Mama, bitte quäl Papa abends nicht ständig! Mama, ich muss mit dir von Frau zu Frau sprechen. Die sechsjährige Tochter blickte ihre Mutter ernst an. Die Mutter nickte zustimmend und fragte: “Gut, worüber wollen wir sprechen?” “Worüber?” – wunderte sich die Tochter. “Über Männer.” “Über wen also?” Die Mutter wollte ihre Tochter sprachlich korrigieren. “Männer sind doch Lebewesen”, stellte die Mutter klar. “Warum ist das so?” – fragte die Tochter ratlos. “Wenn du von Menschen sprichst, dann sag ‚über wen‘.” “Igitt…” – antwortete die Tochter missmutig. “Ich habe noch gar nichts gesagt und du bringst mich schon ganz durcheinander…” “Entschuldigung. Erzähl mir, was los ist.” “Ich mache mir Sorgen um Papa.” “Was ist denn mit ihm?” “Ich glaube, du nörgelst nachts zu sehr an ihm herum.” Der Mutter schoss der Angstschweiß auf die Stirn. “Liebling, schläfst du nachts nicht?” “Natürlich schlafe ich”, antwortete das Mädchen ehrlich. “Aber ich höre immer, wie du Papa trennst: ‘Jetzt ist Schluss, es ist spät, Zeit ins Bett, mach den Laptop aus!’ Mama, er arbeitet doch an seinem Laptop. Er verdient Geld für dich und für mich. Für mich, damit ich Spielzeug bekomme, und für dich, damit du andere Dinge kaufen kannst. Warum störst du ihn?” “Da hast du tatsächlich recht. Ich verspreche, mich zu bessern. Sind das alle deine Fragen? Ist unser Gespräch jetzt zu Ende?” “Klar”, nickte die Tochter. “Ich gehe das Essen aufwärmen. Papa kommt gleich nach Hause.” Die Tochter lief ans Fenster, um nach Papa Ausschau zu halten. Er winkt ihr immer zu.

Mama, hör bitte auf, Papa jeden Abend zu ärgern!

Liebes Tagebuch,

heute musste ich dringend mit Mama sprechen wirklich von Frau zu Frau. Ich habe sie ernst angeschaut, weil ich wichtige Dinge loswerden wollte. Sie hat nur genickt und gefragt: Na gut, worüber möchtest du sprechen?

Worüber schon?, hab ich gesagt. Über Männer!

Mama hat mit den Augen gerollt, so wie sie es manchmal macht: Eigentlich müsste es heißen: Über wen. Männer sind schließlich Menschen, die fühlen und denken. Sie wollte mich also korrigieren.

Ich habe das nicht verstanden. Warum ist das denn so?, habe ich gefragt.
Wenn du von Menschen redest, sagt man über wen, nicht über was!

Mir wurde plötzlich ganz komisch, fast wie ein Schauder: Brrrr Ich wurde ein bisschen ärgerlich, weil ich noch gar nicht dazu gekommen war, eigentlich anzufangen…

Entschuldige, hat Mama gesagt. Erzähl, was ist denn los?

Ich seufzte: Ich mache mir Sorgen um Papa.

Warum denn? Was ist passiert?, fragte sie sanft.

Ich fasste mir ein Herz und sagte: Ich glaube, du bist manchmal nachts zu streng zu ihm

Mammas Gesicht wurde auf einmal blass.

Schatz Du schläfst doch nachts, oder?, fragte sie vorsichtig.

Natürlich schlafe ich, sagte ich, und das stimmte ja auch.

Aber weißt du, ich höre oft, wie du Papa abends immer wieder ermahnst: Jetzt reichts, es ist spät, geh endlich ins Bett, mach den Laptop aus! Mama, er arbeitet doch auf seinem Laptop. Er verdient Geld damit. Für dich und für mich. Für mich, damit ich neue Spielsachen haben kann, und für dich, für all die anderen Sachen. Warum störst du ihn denn?

Mama musste schmunzeln und hat mir mit einem Augenzwinkern zugestimmt: Da hast du nicht ganz unrecht. Ich verspreche, ich werde mich bessern. War das alles, was du wissen wolltest? Oder möchtest du noch etwas besprechen?

Ich nickte energisch: Nein, das war wirklich alles.

Jetzt hat Mama gesagt, sie wird das Essen warmmachen. Papa kommt gleich von der Arbeit nach Hause. Ich bin schnell zum Fenster gelaufen, um nach ihm auszuschauen. Er winkt mir nämlich immer, wenn er unsere Straße entlangkommt.

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Homy
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Mama, bitte quäl Papa abends nicht ständig! Mama, ich muss mit dir von Frau zu Frau sprechen. Die sechsjährige Tochter blickte ihre Mutter ernst an. Die Mutter nickte zustimmend und fragte: “Gut, worüber wollen wir sprechen?” “Worüber?” – wunderte sich die Tochter. “Über Männer.” “Über wen also?” Die Mutter wollte ihre Tochter sprachlich korrigieren. “Männer sind doch Lebewesen”, stellte die Mutter klar. “Warum ist das so?” – fragte die Tochter ratlos. “Wenn du von Menschen sprichst, dann sag ‚über wen‘.” “Igitt…” – antwortete die Tochter missmutig. “Ich habe noch gar nichts gesagt und du bringst mich schon ganz durcheinander…” “Entschuldigung. Erzähl mir, was los ist.” “Ich mache mir Sorgen um Papa.” “Was ist denn mit ihm?” “Ich glaube, du nörgelst nachts zu sehr an ihm herum.” Der Mutter schoss der Angstschweiß auf die Stirn. “Liebling, schläfst du nachts nicht?” “Natürlich schlafe ich”, antwortete das Mädchen ehrlich. “Aber ich höre immer, wie du Papa trennst: ‘Jetzt ist Schluss, es ist spät, Zeit ins Bett, mach den Laptop aus!’ Mama, er arbeitet doch an seinem Laptop. Er verdient Geld für dich und für mich. Für mich, damit ich Spielzeug bekomme, und für dich, damit du andere Dinge kaufen kannst. Warum störst du ihn?” “Da hast du tatsächlich recht. Ich verspreche, mich zu bessern. Sind das alle deine Fragen? Ist unser Gespräch jetzt zu Ende?” “Klar”, nickte die Tochter. “Ich gehe das Essen aufwärmen. Papa kommt gleich nach Hause.” Die Tochter lief ans Fenster, um nach Papa Ausschau zu halten. Er winkt ihr immer zu.
Während meines Urlaubs im Kurort meldete ich mich zu einem Tanzabend an. Als er mir die Hand gab, erstarrte ich – das war mein erster Freund aus der Schule!