Eine Freundin hat ohne meine Erlaubnis Gäste zu unserer Berghütte zu ihrem Geburtstag eingeladen – Wie ich und mein Mann unser Wochenendhaus mit viel Mühe renovierten, die Gartenerträge liebend gern an Kollegen verteilten, und was passiert, wenn jemand plötzlich ungefragt eine Feier in deinem Ferienhaus plant

Vor sechs Jahren haben mein Mann und ich uns eine gemütliche Gartenlaube in der Nähe von München gekauft. Wir haben sämtliche Renovierungsarbeiten selbst erledigt, das Grundstück liebevoll gestaltet und versuchen, jedes Wochenende oder zumindest alle zwei Wochen dort Zeit zu verbringen.

Einen klassischen Gemüsegarten wollten wir nicht, aber wir haben ein kleines Beet angelegt mit Gurken, Tomaten, frischen Kräutern, Zwiebeln, Zucchini und Paprika immer ein bisschen, aber von allem das Nötigste.

Beim Kauf gehörten bereits Himbeersträucher, verschiedene Johannisbeerbüsche und reichlich Erdbeerpflanzen dazu. Oft habe ich die geernteten Früchte mit ins Büro gebracht und meine Kolleginnen und Kollegen damit verwöhnt. Das kam natürlich immer gut an.

In diesem Jahr wurde Katharina, die vorher in einer anderen Abteilung gearbeitet hat, zu uns versetzt. Sie schien freundlich und höflich zu sein. Gerade an diesem Tag hatte ich frische Erdbeeren dabei, und ich habe ihr davon natürlich etwas angeboten.

Katharina hat die Erdbeeren genossen und ins Schwärmen geraten. Sie hat gleich nachgefragt, woher die Erdbeeren stammen und wie unsere Laube denn so wäre. Ich habe ihr alles voller Freude erzählt.

Wenige Tage später stand Katharina bei mir im Büro und hat tatsächlich nach dem Schlüssel zur Laube gefragt. Ihre Tochter wolle gern samt Kindern dort für ein paar Wochen die frische Landluft genießen. Sie meinte, wir seien ja sowieso nur eine Woche nicht da, und ihre Tochter sei aktuell in Elternzeit da sei es doch schön, dem Stadtrummel zu entkommen.

Ich habe das Angebot dankend, aber bestimmt abgelehnt. Katharina war sichtlich beleidigt, hat aber nicht weiter nachgehakt.

Etwa zwei Wochen später sprach mich Leonie aus unserem Team an und wollte wissen, wie sie zur Gartenlaube kommt. Ich war überrascht und wollte wissen, warum sie das überhaupt interessieren würde.

Leonie erklärte mir, Katharina hätte sie und andere Kollegen zu ihrer Geburtstagsfeier in UNSERER Laube eingeladen. Allerdings solle jeder selbstständig hinkommen.

Ich war sprachlos.

Daraufhin bin ich direkt zu Katharina gegangen und habe sie zur Rede gestellt.

Was soll das?, habe ich sie gefragt.

Sie reagierte mit einem unschuldigen Lächeln: Ach, das ist doch nicht schlimm, wenn wir meinen Geburtstag einen Tag in eurer Laube feiern. Da wohnt ja keiner, das Haus steht ja sonst leer. Stört dich das etwa? Du bist doch nicht kleinlich, oder?

Doch, das stört mich. Ich denke an all die Arbeit, die wir investiert haben, an unseren liebevoll gepflegten Rasen, die Beete, die Sträucher und unser Haus.

Und ganz abgesehen davon sie hat mich weder eingeladen noch um Erlaubnis gefragt.

Ich habe erneut abgelehnt, was sie wieder beleidigt aufgenommen hat.

Damit muss sie leben. Seit Jahren bringe ich meinen Kolleginnen und Kollegen Obst mit, aber noch niemand war je so dreist wie sie.

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Homy
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Eine Freundin hat ohne meine Erlaubnis Gäste zu unserer Berghütte zu ihrem Geburtstag eingeladen – Wie ich und mein Mann unser Wochenendhaus mit viel Mühe renovierten, die Gartenerträge liebend gern an Kollegen verteilten, und was passiert, wenn jemand plötzlich ungefragt eine Feier in deinem Ferienhaus plant
– Aber wir sind doch eine Familie – sagten meine Brüder und Schwestern am Tag, als wir uns auf dem Friedhof von Mama verabschiedeten.