Am Wochenende habe ich meine alten Schulfreunde in mein neues Zuhause eingeladen – voller Vorfreude,…

Am Wochenende lade ich meine alten Schulfreunde in mein neues Haus nach München ein. Ich bin aufgeregt.
Zehn Jahre lang habe ich hart dafür gearbeitet keine Pausen, keinen Urlaub, immer mit demselben alten VW… aber jetzt ist es endlich wahr geworden.
Ich mache den Grill an, besorge das Bier, das sie mögen. Als sie ankommen, hoffe ich, dass sie meine Freude teilen. Doch die Stimmung fühlt sich komisch an. Schwer.
Während ich ihnen das Haus zeige, kommt kein einziges Herzlichen Glückwunsch. Stattdessen höre ich Sätze wie:
Uff, das ist aber weit draußen. Nervt dich der tägliche Stau nicht?
Der Garten ist arg klein. In meinem Haus wäre genug Platz für einen Pool. (Anmerkung: sein Haus ist gemietet)
Hoffentlich wirst du nicht gekündigt, die Hypothek sieht schon heftig aus.
Sie essen, trinken und machen sich früh wieder auf den Weg. Als ich die Tür schließe, bleibt eine schlimme Leere zurück. Ich habe plötzlich ein schlechtes Gewissen, weil ich es geschafft habe.
Am nächsten Tag erzähle ich meinem Vater davon. Er lacht und sagt einen Satz, der meinen Blick auf Menschen verändert:
Sohn, hast du schon mal Krebse in einem Eimer gesehen? Wenn einer rauswill, ziehen ihn die anderen wieder runter.
Da wird mir alles klar.
Meine Freunde sind keine schlechten Menschen. Mein Erfolg erinnert sie aber an ihren eigenen Stillstand. Mein neues Haus ist für sie kein Zeichen, dass ich etwas erreicht habe es hält ihnen bloß einen Spiegel vor, was sie nicht erreicht haben.
Eine Woche später lade ich Sebastian ein. Sebastian kenne ich erst seit zwei Jahren, wir arbeiten geschäftlich zusammen. Er hat dreimal so viel Geld wie ich. Als er hereinspaziert, leuchten seine Augen, er umarmt mich so fest, dass mir fast die Luft wegbleibt.
Respekt, Mann! Das hast du super gemacht! Erzähl unbedingt, wie du das Geschäft abgeschlossen hast ich will das wissen!
Sebastian empfindet keinen Neid.
Er fühlt sich inspiriert.
Die bittere Wahrheit ist:
Achte darauf, wer nicht klatscht, wenn du etwas erreichst. Es gibt Menschen, die dich lieben, solange du dich nicht veränderst solange du auf ihrer Stufe bleibst, weil es ihnen dann leichter fällt. Wenn du nach vorne gehst, verlierst du Freunde. Das ist der Preis des Erfolgs.
Hab kein schlechtes Gewissen.
Du hast keine Freunde verloren du hast Ballast abgeworfen.
Bleib bei denen, die sich wirklich mit deinem Erfolg freuen, weil sie selbst genügend strahlen und dein Glanz sie nicht stört.

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Homy
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Am Wochenende habe ich meine alten Schulfreunde in mein neues Zuhause eingeladen – voller Vorfreude,…
– Wenn du glaubst, ich hätte je von einer Familie geträumt, liegst du völlig falsch. Ich brauche keine Ehefrau. Schon gar nicht eine wie dich.