Ein teures Vergnügen

Teure Angelegenheit

Leonie, schon wieder? Wie lange soll das noch so gehen? Ich arbeite nur noch für deinen Kater!

Der Kater, den Leonie gerade in die Transportbox schieben will, windet sich wie üblich aus ihren Armen, plumpst auf den Boden und rettet sich winselnd in die Ecke des Flurs. An seinem Blick erkennt Leonie, dass ihr Kater, dem sie vor gefühlten Ewigkeiten aus irgendeinem Grund den poetischen Namen Goethe gab, entschlossen ist, sein Leben das für Mark sowieso keine Bedeutung hat möglichst teuer zu verkaufen.

Lang her, weil Göthi, so nennt Leonie ihren pelzigen Freund liebevoll, schon fast zehn Jahre bei ihr wohnt. Wie alt der Kater tatsächlich ist, weiß sie nicht. Sie hat ihn von der Straße geholt, und zwar nicht als Kätzchen. Damals war Göthi schon ausgewachsen, aber noch jung, wie die Tierärztin Leos Mutter damals in der Praxis bestätigte.

Dorthin war Brigitte, die Mutter von Leonie, gemeinsam mit ihrer Tochter und dem in eine alte Babydecke gewickelten Kater geeilt.

Bitte retten Sie ihn!

Wo haben Sie denn dieses Monster aufgelesen? Die junge Tierärztin verzieht das Gesicht. So ein echter Straßenkater!

Na und? Was spielt das für eine Rolle? Das ist jetzt unser Kater! Helfen Sie ihm! Er ist doch offensichtlich krank! Warten Sie auf Geld von anderen Menschen? Glauben Sie, unsere Euro sind weniger wert als die von Leuten mit Rassekatzen?

Brigitte ist so resolut, dass die Tierärztin sich lieber nicht mit ihr anlegt wohl besser so.

Brigitte Gundlach war stur wie kaum jemand sonst. Klar, das Leben hat sie so gemacht. Versuche, alleine ein Kind großzuziehen, sich um zwei alte Elternteile zu kümmern und das mit dem Gehalt einer Erzieherin da wächst manch einer Krallen!

Brigitte konnte sich durchsetzen, aber sie war auch voller Güte. Sie liebte Kinder und Katzen, manchmal sogar Hunde, obwohl sie diese seit ihrer Kindheit irgendwie fürchtete.

Sie ließ sich nichts gefallen nicht von Nachbarinnen, nicht von Eltern ihrer Kids im Kindergarten, nicht von zufälligen Zeitgenossen, die sie als einfache Beute einschätzten.

Sie hatte eine besondere Gabe ruhig, bestimmt, argumentativ: Nie wurde sie laut, fand immer die passenden Worte diejenigen, mit denen sie die wahren Probleme ihres Gegenübers trifft. Dann redete man plötzlich leise, weinte vielleicht sogar, vertraute sich Brigitte an. Und am Ende dankte und entschuldigte man sich meist das war fast wie Magie.

Wie das funktioniert, wusste Brigitte selbst nicht. Sie hörte halt zu. Wirklich. Ohne sich selbst wichtig zu machen.

Nur bei ihren Liebsten da funktionierte ihre Gabe in der Regel nicht so recht.

Ihr Ehemann war eine Woche nach der Hochzeit geflüchtet. Brigittes Mutter meinte dazu nur trocken, er habe sich ja noch erstaunlich lange gehalten.

Brigitte fand das erst traurig, doch dann wurde sie ungewollt schwanger und beruhigte sich. Immerhin, Männer bekommen keine Kinder sie schon!

Auf ihre Tochter freute sie sich mehr als auf Weihnachten. In ihrem ereignisarmen Leben waren besondere Tage dünn gesät das sollte jetzt anders werden.

Doch ihre Mutter war nicht begeistert. Was tust du dir an, Brigitte? Noch eine Last! Bist jung, halbwegs hübsch, hast Zukunftspläne jetzt versaust du alles? Dann isst du monatelang nur Nudeln und Kartoffeln, und auch dein Kind! Kinder sind ein teurer Luxus, Brigitte! Das kapiert man erst später.

