsehen, aber als Familie beisammen.

Man sagte, das Haus sei früher Teil eines Gutshofes gewesen ein sogenanntes Leutehaus mit zwei Eingängen, auf einer Lichtung zwischen Fluss und Bach. Das Gut brannte ab, das kleine Haus blieb verschont.

Lange Zeit war es verlassen. Nur der Wind blies durch die offenen Türen, trieb Schnee über die Bohlenböden.

Opa wurde von einem Verwandten auf diesen verlassenen Ort zum Angeln hingewiesen. Das Häuschen gefiel ihm, er holte auch Oma her.

Nach und nach wurde das Haus zum Familiengarten, zum Wochenendsitz, holprig, mit neuen Brettern und Dachschindeln, echten Fenstern, einem festen Flur und überdachter Veranda.

Doch im Winter wurde es immer wieder traurig, verlangte nach Reparatur, man hielt es für einen Klotz am Bein der jungen Generation.

So sollte es wohl kommen: Opa und Oma gingen, das Haus verfiel, und niemand aus der jüngeren Familie brauchte es noch. Alle bekamen Wohnungen in der Stadt, zogen weg für ein besseres Leben.

Ich brauchte das Haus damals auch nicht.

Ich arbeitete als Musiklehrerin. Die Ehe hielt nicht lang; mein Mann verließ mich, ich widmete mein Leben ganz Sebastian, wollte nur das Beste für ihn.

Der Sohn wurde erwachsen, heiratete aber brachte Friederike, ebenfalls Musikerin, mit zu uns. Anfangs war alles wunderbar. Ich gab meine Stelle auf, half die Jungs großzuziehen, meine Enkel Ferdinand und Paul. Beide Eltern arbeiteten.

Ohne dich könnten wir das gar nicht, Mama! sagte Friederike. Das tat gut.

Dann kamen die 90er schwierige Jahre, wenig Geld, kaum Lohn, wir fuhren sogar nach Polen zum Einkaufen.

Damals lief alles relativ rund.

Irgendwann stellte sich heraus, dass die Wohnung auf alle, nur nicht auf mich überschrieben war.

Das habe ich nicht einmal bemerkt. Als ich es erfuhr, sagte ich nur: Richtig so! Was soll ich noch, bald musst dus sowieso erben…

Später habe ich es bereut, als die Kinder groß waren, es eng wurde, als so ein kleiner Streit mit Friederike wegen einer Kleinigkeit entstand und sie meinte, ich könne doch mal zu meiner Schwester ziehen.

Mein Sohn? Der ließ alles laufen, Friederike hatte das Sagen.

Da spürte ich: Ich bin schutzlos, im Alter ohne eigenes Zuhause, ohne Rücklagen.

Immer öfter dachte ich an meine Kindheit zurück, an die Gemeinschaft, an den kleinen Luxus, der damals nichts bedeutete, aber nichts fehlte, weil Zusammenhalt da war.

Meine Schwester der einzige nahestehende Mensch lebte mit eigenen Kindern, war selbst krank und brauchte Hilfe.

Ich besuchte sie in Bremen, blieb ein wenig, aber als ich zurückkam, war mein Platz fast gänzlich weggeräumt: Meine Sachen passten gerade noch auf zwei Regalböden, und mein Bett stand plötzlich am Fenster, damit die neuen Schränke der Jungs Platz fanden.

Das Bett sah verloren aus zwischen den schicken neuen Möbeln als wollte das alles sagen: Ohne das wäre es noch schöner!

Und Friederike war kühl.

Wahrscheinlich rechnete sie schon damit, dass ich nicht zurückkehre. Mein Sohn hielt sich raus. Die Enkelkinder waren noch zu klein. Ich war nicht in der Lage, für mich einzustehen.

Da kramte ich nach den Papieren und dem Schlüssel für das alte Haus ja, eigentlich nur ein Wochenendhäuschen…

Ich war ewig nicht dort; wahrscheinlich standen nur noch Mauern.

Es war schon Herbst, Oktober. Trotzdem packte ich ein paar Sachen und teilte Sebastian mit, dass ich aufs Land ziehen würde ins alte Haus am Fluss.

Er staunte:

Da gibt es doch sicher nichts mehr…

Dann komme ich zurück.

Ich kann dich nicht begleiten, ich muss arbeiten.

Ich schaff das schon.

Na gut, und es schien, als wäre er erleichtert, nicht mehr zwischen Frau und Mutter vermitteln zu müssen.

