Missbilligt – Kinder von verschiedenen Vätern haben: Die Geschichte von Dorothea, einer alleinerziehenden Mutter mit drei Töchtern und drei Vätern, und die Vorurteile im deutschen Alltag

Vor vielen Jahren lebte in unserer Nachbarschaft eine Familie, an die ich mich heute noch gut erinnere. Da war ein älteres Ehepaar, die Schmidts, mit ihrer Tochter Gerlinde, die zusammen mit ihren drei Töchtern bei ihnen wohnte. Es wurde viel über Gerlinde geredet manche nannten sie willenlos, was wohl damit zu tun hatte, dass sie drei Kinder von drei verschiedenen Vätern hatte.

Man sagt, Gerlinde habe mit gerade mal achtzehn Jahren zum ersten Mal geheiratet. Damals war Fritz, ihr junger Mann, bis über beide Ohren in sie verliebt, und die Eltern hatten nichts dagegen einzuwenden das Glück der Tochter wog schwerer als irgendwelche Bedenken. Die beiden verbrachten etwa fünf Jahre miteinander, aber Kinder blieben ihnen verwehrt. Natürlich wurde hinter vorgehaltener Hand über Gerlinde getuschelt angeblich sei sie zu wild in ihrer Jugend gewesen, sodass es nun eben nicht mehr klappte mit dem Kinderkriegen.

Gerlindes Schwiegermutter, eine streng ländlich geprägte Frau, war wenig begeistert von der Schwiegertochter und redete ihrem Sohn immer wieder ein, dass eine Frau doch vor allem eines tun solle: Kinder zur Welt bringen. Also hörte Fritz auf seine Mutter und ließ Gerlinde sitzen. Scheidung folgte, doch Gerlinde behielt den Nachnamen ihres Mannes bei das Leben war ohnehin kompliziert genug und sie hatte keine Kraft, noch mehr Behördengänge zu erledigen.

Später lernte Gerlinde einen anderen Mann kennen und wurde überraschend schnell schwanger. Es stellte sich heraus, dass nicht sie das Problem mit der Kinderlosigkeit war, sondern ihr erster Mann. Ihr Glück aber währte nicht lang der neue Mann verschwand, kaum war das Kind zur Welt gekommen. Da sie allein dastand, ließ sie die kleine Tochter auf den Namen des ersten Mannes eintragen.

Gerlindes Mutter nahm das Enkelkind liebevoll auf Großmutter zu sein, das erfüllte sie mit Stolz. Nach einer Weile gestand Gerlinde ihren Eltern, wieder schwanger zu sein; diesmal hatte sie wenigstens einen neuen Mann geheiratet. Doch dieser war nicht gerade begeistert, so schnell Vater zu werden. Das Mädchen kam krank zur Welt, und auch dieser Vater suchte das Weite, ohne jemals offiziell die Scheidung zu beantragen.

Einige Zeit später begegnete Gerlinde erneut einem Mann und wurde, trotz aller Sorgen der Eltern, zum dritten Mal schwanger. Geld war schon knapp genug, aber Gerlinde ließ sich davon nicht beirren das Kind kam, doch auch diesmal blieb der Vater nicht. Ihrer dritten Tochter gab sie einfach den Nachnamen eines anderen Vaters, um wenigstens Formalitäten zu regeln.

Immerhin, sie hatte sich eines Tages mit Hilfe ihrer Eltern eine eigene Wohnung in Nürnberg gekauft etwas, das ihr ein Stück Sicherheit gab. Es vergingen Monate, und als die Spannungen mit den Eltern wuchsen, wurde Gerlinde klar, dass sie allein den Unterhalt für ihre drei Mädchen bestreiten musste. So versuchte sie, Unterhalt einzuklagen. Doch kein Vater wollte Verantwortung übernehmen, einige waren sogar spurlos verschwunden, andere schüchterten sie ein.

So ist es mit Gerlinde Kinder hat sie, doch welches Glück brachte es ihr am Ende? Manchmal denke ich zurück an diese Zeit es scheint, als stecke sie noch immer in einer schwierigen Lage.

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Homy
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Wie meine Schwester meine Millionärs‑Braut stahl – und was das Schicksal nach 6 Jahren brachteAls ich schließlich die vergessenen Briefe aus der alten Dachkammer entdeckte, erkannte ich, dass das wahre Erbe nicht das Geld, sondern das lange verdrängte Familiengeheimnis war.