Kristina, ein Lippenstift namens „Kirschmarmelade“ und die Entscheidung ihres Lebens: Als Oleg, erfo…

Klara saß vor dem Spiegel und trug gerade ihren Lieblingslippenstift auf Kirschrot. Ralf hatte mal gesagt, der stünde ihr besonders gut.

In ihrem Alter wartet man ja eigentlich nicht mehr auf Wunder. Und dann zack! passierte doch eins. Ausgerechnet an der Bushaltestelle! Er bot ihr seinen Platz an, sie bedankte sich, sie kamen ins Gespräch.

Drei Monate ist das her. Kam ihr jetzt schon vor wie ein ganzes Leben.

Moritz, was meinst du? Sie drehte sich zu ihrem Kater, der auf der Fensterbank lag und mit stoischer Begeisterung die Spatzen beobachtete. Sieh ich hübsch aus?

Moritz miaute. Bestimmend, wie immer. Anerkennend.

Seit fünf Jahren war Moritz schon ihr Mitbewohner. Seit jenem Tag, als sie ihren Mann beerdigt hatte. Sie schleppte den kleinen Kater damals nach Hause, blinzelte in sein Gesicht und meinte: Na, dann trauern wir eben gemeinsam. Tja. Und stattdessen lebten sie eben gemeinsam.

Ein kluger Kater. Einer, der wirklich versteht. Geht’s ihr schlecht, kommt er sofort, schnurrend wie ein kleiner Motor. Geht’s ihr gut, freut er sich mit ihr und fegt durchs Wohnzimmer. Und morgens da weckt er sie immer: liebevoll mit der Pfote ins Gesicht, aber nie zu stürmisch.

Das Telefon klingelte.

Klaralein, ich bin gleich unterwegs!, tönte Ralfs gutgelaunte Stimme. Heute regeln wir alles endgültig.

In Ordnung, lachte sie. Ich warte.

Heute wollte er ihr die Schlüssel zu seiner Wohnung bringen. Sie hatten entschieden, zusammenzuziehen! In seine Zwei-Zimmer-Wohnung in Travemünde. Da ist es heller, geräumiger und die Ostseeluft sowieso viel besser.

Klara stellte sich schon alles vor: Frühstück auf dem Balkon, Blick über die Bucht, Ralf mit der Zeitung.

Moritz, sagte sie, wir ziehen um! Das wird dir gefallen. Dort gibts große Fenster. Und noch viel mehr Vögel.

Moritz streckte sich entspannt, sprang von der Fensterbank und schlich zu ihr, um die Beine. Ganz klar: Zustimmung.

Natürlich kommst du mit. Ohne dich geh ich doch nicht!, lachte Klara.

Da klingelte es auch schon.

Ralfs strahlendes Lächeln war so breit wie die Elbe. Und der Blumenstrauß, den er brachte, verdeckte fast den poshen Anzug ganz der erfolgreiche Unternehmer von nebenan.

Mein Fräulein Schönheit! Er begrüßte sie mit einem Kuss auf die Wange. Bereit für das neue Leben?

Immer doch! Komm rein, ich setz Tee auf.

In der Küche packte Ralf feierlich ein Schlüsselbund aus, platzierte es mit einem bedeutungsvollen Blick auf dem Tisch.

Da sind sie. Die Schlüssel zu unserem kleinen Nest.

Moritz erschien zum Empfang. Sichtung des Gastes, kritischer Übersichts-Check.

Schon wieder dieses Biest, verzog Ralf das Gesicht. Klara, ich muss mal was besprechen.

Was denn? Klara wurde hellhörig sein Ton klang plötzlich kühl.

Also es ist halt so: Die Wohnung ist neu, frisch renoviert. Katzen lassen überall Haare, riechen und ehrlich gesagt, ich bin allergisch.

Klara erstarrte, die Teetasse bereits in der Hand.

Heißt?

Heißt: Ich will nicht mit einer Katze wohnen. Ralf sagte das, als ginge es um eine alte Lampe vom Flohmarkt. Du musst entscheiden, was du mit dem Tier machst.

Die Worte fielen wie ein Schwall Ostseewasser im November.

Moritz saß zu ihren Füßen und sah sie treuherzig an. Erst Klara, dann Ralf. Verständnisvoll irgendwie.

Nach einer Weile fuhr Ralf davon die Schlüssel blieben auf dem Tisch. Klara blieb sitzen. Der Tee wurde kalt.

Moritz sprang auf ihren Schoß und begann zu schnurren. Ganz leise, tröstend.

Was soll ich bloß machen, Moritz? flüsterte sie und strich über sein seidiges Fell. Was nur?

In ihrem Kopf klingelte immer wieder: Du musst entscheiden.

