Nichts muss ich
Katrin saß am Fenster des Busses und ließ ihren Blick gelangweilt durch die regennassen Straßen Münchens schweifen. Gelbe Laternen spiegelten sich auf dem Asphalt, und irgendwo in der Ferne bimmelte eine verspätete Straßenbahn. Ihre Augen waren nach innen gekehrt, als würde sie irgendwo in den Alpen weilen, wo weder Autolärm noch Großstadtchaos an sie heranreichen. Neben ihr gestikulierte Charlotte wie eine bayerische Marktfrau und versuchte vergeblich, ihre Freundin ins Hier und Jetzt zurückzuholen.
Also ehrlich, so verlierst du ihn auf jeden Fall! fuchtelte Charlotte aufgeregt mit dem Arm. Paul ist doch schon ganz kühl zu dir! Siehst du das denn nicht selbst?
Katrin drehte den Kopf und musterte ihre Freundin mit dem Ausdruck einer Person, die gerade aus einem besonders unangenehmen Traum erwacht ist. Ihre Stimme war leise, fast tonlos:
Was soll ich denn machen? Einen Aufstand? Ihn vor die Wahl stellen? Was bringt das schon? Wenn er wirklich Schluss machen will
Charlotte hob das Kinn, in ihren Augen glomm unverhohlener Kampfgeist. Aufgeben? Niemals und nimmer!
Komm mal klar, Mädel! sagte sie entschieden. Noch ist nix verloren. Ich spreche aus Erfahrung, höhö. Ich hätte ja mit meinem fast Schluss gemacht. Erinnerst du dich?
Bei Katrin flackerte zum ersten Mal ein Rest von Interesse auf. Ihre Augenbrauen zuckten leicht, während sie überlegte, und sie fragte vorsichtig:
Du hast ihn doch mit einem Baby an dich gebunden, oder?
Ihr Ton war zögerlich, als würde sie bloß nicht irgendeine verbotene Tür aufstoßen. Doch das Funkeln in ihrem Blick verriet: Katrin dachte offensichtlich drüber nach, ob sich diese Masche nicht auch bei ihr eignen könnte.
So leicht ging es bei mir nicht, murmelte sie leise. Paul ist da ziemlich vorsichtig.
Charlotte lachte laut auf und warf eine blonde Strähne zurück. In ihr blitzte so etwas wie Nostalgie auf ist ja auch erst zwei Jahre her, dass sie selbst ähnlich desolat am Fenster saß und wild Grübeleien anstellte.
Ach was! winkte sie lachend ab. Ein kleines Nadelstichchen, das hilft schon, glaub mir.
Katrin blickte irritiert auf, brauchte einen Moment, bis sie verstand. Charlotte fuhr mit schadenfrohem Lächeln fort:
Und dann machst du den Test, stellst ihn auf den Küchentisch, guckst ganz unschuldig und sagst: Keine Ahnung, wie das passiert ist. Das klappt garantiert. Paul ist so ein Pflichtbewusster, der lässt sein Blut und Fleisch niemals im Stich.
Es entstand eine seltsame Stille. Katrin drehte ihre leere Kaffeetasse in der Hand wie ein Pendel, als ließe sich in den braunen Kaffeeresten die Zukunft lesen. Ihre Finger zitterten leicht.
Meinst du? säuselte sie schließlich, ohne selbst recht zu glauben, dass das funktionieren könnte. Ich weiß nicht
Charlotte beugte sich vor, verpasste ihr das Überzeugungs-Augenklimpern, das sie immer draufhatte, wenn sie die letzte Instanz spielen wollte.
Keine Sorge, das wird schon, kniff sie ein Auge zu. Du wirst sehen: Weißes Kleid, Goldring läuft!
Nur Charlotte hatte keine Glaskugel. Statt Verlobung oder Liebesschwüren schob Paul plötzlich sämtliche Verantwortung elegant auf den Facharzt ab. Mit unterkühlter Klarheit erklärte er: Zuerst Karriere, dann Haus mit Garten, erst dann darüber nachdenken, ob Achim oder Kathrin ihrem Kind besser steht.
