Meine Schwiegertochter ist wegen der Wohnung auf mich sauer und versucht jetzt, meinen Sohn gegen mich aufzuhetzen

Liebes Tagebuch,

ich muss mir heute einfach alles von der Seele schreiben, weil ich nicht mehr weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll. Seitdem meine Schwiegertochter und mein Sohn wegen der Wohnung so verärgert sind, scheint alles zwischen uns Kopf zu stehen. Sie stachelt meinen Sohn gegen mich auf, was mich sehr verletzt.

Mein einziger Sohn, Henrik, hat sich in eine recht eigensinnige junge Frau verguckt. Zu Beginn war ich so froh, als er mir erzählte, dass er mit Emma zusammen ist. Ich wollte nur sein Glück, und anfangs erschien sie mir höflich und freundlich. Ich habe immer bemüht, keine typische Schwiegermutter zu sein, die sich einmischt oder kritisiert. Doch nach der Hochzeit hat sich Emmas Verhalten sehr verändert sie wurde laut, fordernd, und fing an, Dinge gegen mich auszulegen.

Vor ein paar Jahren ist mein Mann verstorben, seither ist Henrik mein Ein und Alles. Wir haben immer sehr sparsam gelebt, konnten erst mit vierzig unsere eigene Eigentumswohnung in Stuttgart kaufen. Davor wohnten wir zur Miete, ein zweites Apartment für den Sohn war finanziell nie drin. Aber Henrik war fleißig, arbeitete schon im Studium, hat sein Examen und einen guten Job gefunden. Ich war immer stolz auf ihn.

Nach der Hochzeit sind Henrik und Emma natürlich erstmal in die Flitterwochen nach Italien gereist. Kaum zurück, kündigte sie direkt ihren Job mit der Begründung, ihr Chef sei unausstehlich, und suchte nach etwas Besserem. Doch dieses Suchen dauert nun schon zwei Jahre, ohne wirklichen Versuch, wieder einzusteigen. Henrik schuftet allein, ihr gemeinsames Leben bestreiten sie aus seinem Gehalt, während Emma alles Geld für Kosmetikstudios und Kleidung in den Passagen rund um den Schlossplatz ausgibt.

Sie wohnen in Emmas Einzimmerwohnung in Feuerbach, ziemlich am Rand der Stadt. Immer wieder frage ich mich, wie man so lange ohne Arbeit auskommen kann. Immer behauptet Emma, sie gehe zu Bewerbungsgesprächen aber glauben kann ich es kaum noch.

Als ich letztens fragte, ob sie sich Kinder wünschen, rollte Emma nur mit den Augen: Wie denn, bei dem wenigen Platz? Ich meinte, für den Anfang könnten sie ja mal etwas Geld für eine Eigentumswohnung zurücklegen. Dafür reicht es nicht, wir kommen kaum über die Runden, motzte sie und sah Henrik auffordernd an.

Ich habe mich zurückgehalten, nichts gesagt dabei denke ich oft, dass sie nicht in so finanziellen Schwierigkeiten steckten, wenn Emma nicht so viel daheim sitzen und ausgeben würde. Wären sie bereit zu sparen, würde ich sie sogar mit etwas Geld unterstützen, ich habe ein kleines Polster zurückgelegt. Doch dazu sehe ich keinen Anlass, solange Emma alles für ihren Lifestyle verpulvert.

In letzter Zeit spricht Emma plötzlich häufig von Kindern. Sie meint, die biologische Uhr ticke und dass wir doch an Enkel denken sollten. Aber wie kann ein Kind kommen, wenn schon das Geld und der Platz fehlen? Henrik beginnt inzwischen, ihr Recht zu geben.

Neulich schlugen sie plötzlich vor: Mama, warum tauschst du deine Wohnung nicht einfach mit unserer? Wir müssen doch nichts schriftlich machen einfach tauschen, dann brauchen wir keine teure Finanzierung mehr und Platz hast du in unserer kleinen Bude doch genug!

Das tat weh. Ich weiß, das kommt nicht von Henrik. Niemals wäre er selbst auf diesen Gedanken gekommen. Ich erklärte ruhig, dass ich weiter in meiner vertrauten Umgebung leben will alte Bäume verpflanzt man nicht.

Emma grinste nur und sagte: Ach, Sie müssen doch eh nicht mehr lange zur Arbeit. Und die Enkelkinder wollen sie doch auch!

Natürlich habe ich abgelehnt ich möchte mein Zuhause nicht verlassen, mein Leben hängt an dieser Wohnung, an der Nachbarschaft, dem Viertel.

Aber Henrik sprach das Thema seither immer wieder an. Seine Worte kamen mir nie vor wie seine eigenen; ich habe ihn nie so erlebt, dass er versucht hätte, auf meine Kosten besser dazustehen. Jetzt redet seine Frau ihm das ein nur um selbst bequemer zu leben.

Beim letzten Besuch sagte Emma laut und vorwurfsvoll zu ihm: Komm, lass uns gehen. Deine Mutter ist doch egal, ob wir ein Kind bekommen. Für uns will sie gar nichts tun!

Seitdem antwortet Henrik nicht mehr auf meine Anrufe und Nachrichten. Er geht mir aus dem Weg, und ich weiß nicht, wie ich meine kleine Familie noch retten kann. Ohne Emma denkt er immer klar aber mit ihr scheint er jeden Sinn zu verlieren. Ich mache mir Sorgen, ob wir uns jemals wiederfinden.

Rate article
Homy
Add a comment

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!:

Meine Schwiegertochter ist wegen der Wohnung auf mich sauer und versucht jetzt, meinen Sohn gegen mich aufzuhetzen
Meine beste Freundin hat mir zu meiner Hochzeit keinen Cent geschenkt – und nun lädt sie mich zu ihrer eigenen ein