Mama, haben wir früher anders gelebt?

Eben und was war daran so toll?

Brigitte grübelte. Von der Mutter war sie es bislang gewohnt, zu folgen. Aber diesmal widersetzte sich innerlich alles diesem scheinbar logischen Weg.

Wenn sie sich vorstellte, das Kind nicht zu bekommen, fühlte sie tiefe Dunkelheit. Wie könnte sie das, was in ihr wächst, einfach weggeben? Es ging ihr dabei nicht um den Embryo an sich, sondern um sich selbst. Sie würde ihre eigene Integrität verlieren. Schon wieder sollte irgendjemand sie am Frausein hindern. Das konnte sie nicht zulassen.

Den endgültigen Impuls gab die Großmutter. Sie reiste insgeheim aus dem Schwarzwald an, in feinem Kopftuch für besondere Anlässe, und verkündete:

Brigitte! Krieg das Kind ich helfe dir.

Oma, und Opa dann allein aufm Dorf?

Dein Opa ist zäh, Kind! Und schafft ers nicht mehr, nehmen wir ihn einfach mit.

Eine saubere Leinenrolle landete auf dem Tisch darin Brigittes Lieblingshandtuch, vor Jahren von ihr selbst zur Oma-Geburtstags gestickt.

Na, kennst du das noch? Mach auf!

So viel Geld hatte Brigitte nie gesehen auch nicht später. Der Opa hatte das Elternhaus verkauft durch die neue Umgehungsstraße waren die Grundstückspreise explodiert. Und die Ersparnisse reichten noch für eine kleine Wohnung. Ab jetzt bist du dran.

Oma, das kann ich nicht annehmen

Du kannst und du wirst! Nicht für dich für das Kind. Wer kümmert sich sonst drum?

Das war der Tropfen, der das Verhältnis zwischen Brigitte und ihrer Mutter endgültig trübte.

Ach, wenn ich mal um Geld bat, Mama, hast du abgewunken! Und jetzt kommst du mit einem Geldbeutel voller Euro-Scheine?

Die Oma warf Brigitte hinaus und redete lange mit ihrer Tochter. Die begriff aber nicht: Warum bekommt Brigitte, ob ihrer Launen, einfach alles Unterstützung, Wohnung, Hilfe? Das ist ja wie ein Lottogewinn!

Brigitte verstand die Mutter nicht. Sie hatte keinen Fehler gemacht. Sie war keine Partymaus, ihr Mann war schuldlos gegangen Pech gehabt eben!

Zwei gehören dazu beim Streitwagen, hatte Oma noch gesagt. Nicht immer zieht nur eins.

Die Wohnung war dank Oma bald gekauft. Eine große Altbauwohnung mit vier Zimmern und Renovierungsbedarf. Aber mit einer fünfköpfigen Handwerkertruppe und Omas Leitung wurde alles hübsch renoviert. Noch nie hatte Brigitte so ein eigenes Reich gehabt und als das Babybett stand, kamen ihr die Tränen.

Heul nicht, Mädchen. Geh schon mal die Küche einweihen!, kommandierte die Oma.

Leonie kam etwas zu früh zur Welt. Brigitte machte sich Sorgen, aber alles ging gut. Das Kind war robust und sanft wie ihre Mutter. Brigitte wusste nach dem, was sie selbst erlebt hatte, dass sie ihre Tochter nie so erziehen würde, wie ihre Mutter sie selbst. Keine Schimpftiraden, keine Kälte!

Kein Wunder, dass du Oma mehr magst, als mich die hat dir die Wohnung gekauft und hilft immer. Ich darf meine Enkelin nicht mal sehen!

Mama, du bist doch willkommen, aber bitte ohne Streit. Das macht Leonie Angst.

Als Baby merkt die gar nichts! Ich rede halt lauter!

Du schreist, Mama

Aber Brigittes Mutter wollte nicht hören.