Für Kinder braucht man Geld. Viel Geld! wiederholte er mantraartig.
Der Alltag wurde zu einer scheinbar endlosen Provinz-Soap. Fast täglich landete Katrin mit neuem Vorwurf bei Paul. Ihr Kopf malte schon Sektkorken und Dinner mit Schwiegereltern, doch Paul träumte eher von einem Einzelbüro und einem BMW. Nichts half. Die Option heiraten wegen Kind war für ihn etwa so attraktiv wie Schnitzel mit Mettbrötchen.
Schließlich, als wieder einmal die Fetzen flogen, verlor Paul die Geduld. Er klang dabei wie ein sehr nüchterner Steuerberater, der endlich Klartext redet:
Mit dir kann man eine Nacht Spaß haben, Kathrin, aber heiraten? Niemals! Eine Frau, die lieber feiern geht, jede Prüfung mit Ach und Krach besteht, ihr Geld zum Fenster rauswirft Und Mutter? Nee, da kann ich meinen armen Sohn jetzt schon bedauern!
Für Katrin war das wie eine schallende Ohrfeige. Einen Moment war sie wie versteinert, dann kochte alles in ihr hoch wie die berühmte Weißwurst im zu heißen Wasser.
Ach ja? Du wirst ihn niemals sehen, verstanden? schrie sie, zornbebend.
Die Worte kamen schneller über die Lippen, als ihr Verstand hinterherkam. Doch Paul quittierte das nur mit einem kalten Lachen. Kind und Frau? Das eine zu teuer, das andere zu anstrengend.
Wie eine eiskalte Dusche war sie plötzlich von Realität durchzogen: Für Paul war sie ein abgehaktes Kapitel, und ihr Traum von Familie zerplatzte so abrupt wie ein Ballon bei der Wiesn.
Schon am nächsten Tag war Katrin zerknirscht. Sie brach die Szene ab, hoffte unbewusst, vielleicht doch noch ein Wunder heraufzubeschwören vielleicht könnte das Kind sein Herz erweichen? In ihrer Fantasie war es rührend: Ein stolzer Vater, der mit zitternden Händen das Baby ansieht und von lauter Glück übersprudelt. Ein bisschen wie in einer Rosamunde-Pilcher-Folge.
Diese Hoffnung hielt sich tapfer, als dann ihr Sohn zur Welt kam sie nannte ihn Maximilian. Ein Name, wie ihn nur der Süden kennt: stilvoll, anständig, solide. Sie überdachte stundenlang alle Optionen im Namensgenerator, aber dieser passte am besten.
Die ersten Tage nach der Geburt verbrachte Katrin im Krankenhaus, jeden Moment rechnend damit, dass Paul mit Alpenveilchen und Riesenteddy anmarschiert. Doch statt roter Rosen und sentimentaler Sehnsüchte kamen nur WhatsApp-Nachrichten. Kalt wie Leitungswasser nach einer Bergwanderung. Maximilian? Ja, gut, aber nur, wenn ein Vaterschaftstest gemacht wird, dann sofern es sein muss könnte er dem Kind seinen guten Namen geben. Geld geben? Klar, aber bloß im Rahmen.
Katrins Finger zitterten, als sie das las. Noch einmal geprüft es blieb dabei: keine Zuneigung, keine Freude, alles sachlich auf ein Minimum heruntergebrochen. Die Tränen, die danach kamen, waren still, aber sie ließen sich nicht aufhalten.
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Katrin wütete durch ihre kleine Wohnung in Giesing, schmiss ihr Handy von einer Ecke zur anderen. Vor ihren Augen flimmerten verschiedene Szenen in Endlosschleife. Sie war sauer auf Paul dass er nicht so funktionierte wie ihr Planbuch. Noch wütender war sie auf Charlotte, die ihr mit all ihrer Begeisterung eingeredet hatte, Paul würde sie heiraten, wenn das Kind erst mal da wäre. Jetzt murmelte Charlotte nur noch peinlich berührt irgendwas von läuft halt nicht immer wie geplant, wenn sie sich über WhatsApp meldete.