Entscheiden? Moritz war fünf Jahre lang ihre Familie, ihr Trost, ihr Lebensmut. Nach Viktors Tod hatte dieser kleine Kater sie direkt vorm Durchdrehen bewahrt.

Sie erinnerte sich, wie winzig er war, als sie ihn aufpäppelte. Piepte wie ein kaputtes Radio, schlief auf ihrer Brust ein, schnurrte das erste Mal aus voller Kehle.

Und all die Jahre: Gemeinsames Frühstück, abendliches Fernsehschnurren. Bei Krankheiten wich er nie von ihrer Seite. Und wenn sie traurig war, brachte er sein verrücktes Stoffmaus-Spielzeug Hier, spiel mal, kommt wieder Laune auf!

Moritz schaute sie direkt an und in diesem Blick lag mehr Menschlichkeit als bei so manchem Zweibeiner.

Klara stand auf, schlenderte durch die Küche. Greift zum Handy. Sie wollte ihre gute Freundin Ute anrufen, ließ es aber bleiben. Was sollte sie sagen? Ute hätte bestimmt geraten: Ach Klara, für einen Mann muss man schon mal Opfer bringen

Aber muss man?

Sie trat ans Fenster. Draußen rieselte der erste Schnee leise auf selig schnarchende Mülltonnen. Dezember. Bald Silvester. Sie hatte sich so gewünscht, diesmal nicht allein ins neue Jahr zu starten.

Na gut, murmelte sie. Ich frag die Tierärztin. Vielleicht findet sich jemand. Ein gutes Zuhause gibts sicher.

Aber selbst beim Aussprechen dieser Worte wehrte sich etwas in ihr. Protestierte.

Am nächsten Tag besuchte sie die Nachbarin Frau Schulze berühmt für ihr Herz für Stadtkatzen.

Tante Gabi, kennst du jemanden, der einen lieben Kater aufnehmen würde? Klug ist er auch!

Moritz?, stutzte Frau Schulze. Warum das denn?

Ach, ich zieh um. In der neuen Wohnung sind Tiere nicht erlaubt.

Die alte Dame schenkte ihr einen forschenden Blick.

Klaralein, du tickst doch nicht richtig. Moritz gehört doch zu dir wie Butter zum Brot! Ich weiß noch, wie du ihn großgezogen hast!

Klara seufzte. Es sind die Umstände

Welche Umstände könnten wichtiger sein als ein treuer Freund? Die Nachbarin schüttelte energisch den Kopf. Nee. Das ist Verrat, Klara. Ehrlich!

Das Wort Verrat traf sie wie eine eiskalte Dusche. Eilig verabschiedete sie sich.

Moritz wartete, wie immer, direkt hinter der Tür. Schmiegte sich an sie, begann zu schnurren. Und plötzlich wusste Klara ganz klar: Tiere spüren, wenn was nicht stimmt.

Es tut mir leid, flüsterte sie und hob ihn auf den Arm.

Abends rief Ralf an.

Na, hast du das Katzenproblem gelöst?

Noch nicht. Ich suche noch nach jemandem.

Klara. Jetzt klang er streng. Wenig Sentimentalität, bitte. Willst du mit mir leben oder nicht? Ich brauch eine Partnerin, nicht jemanden, der an einer Katze hängt.

Gib mir noch ein bisschen Zeit.

Zeit gibts nicht ewig. Ich will dich zu Silvester bei mir haben.

Sie legte auf. Moritz lag dicht neben ihr. Sie sprach leise: Er hat ja recht. Du bist nur ein Tier. Und Ralf ist eben ein Mann

Aber selbst sie glaubte ihren Worten kaum.

Am dritten Tag klingelte Ute durch.

Klaralein, was ist los? So leise hab ich dich noch nie erlebt.

Klara erzählte ihr alles: Ultimatum, verzweifelte Versuche, eine neue Bleibe für Moritz, ihre inneren Zweifel.

Warte mal, unterbrach Ute sie. Er hat dir echt gesagt: Ich oder die Katze?

Naja, nicht wortwörtlich. Aber ja.

Weißt du, wie das dann weitergeht? Demnächst sagt er: Ich mag nicht, wenn du Jeans trägst. Oder: Triff dich nicht mehr mit XY. Klara, wenn einer direkt am Anfang Bedingungen stellt

Aber ich will doch nicht allein bleiben! Ganz allein!

Und Moritz? Zählt der gar nicht?

Klara schwieg.

Nach dem Gespräch saß sie stundenlang auf dem Sofa. Moritz, solidarisch wie immer, rückte eng zu ihr.

Wenn ich dich weggebe, Moritz, wirst du traurig?, fragte sie zögernd.

Moritz miaute seine ganz eigene Antwort.

Und ich? Wie glücklich kann jemand werden, der seinen besten Freund im Stich lässt?