Mal sehen, wie es dir geht, wenn du selbst mal so behandelt wirst!

So wirds nie kommen!, antwortete Brigitte felsenfest.

Doch alles Erziehungssache! Du bist verwöhnt. Immer nur: Brigitte, Brigitte! Und jetzt hockt sie mir auf dem Kopf und braucht keine Mutter mehr!

Danke, Mama jetzt weiß ich, wie ich es NICHT machen werde!

Mehr gab es in diesem Moment nicht zu sagen. In Brigittes Kopf kreiste der eine Gedanke: Ich werde keine solche Mutter!

Leicht gesagt, schwer getan.

Sicher war Brigitte nie, ob sie richtig handelt. Aber Leonie war ein pfiffiges, zielstrebiges Kind, wusste früh, was sie will, und war geschickt beim Verhandeln.

Mama, darf ich ein Stück Schokolade?

Nach dem Mittagessen.

Aber gar kein Stück?

Nein.

Okay Darf ich nach dem Essen dann zwei Stücke? Ich esse heute ganz brav!

Brigitte lachte und schenkte ihrer kleinen Taktikerin nach dem Essen zwei Stück Schokolade. So lernte Leonie, dass man auch ohne Drama viel erreichen kann und brachte selbst ihre temperamentvolle Oma mit Charme zum Schweigen:

Omi, nicht schimpfen! Falten machen dich nicht schöner, aber du bist eh die Schönste! Komm, ich glätte dir die Stirn!

Und tatsächlich ließ sich die Mutter widerstandslos pflegen und war gleich besänftigt.

Mit der Zeit wurde alles besser.

Brigitte arbeitete, Oma und Opa der aus dem Schwarzwald nachzog kümmerten sich um Leonie.

Schwierig wurde es erst, als Oma krank wurde. Die Ärzte wollten keine Hoffnung machen, aber Brigitte verstand ohnehin bescheid.

Omi, vielleicht fahren wir nach München in Spezialklinik?

Wozu, Kind? Ich hatte mein Leben. Nur um euch ist es mir leid. Und um Opa lass ihn nicht allein.

Wenige Tage später brachte Leonie den Kater heim. An genau jenem Tag, als Brigitte Angst hatte, sie hätte ihre Tochter verloren. Leonie war nach der Schule nicht nach Hause gekommen, Opa hatte sie auf dem kurzen Heimweg knapp verpasst. Alle suchten sie Mitschüler, Eltern, Brigitte sogar von der Arbeit, Opa und die kranke Oma.

Doch Leonie kam selbst nach Hause, das Gesicht verweint, ein leises Bündel Mitgefühl. Brigitte fragte nur zärtlich:

Bist du okay, Kind? Tut dir was weh?

Nein, Mama. Aber dem Kater tuts weh!

Brigitte reagierte sofort. Sie wickelte den halbohnmächtigen Kater in die Babydecke und rannte zum Tierarzt.

Den Hundebiss hatte er überlebt, er hatte Schmerzen, aber nach ein paar Zaubereien der Ärzte durfte das kleine graue Häufchen bei ihnen bleiben.

Und machen Sie ihm auch gleich Impfungen, wenn er gesund ist! Noch nicht mal ein EU-Tierausweis.

Das Honorarbetrug ein kleines Vermögen, aber Brigitte zahlte.

Wieder zu Hause rechnete sie nach. Ihr Budget reichte hinten und vorne nicht. Sie musste noch Medikamente kaufen, sowohl für Kater und Oma, und das Geburtstagsgeschenk für Leonie stand vor der Tür ein wichtiges Ereignis, das sie ihrer Tochter nicht verderben wollte.

Es war Leonie, die spätabends zu ihr kam:

Mama, bitte kein Geschenk für mich. Kann ich ihn behalten? Er soll mein Geschenk sein

Brigitte sah zum schlafenden Kater immer wieder kroch er zu ihr aufs Sofa, statt in die bereitgestellte Kiste. Sie nickte. Und so blieb Goethe bei ihnen.

