Das hintere Fenster war zerbrochen und der Wagen lag wie ein gestrandeter Käfer auf dem Dach. Ich war bei Bewusstsein, doch meine Beine gehorchten mir nicht nicht einmal ein Zucken.
Später würde Helene erfahren, dass ihr Becken an drei Stellen zerborsten war, auseinandergebrochen wie ein Porzellanteller im Morgenlicht.
Plötzlich glitt ein Fahrzeug durch die nächtliche Landschaft die Scheinwerfer tauchten Helene in grelles Licht, während sie verzweifelt mit den Armen ruderte. Sie keuchte, versuchte um Hilfe zu rufen, ehe sie in die Dunkelheit ihres Bewusstseins zurückfiel. Der Fahrer schleuderte seinen Volkswagen auf den Schotter, sprang hinaus und verschwand in der surrealen Stille, um nach Helene zu schauen.
Als er sie fand, war sie bereits zwischen Traum und Ohnmacht gefangen; Blut sickerte wie rote Tinte aus ihren Schläfen und Armen. Ohne zu zögern wählte er die 112, der Rettungsdienst erschien aus dem Nichts wie Geister in der Nacht. Aufgrund seiner schnellen Hilfe überstand Helene diesen seltsamen Albtraum.
Ich weiß nicht mehr wie lange ich fort war Minuten oder Jahre, alles verschleiert aber als ich zurückkam, spürte ich einen kolossalen Schatten neben mir. Eine Frau namens Gudrun schlenderte mit ihrer Dackelhündin Waltraud durch die Kälte plötzlich sackte sie am Gehweg zusammen, ihr Herz hatte sie verraten.
Waltraud blieb wachsam, stellte sich schützend daneben und bellte ins Leere. Niemand sah die beiden, bis Stunden später ein Fahrradfahrer seinen Blick auf sie richtete und Notruf wählte. Gudruns Seele war längst weit weg, bevor der Krankenwagen auftauchte.
Und dann gab es noch einen Mann, dessen Name war Mathias sein treuer Schäferhund Bruno verweilte drei Tage lang am Bett, als Mathias im komaartigen Schlaf versank. Bruno wachte, rührte sich kaum, bellte nicht; er war ein stiller Wächter, und die Nachbarn flüsterten Held über den Zaun. In jener Traumwelt blieb Bruno an Mathias’ Seite, schweigend in unausgesprochener Freundschaft, wie es nur zwischen Mensch und Hund möglich war.