Du lässt uns einfach sitzen, Oma? scherzte Ferdinand.

Trotz des Risikos, praktisch im Freien übernachten zu müssen, fuhr ich am nächsten Tag mit der Regionalbahn.

Im Zug, zu warm angezogen für den milden Herbst, um weniger tragen zu müssen, wischte ich mir verstohlen eine Träne weg.

Wohin fahre ich?

Das Dorf lag jenseits des Bachs. Aber Bekannte hatte ich keine und irgendwo anklopfen und um ein Bett bitten war nicht mein Ding.

Das Haus tauchte hinterm Gestrüpp wie ein riesiger Steinpilz auf. Es war von einem alten Lattenzaun umgeben, schon fast verschwunden im Wildwuchs. Auch das Haus war verwildert, nur das Dach ragte heraus.

Aber das Dach war da immerhin.

Ich schleppte mich hin, nahm auf der kaputten Veranda Platz und weinte. Das Haus schien mitzujammern, stöhnte mit rostigen Scharnieren.

Aber …

Ich stand auf, schnaufte durch, schob das Brennnesselgestrüpp zur Seite und ließ Wasser aus dem alten Handwaschbecken laufen. Kaltes, klares Wasser. Als hätte das Haus auf mich gewartet.

Ich schnäuzte mich, holte eine Axt aus dem Schuppen, holte Holz.

Schon loderte das Feuer im Ofen, ein abgewetzter Besen fegte über die Diele. Das ganze Haus kehrte, knarrend, halb ungläubig, zurück ins Leben.

Es schien zu helfen, mich mit kleinen Entdeckungen zu belohnen: Eine warme Bauernjacke vom Opa, riesige Gummistiefel, ein alter Kanister Kerosin, Spielzeug aus Kindertagen, das noch auf dem Dachboden lag.

Und der Himmel hatte wohl Erbarmen: Ein Indian Summer begann, die Sonne spielte im gelben Laub, die Abende waren friedlich und ruhig.

Trotz der feuchten Matratze und der harten, alten Couch konnte ich am Ofen auf zusammengeschobenen Stühlen und Decken schlafen.

Die Kissen wurden schnell trocken; die Matratze musste noch etliche Nächte auf der Bank liegen, bevor ich sie wieder nutzen konnte.

Abends tauchte eine kleine Petroleumlampe den Raum in Licht, die Schatten tanzten an die Decke. In den dunklen Ecken fürchtete ich mich nie von einem alten Familienfoto schauten mir meine Lieben entgegen.

Sie saßen damals am Feuer, Onkel Wilhelm hatte einen Fotoapparat, er machte das Bild.

Auch Herbst, auch dieselbe dicke Jacke, das gleiche Haus und ihre glücklichen Gesichter.

Der erste Winter war schwer. Die von mir gestopften Ritzen ließen die Wärme draußen. Das notdürftige Stromkabel fiel manchmal vom ersten schweren Schnee einfach aus.

Manchmal saß ich Tage im Dunkeln, bis der Dorfelektriker, Herr Jansen, Zeit für Reparaturen fand.

Da bräuchten wir richtige Strommasten, Frau Schulte. Die Kabel halten auf den Bäumen nicht.

Wenn’s sein muss, gibt’s sie. Im Frühling, ich spare schon.

Zweimal fuhr ich in die Stadt zur Wohnung des Sohnes, um ein paar Sachen zu holen.

Doch als ich das von mir mitgebrachte, schwere Bratpfännchen mit Eisengriff griff, hörte ich Friederikes ruhige Stimme:

Nimms ruhig, dann muss ich halt eine neue kaufen. Backe ja Pfannkuchen für die Jungs drauf. Nimm, was du willst. Uns fehlt nichts!

Ich kam nicht mehr zurück.

Der Sohn versprach seinen Besuch, tauchte aber erst im Frühjahr auf.

Ich sparte, ließ meine Rente auf die Dorfpost überweisen. Ich musste Holz kaufen, den Ofen richten, immer wieder Dach reparieren lassen das Haus tropfte vom Tauwasser.

Ich freute mich wie ein Kind, als ich mir einen neuen 40-Liter-Wasserbehälter oder einen Waschzuber, Eimer, eine Schaufel leisten konnte.

Einmal fuhr ich zum Badehaus im Nachbardorf, das blieb aber die Ausnahme ich wusch mich fortan zuhause, erwärmte Wasser im Ofen, meist recht hastig, denn das Haus war nie richtig warm.

