Der Vater wollte keine Zwillinge und hat die Mutter sowie ihre Kinder verlassen, sodass sie obdachlos auf den Straßen Deutschlands leben mussten.

Katrin und ihr Ehemann, Benedikt, führten ein harmonisches Eheleben zumindest bis zu dem Tag, an dem Katrin schwanger wurde. Während sie gelassen auf die Nachricht reagierte, dass Zwillinge unterwegs waren (das lag schließlich in der Familie), traf es Benedikt wie ein Donnerschlag. Ausgerechnet in diesem Moment fing ihre heile Familienwelt an zu bröckeln: Benedikt entfernte sich immer mehr von Katrin und machte seine Liaison mit einer anderen Frau als ob das nicht schon schlimm genug wäre auch noch mit Katrins bester Freundin, kein Witz!

Als der Geburtstermin näher rückte, war Benedikts Abwesenheit nicht mehr zu übersehen. Während Katrin tapfer im Krankenhaus alles durchstand, ließ ihr Gatte keinen Gedanken an sie stattdessen genoss er die Gesellschaft einer anderen, gepflegt im gemeinsamen Wohnzimmer, vermutlich auf dem guten Sofa.

Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus traf Katrin der nächste Schlag: Die neue Freundin hatte es sich bereits in der gemeinsamen Wohnung gemütlich gemacht Katrin stand mit ihren beiden Neugeborenen vor verschlossenen Türen. Ein Anruf bei ihrer Mutter brachte auch keine Hilfe. Im Gegenteil: Sie erntete nur einen Vortrag darüber, dass sie jetzt endlich lernen müsse, selbst für ihre Kinder zu sorgen.

Gerettet wurde Katrin schließlich von der hilfsbereiten Nachbarin Frau Schuster, die ihr kurzerhand ein Zimmer in ihrer Zweizimmerwohnung in München anbot. Katrin stopfte von da an jede freie Minute mit Arbeit voll: Tagsüber in der Bäckerei, abends als Putzkraft, zwischendurch immer im Eiltempo zu den Zwillingen. Jeden Morgen aufstehen wie von der Tarantel gestochen, tagsüber rennen, nachts müde ins Bett kippen das wurde ihr neues Leben. Und das ging eine ganze Weile so.

Durch ihren Einsatz und vielleicht auch ein bisschen bayerischen Dickkopf schaffte es Katrin tatsächlich, ihren beiden Jungs Sicherheit und Wärme zu bieten. Die Freundschaft zu Frau Schuster wurde zum echten Rettungsanker da konnte sich die eigene Mutter ein Beispiel nehmen. Irgendwann zog Katrin sogar einen Schlussstrich unter das leidige Mutter-Tochter-Verhältnis: Wer so wenig Herz zeigt, bleibt eben draußen.

Als die Zwillinge älter wurden, brachen sie den Kontakt zum Vater ab selbst schuld, Benedikt! Katrin war zufrieden, ihre Jungs vor so viel Verrat schützen zu können. Fortan übernahm sie die Vater- und Mutterrolle gleichzeitig, um aus ihnen anständige, herzliche Männer zu machen.

Trotz all der Turbulenzen und Verletzungen schaffte Katrin es, ein humorvolles, liebevolles Zuhause für ihre Kinder aufzubauen aus eigener Kraft, ganz ohne Unterstützung von Ehemann oder Mutter. Wer hätte gedacht, dass ein bisschen bayerische Sturheit, Nachbarschaftshilfe und ein Lächeln am Morgen manchmal mehr wert sind als ein ganzes Konto voller Euro?

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Homy
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Der Vater wollte keine Zwillinge und hat die Mutter sowie ihre Kinder verlassen, sodass sie obdachlos auf den Straßen Deutschlands leben mussten.
Seine Frau hatte ihn mit ihren fünf Kindern verlassen: Zehn Jahre später kehrt sie zurück und ist erstaunt über das, was er erreicht hat.