Mark steht kurz vor seinem Abschluss an der Universität, als ihm plötzlich der Gedanke kommt, seine erste Liebe aus der Schulzeit, Anneliese, zu heiraten! Anneliese ist attraktiv, doch trotz ihres Aussehens ist sie eine warmherzige und kluge junge Frau. Auch sie sitzt gerade an ihrer Abschlussarbeit. Die beiden beschließen, zu heiraten, sobald sie ihre Arbeiten abgegeben haben.
Mark erzählt seiner Mutter von diesen Plänen, bekommt aber keinen Zuspruch. Seine Mutter besteht darauf, dass er entweder Katharina von nebenan heiratet oder gar niemanden. Und dann fragt sie ihn, was ihm wichtiger sei: die Karriere oder die Liebe? Insgeheim stellt sie sich vor, wie ihr Sohn als angesehener Mann Karriere macht.
Katharina stammt aus einer wohlhabenden Familie und hatte schon lange ein Auge auf Mark geworfen, aber er ist mit dieser Anneliese zusammen die keinerlei Herkunft vorzuweisen hat. Außerdem genießt Annelieses Mutter keinen guten Ruf… Was würde die Nachbarschaft sagen?
Ich brauche keine weitere Schwiegertochter du tust, was du willst!, sagt Marks Mutter nachts zu ihm.
Mark versucht immer wieder, seine Mutter umzustimmen, aber sie bleibt unerbittlich und droht, ihn zu verstoßen, falls er Anneliese heiratet. Mark bekommt Angst und zieht sich zurück. Nach sechs Monaten Beziehung mit Anneliese verläuft ihre Liebe im Sande.
Am Ende heiratet Mark tatsächlich Katharina. Sie liebt ihn wirklich, dennoch verzichten sie auf eine große Feier, denn Mark möchte nicht, dass Anneliese irgendwo sein Hochzeitsfoto sieht. So beginnt ihre gemeinsame Zeit. Was soll man sagen? Katharina lebt im Wohlstand und Mark zieht in das prächtige Anwesen ihrer Familie. Die Eltern helfen ihm, beruflich Fuß zu fassen. Aber Glück findet er nie.
Mark möchte keine Kinder. Als Katharina das erkennt und merkt, dass er sich nicht umstimmen lässt, reicht sie selbst die Scheidung ein. Zu diesem Zeitpunkt ist Mark bereits Anfang vierzig und Katharina achtunddreißig. Später bekommt sie eine Tochter und wird wirklich glücklich.
Mark sehnt sich nach Anneliese und sucht sie, vergeblich. Es ist, als wäre sie verschwunden. Ein Bekannter erzählt ihm, sie habe nach ihrer Trennung den ersten Mann geheiratet, der sich ihr bot und der sei ein Taugenichts gewesen.
Seitdem lebt Mark in der alten Mietwohnung der Eltern, trinkt zu viel und kann nicht loslassen. Immer wieder schaut er auf das Foto von Anneliese und kann seiner Mutter nie verzeihen.




