Ich erfuhr, dass ich schwanger bin, und wollte meinen Mann sofort glücklich machen. Als ich die Tür zu meinem Büro öffnete, stand dort…

Tagebuch, 14. Juni 2024

Manchmal frage ich mich, wie ich so weit gekommen bin. Mein Leben in der Familie war alles andere als leicht, aber ich setze darauf, dass am Ende alles gut wird. Die ehrlichen Ratschläge meiner Freundinnen und Bekannten helfen mir enorm, um mit dieser schweren Situation fertig zu werden.

Strenger und fordernder Ehemann

Mein Mann, Johannes, ist ein ausgesprochen strenger und kompromissloser Mensch. Zuhause hat er das Sagen, sämtliche Entscheidungen liegen bei ihm und er duldet keine Widerrede. Schon vor der Hochzeit war mir klar, wie sein Charakter ist unsere Eltern hatten die Ehe arrangiert, das war damals bei uns Tradition.

Ich selbst bin von Natur aus vertrauensvoll und offen, deshalb habe ich mich Johannes direkt anvertraut. Mit der Zeit jedoch ist aus meinem Mann eher mein Herr geworden. Er sorgt für uns finanziell, erwartet aber, dass ich ganz im Haus bleibe und keinerlei Beruf ausübe. Sauberkeit, Ordnung und ein warmes, gemütliches Zuhause sind ihm extrem wichtig alles muss stets perfekt sein.

Den Beweis meiner Liebe verlangte er, indem ich ihm einen Sohn schenken sollte. Trotz vieler Versuche wurde ich einfach nicht schwanger. Mein Gesundheitszustand war unauffällig, wir haben zahlreiche deutsche Ärzte aufgesucht, aber keiner fand einen Grund.

Irgendwann habe ich die Hoffnung aufgegeben. Doch eines Morgens, als Johannes früh und mit schlechter Laune zur Arbeit gegangen war und ich wie gewohnt den Haushalt erledigte, fühlte ich mich plötzlich unwohl. Ohne große Erwartungen machte ich einen Schwangerschaftstest und sah zwei blaue Striche! Meine Aufregung war unbeschreiblich. Mein Kind wird das Glücklichste! dachte ich, und mein erster Gedanke war, Johannes zu überraschen.

Ich habe nicht meine Mutter angerufen, sondern zog mich schnell an, um es Johannes als Erstes mitzuteilen. Fünf Minuten später saß ich im Taxi und fuhr zu seinem Büro. Ich wollte die Sekretärin bitten, mich nicht anzumelden, um ihn zu überraschen, aber sie war gar nicht am Empfang.

Unbeobachtet ging ich zu seinem Büro und öffnete die Tür und dann traf mich der Schock: Auf Johannes Schreibtisch saß die Sekretärin, kaum bekleidet, während mein Mann sich ihr widmete.

Entschuldigung, dass ich störe! brachte ich hervor und lief sofort aus dem Büro. Mit zitternden Händen stieg ich ins Taxi und fuhr zu meinen Eltern nach München. Die Angst, dass selbst sie mich nicht verstehen würden, begleitete mich.

Als ich meiner Mutter erzählte, dass ich endlich schwanger bin, weinte sie doch nun, sagte sie, sei das Kind überflüssig. Mein Vater hingegen war wütend und konnte es kaum fassen.

Wenn Johannes behauptet, ich hätte mir alles nur ausgedacht, habe ich keinerlei Beweise. Ohne diese kann ich keine Scheidung beantragen. Es fühlt sich wie eine Falle an. Ich bemühe mich, ruhig zu bleiben, um meinem Kind nicht zu schaden. Aber wie sieht unsere Zukunft aus?

Rat der Redaktion

Nicht immer verursacht die Strenge des Mannes Familienstreit aber Ratschläge sind in solchen Fällen schwer. Wenn Familien-Traditionen tief in der Religion verwurzelt sind, ist es für junge Menschen sehr schwer, ihr Leben frei zu gestalten. Heute bin ich zur Geisel geworden. Niemand weiß, wie es weitergeht. Wichtig ist, dass ich mir keine Schuld gebe, und das muss ich mir immer wieder sagen. Das Wichtigste ist, die Hoffnung nicht aufzugeben!

Ist euch etwas Ähnliches passiert? Habt ihr gute Tipps für mich? Teilt eure Erfahrungen ich freue mich über jeden Kommentar.

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Homy
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