Aber am meisten war sie auf Pauls Mutter, Frau Dr. Wolfram, sauer. Anfangs hatte diese sie mit offenen Armen empfangen, ihr Komplimente gemacht und sogar durch die Blume auf eine zukünftige Schwiegertochter angespielt. Katrin schwebte schon im siebten Hochzeits-Himmel. Bis sie zufällig mitbekam, dass Dr. Wolfram längst eine andere chose: die wohlerzogene Tochter der Freundin aus dem Tennisclub. Die ist so ordentlich, so fleißig, macht alles richtig Und plötzlich bekam ebenjene Konkurrentin die netten Lächeln, während Katrin dezent aufs Abstellgleis geschoben wurde.
Zwei Monate nach Max Geburt bekam Katrin beim Blick aufs Handy dann den nächsten Hammer serviert: Paul hatte geheiratet. Nicht sie, sondern Fräulein Tennisclub. Die Nachricht traf sie härter als ein Bayern-München-Derby in der Nachspielzeit. Alles fühlte sich plötzlich niedergerungen an.
Von da an wurde Maximilian für Katrin zur Last. Die schlaflosen Nächte, das ständige Wickeln nichts davon wollte in ihren Traum vom geselligen Eheleben passen. Sie wünschte sich doch bloß, ein passables Partie zu finden, bevor ihre besten Jahre vorbei waren. Aber mit Baby am Arm war das alles andere als leicht. Maximilian fraß Zeit und Nerven, die sie lieber in Tinder-Profile und Tanzunterricht investierte.
Am Ende landete der Kleine bei seiner Oma, Renate Wolfram. Renate war nicht begeistert, aber jemand musste sich ja kümmern.
Das Kind braucht seine Mutter! herrschte sie Katrin an, diesmal ohne das berühmte bayerische Understatement. Für wen hast du den Bengel denn bekommen? Für mich?
Katrin saß stattdessen auf dem Sofa und wischte lieber Nachrichten an ihre neuesten Kandidaten. Aus dem Kinderzimmer kam das leise Weinen Max, was sie geflissentlich ignorierte.
Hör auf zu jammern, motzte sie über die Schulter Richtung Mutter. Wenn ich einen Mann finde, nehm ich ihn wieder. Jetzt passt er einfach nicht ins Konzept.
Renate rollte mit den Augen und griff nach der Spieluhr.
Mach du, wie du meinst. Aber jetzt ist erst mal Fütterungszeit, und verschwand samt Enkel im Kinderzimmer.
Da spürte Renate, wie ihr Enkel sich an sie schmiegte, und sie dachte mit Wehmut an eigene Muttergefühle zurück. So viel hatte sie früher in Katrin investiert, alles, damit die Tochter glücklich wird und nun das.
Vier Monate später zog Katrin tatsächlich das weiße Kleid an. Die Feier wurde nichts Großes ihr Ehemann Jens sammelte weder Beauty-Preise noch Intelligenzboni. Aber die Hauptsache war für Katrin: Paul sollte es sehen. Also lachte sie laut, ließ sich mit dem neuen Bräutigam fotografieren und spielte das Glückskind.
Für Maximilian änderte sich dagegen nichts. Im neuen Heim war für ihn kein Platz. Jens hatte gleich klargestellt: Fremde Kinder kommen mir nicht ins Haus. Ich will eigene, richtige. Katrin nickte nur stumm es war einfacher, ihm zuzustimmen, als zu diskutieren
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Zwei Jahre zogen ins Land, und Katrin hatte längst eine Tochter Annegret aus ihrer neuen Ehe. Sie kaufte ihr Kleidchen, fuhr zum Musikgarten, und die WhatsApp mit Maximilians Oma wurde immer seltener mehr als ein bisschen Kindergeld kam da nicht, weil die Kleine ja wichtiger ist.
