Unsere Verwandten kamen zu Besuch, brachten Geschenke mit – und forderten schon bald, dass wir alles auf den Tisch stellen Eines Tages kündigten sich unsere Verwandten zum Besuch an. Wir erklärten ihnen offen, dass wir mit wenig auskommen und kaum über die Runden kommen – ich bin Rentnerin, mein Sohn verdient auch nicht viel, große Einladungen liegen finanziell nicht drin. Trotzdem kamen sie vorbei, immerhin nicht mit leeren Händen: Sie brachten jede Menge Essen und Geschenke mit. Mein Sohn und ich bedankten uns und legten die Geschenke gleich beiseite. Wie angekündigt, reichte unser Mittagessen aus Brot und Butter, Keksen und Tee, abends gab es eine leichte Suppe, Brot, Schmelzkäse, Wurstbrote und Tee. Die Mienen unserer Verwandten wurden immer säuerlicher, doch sie sagten nichts. Schließlich fragte eine Verwandte, weshalb wir sie nicht mit dem verwöhnten, was sie selbst mitgebracht hatten. Ich verstand nicht: Waren das etwa Mitbringsel für sie selbst? Am Ende gab es viel Streit, am nächsten Tag reisten sie beleidigt ab. Ehrlich gesagt: Ihr Bleiben interessiert mich nicht. Wenigstens sind ein paar der mitgebrachten Sachen geblieben – Kuchen, Leberpastete, Baiser, Obst. Heute Abend gönnen mein Sohn und ich uns ein schönes Stück Kuchen und eine Tasse Tee!

Heute haben uns unsere Verwandten besucht und Geschenke mitgebracht. Kurz darauf forderten sie schon, dass wir alles sofort auf den Tisch stellen.

Vor einigen Tagen hatten sich unsere Verwandten telefonisch angekündigt. Da habe ich ihnen schon offen gesagt, dass wir momentan finanziell nicht gut dastehen mein Sohn verdient nicht viel und ich beziehe Rente. Unser Leben ist schlicht und wir können uns keine ausgiebigen Besuche leisten.

Dennoch kamen sie und brachten viele Lebensmitteln und kleine Aufmerksamkeiten mit sie kamen also nicht mit leeren Händen. Mein Sohn, Thomas, hat sich bedankt, und wir haben die Sachen zunächst im Vorratsschrank verstaut. Wie schon gesagt, ich hatte sie vorgewarnt, dass wir recht einfach leben. Zum Mittag gab es frisches Brot mit Butter, dazu Kekse und Tee. Während sie aßen, hatten sie ein missmutiges Gesicht, aber sie sagten nichts weiter. Mir war das egal, da ich ihnen schon im Vorfeld alles erklärt hatte. Wir leben, wie wir eben leben und sie bekommen bei uns, was wir haben.

Am Abend gab es dann eine klare Suppe, wieder Brot, Schmelzkäse, einige belegte Brote mit Aufschnitt und dazu Tee. Offenbar hatten sie sich auf ein Festessen eingestellt, denn sie schauten noch unzufriedener als am Mittag.

Schließlich sprach eine der Tanten Hildegard war es direkt an, warum wir sie nicht mit den Sachen bewirtet hätten, die sie mitgebracht hatten. Ich habe sie ehrlich gefragt, was sie denn jetzt erwarten: Hatten sie uns die Lebensmittel geschenkt oder sich selbst? Wenn sie ihr Mitgebrachtes essen wollten, hätten sie es ja gleich in den Kühlschrank legen können.

Es kam zum Streit, sie schimpften und packten am nächsten Morgen ihre Koffer und reisten ab. Um ehrlich zu sein, es ist mir relativ gleichgültig, wo sie jetzt sind. So Leute brauche ich nicht nochmal in meiner Wohnung. Wenigstens haben sie einiges dagelassen: Kuchen, Leberwurst, Baiser, Obst zumindest etwas Nützliches ist uns geblieben. Heute Abend, beim Tee, werde ich mit Thomas ein leckeres Stück Kuchen essen und das Leben ganz ruhig genießen.

Was ich daraus gelernt habe: Ehrlichkeit und Bescheidenheit zählen mehr als das Urteil anderer. Wer unsere aufrichtige Gastfreundschaft nicht zu schätzen weiß, der muss nicht wiederkommen.

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Homy
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Unsere Verwandten kamen zu Besuch, brachten Geschenke mit – und forderten schon bald, dass wir alles auf den Tisch stellen Eines Tages kündigten sich unsere Verwandten zum Besuch an. Wir erklärten ihnen offen, dass wir mit wenig auskommen und kaum über die Runden kommen – ich bin Rentnerin, mein Sohn verdient auch nicht viel, große Einladungen liegen finanziell nicht drin. Trotzdem kamen sie vorbei, immerhin nicht mit leeren Händen: Sie brachten jede Menge Essen und Geschenke mit. Mein Sohn und ich bedankten uns und legten die Geschenke gleich beiseite. Wie angekündigt, reichte unser Mittagessen aus Brot und Butter, Keksen und Tee, abends gab es eine leichte Suppe, Brot, Schmelzkäse, Wurstbrote und Tee. Die Mienen unserer Verwandten wurden immer säuerlicher, doch sie sagten nichts. Schließlich fragte eine Verwandte, weshalb wir sie nicht mit dem verwöhnten, was sie selbst mitgebracht hatten. Ich verstand nicht: Waren das etwa Mitbringsel für sie selbst? Am Ende gab es viel Streit, am nächsten Tag reisten sie beleidigt ab. Ehrlich gesagt: Ihr Bleiben interessiert mich nicht. Wenigstens sind ein paar der mitgebrachten Sachen geblieben – Kuchen, Leberpastete, Baiser, Obst. Heute Abend gönnen mein Sohn und ich uns ein schönes Stück Kuchen und eine Tasse Tee!
Die Eltern meines Mannes kommen für drei Tage zu Besuch – nur unser Sohn wohnt schon lange nicht mehr hier.