Ich vermisste das bequeme Leben, das Gewusel in der Stadt, meine Wohnung, die Jungs. Ab und zu weinte ich an Winterabenden, wenn ich aus dem Fenster sah, das Schneefeld betrachtete und die Silvester von früher vermisste.

Manchmal ging es mir so schlecht, dass ich sterben wollte. Ich schleppte mich durch den Tag, fragte mich, wozu das alles noch?

An solchen Tagen legte ich mich hin, ließ die Heizung aus.

Dann begann das Haus zu murren, knarzte, pfiff protestierend.

Was ist denn, altes Ding? Na schön, ich machs warm…

Mit klammen Fingern, froh um jeden warmen Hauch, saß ich wieder am Ofen. Meine musischen, schönen Hände…

Ich wollte an Silvester nach Hause, aber durch den Schnee wars kaum möglich der Weg zur Station vereist und schlecht geräumt. Ins Dorf ging ich nur selten in diesen Tagen.

Doch auch diesen Winter habe ich überstanden, mit Hilfe einer neuen Bekannten im Dorf ihr Enkel brachte mir Medikamente und Lebensmittel. Holte auch Wasser vom Bach.

Die Tage vergingen, ich gewöhnte mich. Ich wartete auf den Frühling, um das Haus zurechtzumachen. Ich lernte die Nachbarn kennen, auf meinem Fensterbrett grünte schon die erste Anzucht.

Die Dokumente für die offizielle Umschreibung des Hauses musste ich noch einreichen. Viel Papierkram, aber es musste sein.

Kaum war der Schnee weg, schlug ich schon mit der Axt im Gestrüpp, rieb meine zarten Musikerinnenfinger an die Rinde, bis sie Blasen bekamen.

Und das Haus wurde heller, lächelte mich an, wie eine alte Großmutter auf ihre spielenden Enkel blickt: leicht wehmütig und doch zärtlich.

Im Frühling kam Sebastian plötzlich zu Besuch. Das Haus war nun rundum eingezäunt von Gärten. Hühner scharrten, eine Katze schlief auf dem Hof.

Sohn musterte alles.

Der antike Handwaschbrunnen glänzte blitzsauber. Aber sonst… alles recht ärmlich das Haus ein windschiefes Teil, der alte Zaun, der Hof voller Schlaglöcher…

Doch meine Mutter, die war irgendwie frischer. Lags am Teint, lags an der Arbeit?

Endlich fand er Zeit, mich zu besuchen, ließ sich füttern, schlief aus und fuhr zufrieden wieder ab das Gefühl, ein guter Sohn zu sein, gab ihm sichtlich Ruhe. Wasser schleppte er, hackte ein bisschen den Garten um.

So schlecht ist es ja gar nicht hier. Lange hatte er nicht mehr so abends auf der Bank gesessen, der Stille gelauscht, den Vögeln zugehört, einfach das Leben genossen.

Er sollte die Familie mitbringen, so mein Wunsch.

Im Sommer kam er wieder mit der Familie. Doch Friederike tat sich schwer ohne den Komfort, auch wenn sie freundlicher war.

Ich aber war schon heimisch. Verlor das Heimweh nach der Stadt, fand Freundinnen im Dorf, richtete Haus und Hof her, sammelte Pilze und Beeren, bereitete Vorräte für die Kinder.

Das Leben ging seinen Gang, auch wenn ich älter wurde.

Den ersten Winter vergaß ich nie, der war der schwerste.

Acht Jahre später kamen plötzlich viele Städter ins Dorf, hatten das Landleben für sich entdeckt. Überall entstanden neue Häuser. Das düstere Ödland um das Haus verschwand, neue Nachbarn bauten ringsum.

Am Fluss entstand ein Ferienheim, stromaufwärts eine Bootsanlage. Bald kamen Interessenten auch zu mir, boten mir eine Wohnung in der Stadt.

Aber ich? Nein.

Das Haus ist meine Heimat, blickt mich von alten Fotos an, es war für mich da, als ich nicht mehr leben wollte. Wie könnte ich es verkaufen?

Nein…

Inzwischen hatte ich sogar Handyempfang die Enkel hatten es eingerichtet.

Und so kamen eines Tages die Kinder unangemeldet vorbei, genau als ich die Kartoffeln fertig gehäufelt hatte.

Müde merkte ich erst spät, dass sie schon mitten im Hof standen, beladen mit frischem Brot und Käse.

Ach, Sebastian? Friederike? Ich lachte, seltene Gäste.