Renate versorgte Maximilian weiterhin Arztbesuche, neue Hosen, alles von ihrer Rente. Irgendwann hatte sie genug davon, und eines Tages platzte ihr der Kragen.
Paul hatte Maximilian in der ganzen Zeit allenfalls im Vorbeigehen gesehen, lebte sein gemütliches Münchner Vorstadtleben. Doch dann klingelte es eines Tages, und vor der Tür stand Renate mit Maximilian, der sich an ihrem Rock festklammerte.
Paul war perplex.
Paul, fing Renate ohne Umschweife an, es reicht jetzt. Du übernimmst ab heute die Verantwortung.
Renate ließ keinen Zweifel, der Drops ist gelutscht. Ihre Stimme war fest, die Augen aber müde vom ewigen Stress.
Ich kann nicht mehr, und ehrlich gesagt: Ich will auch nicht mehr! Es gibt doch Eltern, wozu soll ich den Kleinen weiter durchfüttern? Dein Sohn, dein Problem. Seine Sachen bringt mein Mann heute Abend vorbei.
Sie beugte sich vor Maximilian, der sie mit großen, verwirrten Augen anschaute. Er verstand zwar kaum, warum das alles passierte, aber er wusste: Das hier ist kein schöner Tag.
Ich komm dich besuchen, Schatz. Oder sie bringen dich zu mir, versprach sie. Sei bitte brav, ja?
Maximilian schwieg, er wich keinen Millimeter von Renates Rock.
Oma bitte geh nicht flüsterte er, aber Renate stand schon auf.
Es wird alles gut, Maximilian, sagte sie, löste sanft seine Finger und machte sich zum Gehen bereit. Jetzt bist du beim Papa.
Sie nickte Paul noch kurz zu und verschwand. Maximilian warf sich an die Tür, trommelte drauf los und schrie:
Oma! Bitte komm wieder!
Aber sie kam nicht zurück. Sie ging einfach und ließ ihn alleine zurück, mit dem Mann, der auf dem Papier sein Vater war.
Paul stand da wie angewurzelt. Der Junge weinte, und Paul hatte keine Ahnung, wie er ihn erreichen sollte. Wie verhielt man sich als Vater, wenn einen plötzlich ein trauriges Kindergartenkind in der Wohnung hatte, das einen nur aus dem Fotoalbum kannte?
Maximilian versuchte Paul es sachte und ging einen Schritt vor.
Doch Maximilian duckte sich, presste sich an die Tür und schrie noch lauter.
Nein! Ich will zu Oma!
Paul wusste nicht mehr weiter. Er fühlte sich überfordert wie vor einer Steuerprüfung ohne Belege.
Die ersten Tage waren hart. Maximilian sprach kaum, weigerte sich zu essen, schlief schlecht und suchte Oma bei jedem Geräusch. Paul redete auf ihn ein, brachte Spielzeug, las Märchen vor nichts fruchtete.
Dann kam Marion ins Spiel, Pauls Frau. Sie war zwar nicht Maximilians Mutter, aber sie hatte Geduld, eine Engelsgeduld, und eine fast schon stoische Sanftmut. Sie drängte sich nicht auf, stand einfach in der Nähe, las ein Buch, brachte Tee und Plätzchen, ließ ihn in Ruhe.
Nach und nach zuckte Maximilian nicht mehr sofort zusammen. Erst warf er ihr verstohlene Blicke zu, dann gab er auf eine Frage eine knappe Antwort zurück. Und einmal nach einem bösen Alptraum kletterte er schweigend auf ihren Schoß und ließ sich in den Arm nehmen. Marion streichelte ihm übers Haar und flüsterte:
Alles gut, Maximilian. Ich bin da.
Ab da änderte sich etwas. Der Junge weinte seltener, spielte heimlich mit den Autos, lachte erstmals beim Anblick eines schielenden Plüschdackels.
