Ich war sieben Jahre in derselben Firma tätig: Von der Assistentin zur Koordinatorin der Verwaltungsabteilung aufgestiegen

Ich habe sieben Jahre lang in derselben Firma gearbeitet so viel zu Beständigkeit.
Angefangen habe ich als Assistentin und mich irgendwie bis zur Koordinatorin des Verwaltungsteams hochgearbeitet.
Zwei Jahre später kam meine beste Freundin dazu natürlich auf meine Empfehlung hin, wie es sich für eine anständige Deutsche gehört.
Ich habe sie in alles eingeführt: Prozesse erklärt, die Systeme auseinandergenommen, Adresslisten geteilt und am Anfang sogar ihre Patzer gedeckt, damit sie nicht gleich wieder rausfliegt.
Wir haben mittags zusammen Frikadellen gegessen, freitags ein Feierabendbier getrunken und sie kannte meine geheimsten Pläne, sogar das Rezept meiner Oma für Apfelstrudel.
Vor einem halben Jahr hieß es plötzlich: Es gibt eine neue Manager-Stelle.
Mein Chef sagte, ich sei eine der Top-Kandidatinnen.
Ab da stand ich früher auf als die Müllabfuhr und blieb länger als das Licht im Büroflur, habe mir extra Verantwortung ans Bein gebunden typisch deutsch halt.
Meine Freundin hat nur immer wieder gesagt: Die Stelle ist sowas von deine, du hast sie so verdient! Ich hab ihr alles erzählt, sogar meine schlauen Antworten für das interne Interview.
Am Tag des Interviews dann die Überraschung meines Lebens: Da saß sie schon vor der Tür des Chefbüros still und leise, ohne ein Wort vorher.
Sie schaute mich an und sagte nur kurz: Ich dachte, ich probiere es auch mal. Ich hab versucht, nicht gleich das Schlimmste zu denken.
Eine Woche später kam die Nachricht: Sie hat den Job!
Ich saß da, starrte meinen Bildschirm an und wartete darauf, dass Windows abstürzt.
Danach wurde es noch besser: Sie fing als neue Chefin an, lauter Prozesse über den Haufen zu werfen, die ich mir ausgedacht hatte.
Hat mich von Projekten abgezogen, mich mit Berichten beschäftigt, die niemand braucht als hätte ich im Lotto verloren.
Ein Kollege meinte sogar, sie hätte rumposaunt, ich hätte keine Führungsqualitäten und die tollen Ideen, mit denen sie punktet, seien eigentlich meine gewesen danke für nichts!
Irgendwann habe ich sie dann in der Firmenkantine zur Rede gestellt: Sag mal, warum erzählst du sowas über mich? Ihre Antwort: Das ist Arbeit, kein Kaffeekränzchen.
Ich musste die Stelle halt kriegen. Ich erinnerte sie an alles, was ich für sie getan hatte.
Sie meinte nur: Tja, war deine Entscheidung.
Ich hab dich nicht gezwungen.
Seitdem herrscht Eiszeit.
Sie redet mit mir wie mit ihrer Schwiegermutter, tadelt mich vor versammelter Mannschaft und gibt mir Aufgaben, für die man keine Ausbildung braucht.
Ich komme abends weinend heim, nagele Frust-Schokolade rein und denke übers Kündigen nach.
Gleichzeitig ärgert es mich so sehr, wortlos zu gehen.
Jetzt stehe ich an der Kreuzung: Weiter stillschweigend alles schlucken, nur um nicht ohne Job dazustehen?
Oder endlich das Weite suchen, irgendwo neu anfangen und vielleicht in der Mittagspause wieder über Frikadellen lachen?
Würdet ihr bleiben oder gehen?

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Homy
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Ich war sieben Jahre in derselben Firma tätig: Von der Assistentin zur Koordinatorin der Verwaltungsabteilung aufgestiegen
Eine gespannte Atmosphäre herrschte in der Business-Klasse. Die Passagiere warfen der alten Frau feindselige Blicke zu, als sie sich auf ihren Platz setzte. Doch der Flugzeugkapitän wandte sich trotzdem an sie.