Sind dieses Jahr früher dran, Mama, meinte Friederike, Wir lieben es hier. Der Wald, die Luft, das Wasser!

Und die Jungs?

Ach, die fahren lieber mit Freunden ans Meer. Das hier ist ihnen zu öde.

Sie blieben ein paar Tage. Friederike war plötzlich überaus freundlich, half überall, gab meinen müden Beinen eine Pause.

Ich freute mich sehr.

Wie macht ihr das denn nur ohne fließendes Wasser? Wir finanzieren euch einen Brunnen, bot Friederike an.

Das kann ich mir nicht leisten… Ich hatte oft darüber nachgedacht, aber das war zu teuer.

Dafür sind wir ja da. Wir bezahlen das.

Bald kamen die Handwerker, bohrten einen Brunnen, installierten eine elektrische Pumpe, bauten sogar einen kleinen Hofbrunnen. Ich war sehr dankbar.

Aber etwas stimmt nicht.

Diese zuvorkommende Freundlichkeit… Das war ein wenig zu gestellt. Friederike interessierte sich auffällig für andere Hausbesitzer hier, für Grund und Preise, sie hatte seltsam kurzfristig große Pläne, wollte alles umkrempeln.

Mir wurde klar, die beiden führten etwas im Schilde.

Plötzlich rückte Sebastian heraus:

Mama, wir haben uns da mal so unsere Gedanken gemacht. Die Jungs studieren bald, Ferdinand ist schon verlobt, auch wir werden älter. Ich bin ja schon Rentner. Wie wäre es, wenn wir langsam herziehen? Nicht zu dir, nein, sondern ein eigenes Haus hier bauen… Drumherum eben. Am liebsten würden wir das hier neu machen, mehr Platz, Komfort, richtige Heizung und Gas, alles ist möglich, die Unterlagen finden wir raus. Es fehlt nur noch deine Zustimmung.

Friederike schwirrte da voll Tatendrang durch die Küche, kochte Tee, servierte Gebäck.

Du hättest einen eigenen Eingang, alles für dich. In dem Alter, weißt du… Da ist es schon gut, jemand schaut nach dir.

Jetzt wurde mir alles klar.

Früher begann unser Zusammenleben in der Stadtwohnung auch so harmonisch. Und wie endete es?

Die Kinder warteten auf Antwort. Ich seufzte. Mir war, als stöhnten auch die alten Wände meines Hauses auf.

Ich überlege es mir…

Und gleich begannen die Überzeugungsversuche, Versprechen… Friederike schwärmte von Umgestaltung, Projekten, moderner Technik, Hof, Licht… Sie kannte schon alle Nachbarn, die Umgebung, die Grundstückspreise…

Am Abend ging ich hinunter zum Fluss, zu meinem alten, gurgelnden Freund. Schaute zurück zum Haus, das mit rot spiegelnden Fenstern wie die gütigen Augen meiner Großmutter auf mich blickte.

Was hat dieses Haus alles überstanden, und nun ist wohl seine Zeit gekommen…

Ich dachte darüber nach, wie kurz das Menschenleben ist wie viele Generationen in diesem Haus gelebt haben.

Das Haus und ich haben uns immer zärtlich umeinander gekümmert. Unsere Kraft reicht gerade eben, um einander am Leben zu halten.

Aber sie reicht… noch. Die Kartoffeln sind noch nicht alle geerntet. Wir können noch…

Ich ging vom Fluss zurück:

Weißt du, Sebastian… Noch nicht. Ich schaffe es noch selbst. Aber danke für das Angebot. Das Haus bleibt vorerst stehen, zerbrich dir nicht den Kopf über die alte Mutter…

Die Kinder tuschelten, diskutierten draußen hörbar.

Ich schlief ein, die alte Kissen im Arm.

Schlaf auch du, mein Haus. Noch bleiben wir ein bisschen.

Früh am Morgen wachte ich auf die Kinder packten still. Sie verabschiedeten sich nicht, ich stand nicht auf, bevor sie gefahren waren…

Naja … Dann ist es wohl so. Zeit zum Gießen. Wenigstens habe ich jetzt einen eigenen Brunnen.

Heute weiß ich, dass ich manchmal einfach loslassen muss, um meine eigene Kraft und mein Recht auf einen Ort zu spüren. Das wahre Zuhause ist da, wo man auch allein noch lebt. Und das reicht.

Rate article
Homy
Add a comment

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!:

Vom eigenen Sohn Abschied nehmen.
Der Ring an einer fremden Hand