Während er eilig nach Hause fährt, denkt Thomas an jenen Morgen zurück, als seine Ehefrau ihm erzählte, dass sie schwanger ist. Er möchte sie überraschen und bereitet deshalb ein festliches Abendessen vor, bei dem er Obst mit vielen Vitaminen serviert. Drei Jahre des Hoffens und Bangens auf ein Kind liegen hinter ihnen, doch endlich ist es so weit, und Thomas ist überglücklich.
Vor der Rückkehr seiner Frau besucht Thomas ein Juweliergeschäft in München und kauft ihr ein Paar Ohrringe, von denen er weiß, dass sie sie erfreuen werden. Doch als er nach Hause kommt, wirkt seine Frau, Annemarie, sehr blass und niedergeschlagen und zieht sich direkt ins Schlafzimmer zurück. Sorgen überkommen ihn, aber als er medizinische Hilfe holen möchte, bittet Annemarie ihn nur, sie allein zu lassen und versichert, dass alles in Ordnung sei.
Den ganzen Abend sprechen sie nur wenig miteinander, und das festliche Essen bleibt unangetastet. Die Zeit vergeht, und endlich beginnen die Wehen. Die Hebamme verkündet, dass sie einen Jungen bekommen haben.
Als Thomas der Hebamme zum Arzt folgt, trifft ihn eine unerwartete Nachricht: Der Arzt erklärt, der Zustand ihres Sohnes sei insgesamt in Ordnung, doch gebe es ein Problem mit seinen Beinen, das ihm das Gehen möglicherweise erschweren wird. Zudem habe Annemarie bereits beschlossen, das Kind nicht bei sich zu behalten.
Völlig fassungslos und entschlossen, Annemarie umzustimmen, versucht Thomas alles, um ihre Meinung zu ändern. Doch sie bleibt bei ihrer Entscheidung, selbst nachdem ihre eigene Mutter auf sie einredet. Schließlich verlässt Thomas die Wohnung, akzeptiert aber die Verantwortung und entscheidet sich, den Sohn allein großzuziehen. Er packt Annemaries Sachen, sorgt dafür, dass die Wohnung sicher verschlossen ist, und kauft einen Stubenwagen und einen Kinderwagen.
Mit unbeirrbarem Willen liest Thomas alles über die Erkrankung seines Sohnes und überzeugt sich, dass er die Herausforderungen bewältigen kann. Durch Erkundigungen hört er von einer Frau im Dorf bei Augsburg, die helfen kann, und nimmt Kontakt zu ihr auf. Erwartet hatte er eine ältere Dame, überrascht ist er, als eine junge Frau namens Greta die Tür öffnet und bereit ist zu helfen aber nur, wenn Thomas mit Mark bei ihr einzieht.
Nach sechs Monaten krabbelt Mark fröhlich durchs Haus. Thomas fühlt sich zunehmend zu Greta hingezogen; zwischen ihnen entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit. Trotz des Altersunterschieds empfindet Thomas nicht den Wunsch nach einer Scheidung, sondern gesteht Greta offen seine Gefühle. Sie erwidert den Wunsch und willigt ein, Thomas zu heiraten. Nun hat Mark eine liebevolle Mutter bekommen und Thomas eine loyale Ehefrau.
Zwei Jahre später sind Thomas, Greta und Mark im Krankenhaus in Augsburg, wo sie die Geburt ihres zweiten Kindes feiern. In diesem Moment begegnen sie unerwartet Annemarie. Sie erkennt in dem lachenden, umhertollenden Jungen ihren Sohn Mark und sieht ihm mit Rührung nach.