Es war erstaunlich der heruntergekommene Streuner wurde schnell zum Liebling des Hauses. Er war pflegeleicht, freundlich. Besonders die älteren Herrschaften umgarnte er.

Brigitte beschloss schließlich, nach Göthis Rettung, ihr bisheriges Leben zu beenden. Ihre Arbeit als Erzieherin gab sie auf sie fand eine neue Stelle als Nanny, vermittelt durch eine Bekannte. Bald sprach sich ihr Talent herum mehr Geld, bessere Konditionen. So wurde der Kater zum Symbol ihres Neuanfangs.

Jeden Abend kraulte sie ihm das Ohr. Danke, Goethe! Ohne dich hätte ich mich nie getraut

Goethe schnurrte und sah zu Leonie. Er liebte beide, hatte für jede Zeit. Besonders, wenn die Oma rief, war er sofort zur Stelle.

Goethe war da, wenn Leonie Hausaufgaben machte. Wenn sie traurig vor Omas Zimmertür saß, Taschentuch im Anschlag. Und später, als Opa leise im Schlaf ging.

Und auch, als Brigitte den richtigen Mann traf, zögernd noch einmal heiratete und endlich glücklich wurde. Ihr neuer Mann, Thomas, verehrte sie, schaffte Freundschaft selbst mit der Schwiegermutter, die jetzt stolz mit Gummistiefeln und Tomatensetzlingen zum Auto schritt.

Leonie war inzwischen Studentin, lebte allein in der Familienwohnung.

Dorthin brachte sie auch ihren Freund.

Mensch Leonie, das ist ja ein Palast!

Da polterte ein fauchender grauer Fellball aus dem Schlafzimmer und stellte sich schützend vor Leonie. Mark zuckte zurück, Goethe attackierte und machte unmissverständlich klar: Du bist hier nur Gast.

Auch danach wurde Mark mit dem Kater nie warm und versuchte oft heimlich, ihn zu ärgern, damit Leonie es nicht bemerkte.

Ein Jahr später heirateten die beiden, aber die Stimmung begann sich zu trüben Mark kritisierte Leonie ständig. Was bist du denn für eine Frau? Das ist doch keine Erbsensuppe das ist grünes Wasser! Kochen kannst du nicht, was bist du für eine Ehefrau?

Kochen war Leonie von Oma gelernt, und sicher war sie keine Anfängerin.

Mark fand keinen Grund, sich zu beschweren, bis Goethe erkrankte.

Was fehlt denn dem Tier?!, fragte Mark beim Anblick der Rechnung aus der Tierarztpraxis. Leonie, bist du verrückt? Für mich gibst du nicht so viel aus! Das ist ein Haarball, kein Familienmitglied!

Goethe ist kein Haarball, sondern Teil der Familie!

Von meiner jedenfalls nicht!

Wie kannst du sowas sagen?

Ein einziges Mal noch dann fliegt er raus!

Leonie, die gerade erfahren hat, dass sie schwanger ist, schweigt.

Aber am nächsten Morgen muss der Kater wieder zum Tierarzt. Genau in diesem Augenblick kommt Mark vom Joggen zurück und sieht Leonie beim Packen der Transportbox.

Mark lebt gesundheitsbewusst, joggt, isst Müsli, hält Leonie aber vor, Gesundheit ist alles!, die Katze sei nur ein Klotz am Bein.

Als er hört, dass Goethe erneut behandelt werden muss, schmeißt Mark wütend seinen Laufschuh gegen die Wand.

Schluss jetzt! Dieses Tier muss weg! Ich gebe keinen Cent mehr aus raus damit aus meiner Wohnung!

Dann nur gemeinsam mit mir!, sagt Leonie plötzlich glasklar.

Dann halt zusammen! Ich habs satt! Warum muss ich das alles machen!

Unmerklich hebt sich eine Grenze. Leonie, die noch gestern dachte, sie wolle ein Kind in der klassischen Familie, versteht plötzlich genau, was sie nicht möchte.