Der Kater hob vertrauensvoll den Kopf. Wer braucht schon große Worte?

Am Abend wieder ein Anruf von Ralf.

Klara, morgen ist Samstag. Ich hole dich ab. Hoffentlich ist das Thema Katze final erledigt.

Sie sah zu Moritz, der friedlich zusammengerollt schlief.

Ralf, ich muss nochmal drüber nachdenken.

Was gibts denn da zu überlegen? Wegen einer Katze das ganze Leben vergeigen?

Vielleicht gewöhnst du dich ja? Moritz ist wirklich ein sehr netter, sauberer Kater.

Ich hab Allergie, hab ich doch schon gesagt! Eigentlich glaube ich, du bist noch nicht bereit für eine richtige Partnerschaft. Überlegs dir bis morgen das ist meine letzte Geduld!

Klara legte auf. Die Wohnung war still. Nur Moritz schnurrte leise.

Na wunderbar, seufzte sie. Letzte Chance. Klingt fast dramatisch.

Und plötzlich wurde ihr klar: Die eigentliche Angst war nicht die vor dem Alleinsein. Sondern davor, den eigenen, treuen Kumpanen für einen Menschen zu verraten, der ihr Bedingungen stellt.

Samstag kam grau und nasskalt. Sie war schon früh wach, hatte kaum geschlafen. Ein merkwürdiger Traum: Ein Korridor, an dessen Ende zwei Gestalten warten Ralf und Moritz. Sie müsse wählen, zu wem sie geht. Sie erwachte mit schwerem Herzen.

Moritz, wie selbstverständlich, lag an ihren Füßen. Kaum war sie wach, sprang er auf ihr Kissen, streckte sich, schnurrte.

Morgen, mein Großer, murmelte sie. Vergrub das Gesicht in seinem Fell.

Klara ging in die Küche, stellte den Wasserkocher an, füllte Moritz Napf, wechselte das Wasser. Alltagsroutine, doch ihre Hände zitterten.

Was soll ich nur tun? redete sie halblaut vor sich hin.

Moritz schaute sie lange an voller Geduld und Verständnis.

Vielleicht hat er recht. Vielleicht hänge ich tatsächlich zu sehr an der Vergangenheit

Doch schon beim Aussprechen wusste sie, dass das nicht ihre Worte waren.

Gegen elf Uhr klingelte Ute erneut.

Klaralein, wie ist die Lage?

Keine Ahnung, Ute. Herz und Kopf reden Kreuz und quer.

Aber was sagt denn dein Herz?

Klara schaute zu Moritz, der gemütlich auf der warmen Fensterbank saß.

Mein Herz sagt, ich kann ihn nicht weggeben.

Eben!, triumphierte Ute. Ein Mann, der dich vor so eine Wahl stellt was ist das schon für einer?

Nach dem Gespräch nahm sie Moritz auf den Schoß.

Weißt du, Ute hat recht. Ich bin gar nicht allein. Ich hab doch dich. Und das ist ehrlich gut.

Moritz schnurrte extra laut.

Und weißt du, vielleicht ist dieser Ralf gar nicht mein Mensch. Der Richtige liebt nämlich mich und dich.

Um Punkt zwei klingelte es sturm an der Tür. Klaras Herz klopfte bis zum Kinn.

Ralf, die strenge Tasche dabei, das Gesicht angespannt wie vor einer Steuererklärung.

Und? Bist du soweit? Koffer gepackt?

Komm erstmal rein, Ralf. Wir müssen reden.

Was gibts denn da noch? Er stiefelte in den Flur. Und? Ist die Katze weg?

Moritz kam aus der Küche. Blick auf Ralf. Setzte sich kerzengerade hin.

Ich hab entschieden, sagte Klara ganz ruhig.

Und?

Und ich kann ihn nicht zurücklassen.

Ralf erstarrte. Dann langsam: Was heißt das kannst nicht?

Es heißt: Er ist mein Freund. Seit fünf Jahren.

Und ich?! Ralf wurde plötzlich frostig. Und ich bin dir egal?

Klara sah ihn an. Plötzlich erkannte sie hinter dem glatten Auftreten einen ganz anderen Menschen: Einer, der genau weiß, wie alles zu laufen hat. Der wenig übrig hat für ihre Gefühle.

Du bedeutest mir was, sagte sie ruhig. Aber Moritz hat mich nie vor eine Wahl gestellt.

Waaas?! Vergleichst du mich mit einer Katze?!

Nicht vergleichen. Nur feststellen: Er liebt mich, auch ohne Bedingungen.

Ralf stapfte näher: Du bist dir im Klaren, dass du unsere gemeinsame Zukunft für so ein Tier zerstörst?!

Ich zerstöre nichts. Ich treffe einfach meine Wahl.

Moritz reichte es jetzt, er kam zu ihr, rieb den Kopf an ihr Bein. Klara hob ihn auf den Arm.