Paul betrachtete sein neues Familienmodell und spürte, wie sich die Enge in seiner Brust langsam löste. Marion war das Bindeglied geworden, das Maximilian von der alten Welt in die neue holte.
Nach einigen Monaten nannte Maximilian Paul schon Papa, wenn auch manchmal noch mit einer Frage im Blick, wann Oma wohl wieder vorbeischaut. Marion hatte stets die richtige Antwort:
Deine Oma liebt dich, Maximilian, und sie ist immer in deinem Herzen. Aber wir sind hier und passen auf dich auf.
Und so wuchs bei Maximilian langsam das Vertrauen, dass Familie nicht immer nach klassischen Regeln funktionieren muss, aber trotzdem richtig sein kann.
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Zwanzig Jahre später marschierte Maximilian energisch durch die Theatinerstraße in München. Nach einem Termin im Büro, modisch korrekt im Anzug, mit dezentem Aktenkoffer, war sein ganzer Tag minutiös durchgetaktet. Er liebte diesen Rhythmus, die Ordnung, die Perspektive.
Plötzlich hörte er von der Seite eine schrille Stimme:
Maxi, mein Bub!
Er drehte sich irritiert um. Da kam eine zerlumpte Frau auf ihn zu, mit wirrem Haar und abgetragenem Mantel, Make-up wie bei einem Faschingsumzug und unstetem Blick.
Maximilian zuckte zurück, sein Gesicht wurde schlagartig hart und kühl.
Entschuldigen Sie, haben Sie den Weg aus der Psychiatrie nicht gefunden? Ich kann Ihnen ein Taxi rufen, zurück nach Haar!
Die Frau ließ sich davon nicht beirren, packte ihn am Ärmel:
Maxi, das gibt’s doch nicht! Du erkennst deine Mutter nicht mehr? Und deine Schwester da vorne, schau!
Tatsächlich lehnte vor der Schuhboutique ein jüngeres Mädchen, überschminkt, in knalliger Miniklamotte und mit Zigarette im Mundwinkel. Sie musterte Maximilian abschätzig, bevor sie energisch wegschlenderte.
Noch nie gesehen, sagte Maximilian knapp. Sein Ton war so kalt wie ein Bier im August.
Die Frau japste vor Empörung, ließ aber von seinem Ärmel ab.
Wie kannst du nur! Ich habe dich geboren, gelitten, dich großgezogen, du bist mir was schuldig!
Ihnen schulde ich GAR NICHTS, unterbrach Maximilian schneidend, und seine Resolutheit ließ selbst die Schrille verstummen. Auf Wiedersehen!
Er strich sich demonstrativ den Ärmel glatt, setzte den Aktenkoffer um und marschierte zum nagelneuen AUDI vor der Oper. Den hatte ihm sein Vater zum 18. Geburtstag geschenkt als Zeichen für einen guten Start ins Leben, für Stabilität für alles, was er sich selbst aufgebaut hatte.
Kaum eingestiegen, vibrierte sein Handy. Papa ruft an blinkte auf dem Display.
Ja, Papa. Ich bin bald zuhause, sagte er ruhig in den Hörer, bemüht, keine Spur von Ärger zu zeigen. Hatte nur eben eine seltsame Begegnung wahrscheinlich eine Verwechslung.
Am anderen Ende vernahm er die besorgte Stimme seines Vaters:
Ist alles in Ordnung? Du klingst angespannt.
Klar, alles bestens, startete Maximilian den Motor, das ist längst abgehakt. Bin in einer halben Stunde daheim.
Er legte das Handy zur Seite und blickte noch einmal in den Rückspiegel. Draußen verschwand gerade die Silhouette der Frau mitsamt allen Worten, die früher vielleicht etwas bedeutet hatten.
Für Maximilian war klar: Er musste nichts mehr aufarbeiten. Der Blick war nach vorn gerichtet. Nur auf die Zukunft und sonst nichts.