Sie erwähnt nicht, dass es ihre Wohnung ist. Sie sagt nichts, nimmt jedoch die Schlüssel aus Marks Jackentasche und hält sie fest. Dann sagt sie ruhig:

Ich bin schwanger. Mir ist Ruhe wichtig. Goethe versteht das. Du nicht. Geh bitte. Wir reden später. Aber zusammen weiterleben nein, Mark. Wer so leicht jemanden aussortiert, der mit mir schon durch mein ganzes Leben ging, wird auch mich irgendwann loswerden wollen. Ich will das nicht.

Mark erwidert nichts, packt still seine Sachen und verlässt die Wohnung.

Leonie weiß, dass Mark die Schwangerschafts-Neuigkeit gar nicht wirklich registriert. Seine Gedanken kreisten nur um den Kater.

Sie stellt die Transportbox auf den Boden, wartet geduldig, bis Goethe hineingekrochen ist, dann fragt sie:

Bereit? Auf geht’s. Wir fangen mit deiner Gesundheit an!

Goethe wird wieder gesund, doch Leonie weiß, sein Alter fordert Tribut. Künftig wird er oft mit zur Tierarztpraxis fahren. Aber eines wird anders: In ein paar Monaten wird ihre Tochter, ihre kleine Alina, den alten Goethe nach Herzenslust an Ohren und Schwanz zupfen dürfen als einzige Person auf dieser Welt.

Alina bekommt keinen besseren Babysitter als Goethe, dessen pelzige Tatze sie sanft auf das Kopfkissen drückt, bis das Kind eingeschlafen ist genau wie es Leonies Mutter einst mit ihr gemacht hat.

Sie überlegt erst, das Kind auch Brigitte zu nennen, aber Brigitte redet ihr gut zu: Sprecht euch doch mit Mark ab. Das Kind bleibt. Ihr lebt nicht zusammen, aber bleibt Eltern. Ihr habt so viel richtig gemacht, vielleicht jetzt noch mehr. Es wird schwer, aber für das kleine Wunder lohnt sich jeder Aufwand.

Leonie hört darauf. Mark ist überrascht: Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.

Tja, man wächst. Was meinst du?

Danke, dass du Alinas Wohl über alles stellst. Ich helfe mit.

Und er tut es. Alina hat zwei Zuhause, zwei Lieblingskuscheltiere, eine Oma Brigitte und eine Oma Erika die Vater-Mutter-Konflikte verschwimmen im Nebel der Kindersolidarität.

Und einmal, als Alina über alles nachdenkt, beginnt sie intuitiv, mit ihrer Wärme die Erwachsenen zusammenzuhalten, so wie Leonie das als Kind tat.

Nur Goethe kennt dabei die ganze Wahrheit und hütet sie wie ein Schatz. Denn jeder sieht: Ist die Katzenmama sanft, sind es auch die Kinder.

Alinas Welt ist in Ordnung. Und eines Tages wird sie selbst Mutter, lehnt sich über das Babybett, streicht dem Kleinen sanft über die Wange ganz wie ihre Mama und einst ihre Oma und flüstert:

Hallo, mein Kleiner. Ich hab so auf dich gewartet Willkommen zuhause. Ich verspreche dir: Bei uns darf jeder bleiben, der uns liebt. Egal, wie viele Kratzer das Leben ihm verpasst hat.

Draußen schnurrt ein alter grauer Kater durch Alinas Erinnerungen und für einen Moment spürt sie, wie seine Wärme das neue Leben segnet. In diesem Augenblick weiß sie: Familie ist kein Zufall, sondern Entscheidung, immer wieder aufs Neue.

Und irgendwo, ob unter Betten, auf Fensterbänken oder in weichen Kinderschaukeln, finden die Streuner des Lebens ihren Platz solange ihnen einer Zuflucht schenkt.

Alina lächelt, ihr Kind schließt die Augen, und mit dem Herzschlag der Liebe beginnt eine neue Geschichte.

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Homy
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