Ach, würdest du wohl! Die Vertretungslehrkraft dachte tatsächlich, sie könnte in meiner Wohnung auf meine Kosten wohnen.

Ich habe wirklich großes Glück gehabt, weil ich schon immer sehr zielstrebig war. Bis zu meinem 25. Geburtstag habe ich es geschafft, mir ganz alleine eine eigene Wohnung in München zusammenzusparen.

Meine Eltern oder sonstige Verwandte haben mich dabei nicht unterstützt, ich habe alles selbst geschafft. Und als ich dann diesen Mann traf, in den ich mich verliebte, war ich ehrlich genug, ihm direkt zu sagen, dass ich meine eigene Wohnung besitze.

Dabei habe ich ihn aber auch gewarnt: Ich würde bestimmt nicht einfach zu ihm ziehen. Stattdessen sollten wir gemeinsam eine Wohnung mieten und ich würde meine vermieten, um Geld für ein Auto zu sparen.

Er war einverstanden und meinte, er würde bald genug Geld für unsere neue Wohnung zurücklegen und wir könnten zusammen wohnen. Ein halbes Jahr später stand er plötzlich mit einem Koffer vor meiner Tür. Er erzählte mir, dass er seinen Job verloren und kein Geld mehr hätte.

Er bat mich, ihn für eine Weile bei mir aufzunehmen. Gut, dass er Eltern hat. Ich habe ihn aber nicht einziehen lassen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er nur eine Ausrede suchte, um auf meine Kosten leben zu können. Das wollte und konnte ich nicht zulassen. Am Ende habe ich mich von ihm getrennt.

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Homy
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Ach, würdest du wohl! Die Vertretungslehrkraft dachte tatsächlich, sie könnte in meiner Wohnung auf meine Kosten wohnen.
„– Wie unangemessen ihr Jubiläum ist – sagte sie. – Sie fanden die Zeit, es zu feiern, und das noch im Dorf!“