Auf der Couch im Café entspannt, wartete sie auf ihre Bestellung und genoss ihren Lieblingskaffee und ein Éclair vor dem Arbeitstag.

Laima hatte es sich auf dem Sofa im Café gemütlich gemacht und wartete auf ihre Bestellung. Sie genoss ihren Lieblingscappuccino und ein Eclair vor dem Arbeitsbeginn.
Durch das Fenster fiel Schnee. Laima nippte genüsslich an der heißen Kaffeespezialität. Am Tisch gegenüber saßen zwei Mädchen, offenbar Freundinnen.
Hör mal, neulich bin ich der Ex-Freundin meines Ex begegnet. Ehrlich, weder hübsches Gesicht noch sonst was. Was hat er an ihr gefunden?
Vielleicht macht sie perfekte Cepelinai? Oder kann Wunder im Bett vollbringen? kicherte die Freundin.
Ach, hör auf! Sieh dir ihre Fotos auf Facebook an. Schön ist die wirklich nicht.
Die Mädchen lachten, doch Laima erstarrte. Sie erinnerte sich an ihre Kindheit, als ihre Mutter mit dem Vater sprach: Unsere kleine Laima ist keine Schönheit, aber sie kann sich mit Fleiß schmücken.
Erwachsen geworden, pflegte Laima sorgfältig ihr Äußeres. Doch egal, wie sehr sie sich bemühte, sie fühlte sich nie schön genug. Ihre Mutter sagte oft: Halte durch, Tochter. Wenn nicht mit Schönheit, dann bestechen wir mit Verstand. Studiere, streng dich an, damit du nicht allein bleibst.
In der Schule schämte sie sich für ihr jungenhaftes Aussehen. Später lernte sie, sich elegant zu kleiden und zu schminken, fand sogar einen Freund. Doch er machte Witze über ihren flachen Hintern oder ihre großen Füße. Laima akzeptierte, dass sie wohl niemand lieben würde, selbst wenn sie klug war.
Nach Kaffee und Kuchen eilte sie zur Arbeit. Mittags sollte sie bei Freundin Ieva vorbeischauen, deren Katze füttern und die Blumen gießen. Ieva war für zwei Wochen in Tunesien, ihr Mann selten zu Hause. Falls sie sich begegnen, wird er Laima nicht einmal beachten, hatte Ieva gedacht.
Bei Ieva angekommen, gab Laima dem schlafenden Kater Mici Futter, dann kümmerte sie sich um die Blumen. Musik erklang. Als sie die Melodie erkannte, sang sie leise mit: Šviečia svetima žvaigždė Plötzlich fühlte sie sich leicht, fast schwebend. Unbemerkt begann sie zu tanzen, versunken in den Blumen.
Da hörte sie Stimmen.
Sie fuhr herum: Vytautas, Ievas Mann, und ein Fremder starrten sie überrascht an. Wie peinlich!, dachte sie.
Laima, hallo. Das ist mein Freund Kostas. Wir holten Dokumente ab. Du hast so schön getanzt, wir konnten nicht wegschauen. Entschuldige die Störung.
Ich Ieva hat mich gebeten
Laima hastete zur Tür, übersah die Katze, stolperte und stürzte. Alles wurde schwarz.
Als sie erwachte, lag sie im Krankenhaus.
Guten Tag. Wie gehts? Ich bin Vika, Ihre Nachbarin. Sie haben eine leichte Gehirnerschütterung, aber der Arzt sagt, es ist nichts Ernstes. Ein Kurier und ein junger Mann mit Blumen waren hier.
Danke, flüsterte Laima.
Sie setzte sich auf, öffnete eine Tüte mit Früchten, Saft und ihren Lieblingseclairs wohl von Ieva und Vytautas. Dann entdeckte sie einen Brief zwischen den Blumen:
*Laima, gute Besserung. Eine so bezaubernde Frau gehört nicht ins Krankenhaus. Ich lade Sie zur Blumenausstellung ein. Absagen nicht erlaubt. Kostas.*
Laima vergrub ihr Gesicht in den weißen Chrysanthemen, schloss glücklich die Augen und umarmte ihre Mitpatientin.
Schönheit muss nicht auffallen. Jede Frau trägt ihren eigenen Zauber in sich. Manchmal warm und von innen strahlend

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Homy
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