Also wirklich, blaffte Ralf, überleg dir das noch mal. Ich hab ein Unternehmen, Status, könnte dir was bieten! Und du wegen so einer Mieze!

Er ist keine ‘Mieze’, fiel Klara ihm ins Wort. Er ist Moritz. Mein Moritz.

Was ist denn an dem so besonders?! Ein Tier!

Und da war es ihr endgültig klar.

Du hast recht, Ralf. Besonders ist, dass er mich nie gezwungen hat, zwischen ihm und jemandem zu entscheiden.

Ralf rang sichtbar mit sich, brummte: Also bleibt’s dabei? Katze statt Mann?

Er wartete noch kurz. Dann drehte er auf dem Absatz um.

Du bist verrückt, Klara. Einen wie mich findest du nicht nochmal!

Mag sein, erwiderte sie ruhig. Aber einen wie ihn, sie drückte Moritz, auch nicht.

Mit Schwung flog die Tür ins Schloss.

Klara saß da. Die Stille war plötzlich gar nicht mehr so schwer. Sie ging in die Küche und ließ sich mit Moritz auf dem Schoß auf ihren Stuhl plumpsen.

Schau an, mein Lieber, sagte sie. Wir zwei wieder allein.

Moritz streckte seinen Kopf, schmiegte sich an ihre Hand.

Und sie merkte: Da war es das Gefühl der Erleichterung. Endlich, als hätte sie einen viel zu schweren Mantel abgelegt.

Weißt du, Moritz? Ich glaube, wir haben das Richtige getan.

Das Herz wurde leicht. Zum ersten Mal seit langen, mühsamen Tagen.

März. Draußen tropft es vom Dach, die ersten Schneeglöckchen blühen, Spatzen brüllen um die Wette. Klara kümmert sich liebevoll um ihre ganze Fensterbank voller Veilchen.

Moritz, schau! Ist das nicht schön? Sie präsentiert stolz die neu aufgeblühte Blüte.

Moritz macht einen Kontrollgang, schnuppert und miaut anerkennend.

Drei Monate schon. Anfangs wars schwer aber nicht wegen Einsamkeit, sondern wegen all der Gedanken. Was, wenn das doch mein letzter Versuch war? Mein letzter Ralf?

Doch dann wurde alles von Tag zu Tag besser. Die Wohnung lebte wieder.

Klara fing erneut an zu unterrichten: Zwei Schülerinnen kleine Annika und der Teenager Tim. Das Klavier hämmerte, das Leben kehrte zurück in die Räume.

Frau Huber, was ist das für ein süßer Kater? fragte Annika beim ersten Besuch.

Das ist Moritz. Mein Freund.

Darf ich ihn streicheln?

Natürlich.

Moritz erlaubte es großzügig. Und zeigte auch gleich mit heftigem Schnurren, dass die neue Bekanntschaft ihn beeindruckte.

Vor kurzem traf Klara im Hausflur Herrn Beck, den Nachbarn aus dem fünften Stock, pensionierter Lehrer, Witwer seit einem Jahr. Sie kamen ins Plaudern.

Sie haben so eine schöne Katze, bemerkte Herr Beck, sah zu Moritz im Fenster.

Danke. Mögen Sie Tiere?

Oh ja. Früher hatte ich einen Schäferhund, Lotte. Ist vor zwei Jahren gestorben. Seither spielt man eben allein Kreuzworträtsel

Sie redeten eine Stunde. Dann wieder. Herr Beck war gebildet, aufmerksam und vor allem freundlich.

Verträgt Ihr Moritz Besuch?, fragte er einmal.

Moritz? Er hat einen siebten Sinn für nette Menschen. Schlechte mag er nicht.

Herr Beck lachte: Na, hoffentlich bestehe ich.

Er bestand. Auf Anhieb.

Jetzt saß Klara am Fenster, der Kater sonnte sich auf ihrem Schoß, und sie lächelte. Das Leben war anders. Aber gut.

Sie kochte Tee, ließ sich in ihren Sessel sinken. Moritz machte es sich auf ihren Knien bequem.

Danke, mein Lieber, flüsterte sie, dass du mir beigebracht hast echte Liebe verlangt nie Verrat.

Moritz schnurrte zufrieden im Takt.

Und Klara wusste nun: Wer mit jemandem lebt, der einen einfach so liebt, ist nie wirklich allein.

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Homy
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Kristina, ein Lippenstift namens „Kirschmarmelade“ und die Entscheidung ihres Lebens: Als Oleg, erfo…
Er schlug sie auf ihrer eigenen Hochzeit vor allen Gästen… Doch ihre Antwort war so kraftvoll, dass der Bräutigam auf die Knie fiel – und die Gäste unter Tränen applaudierten