“Offensichtlich habe ich mir umsonst Mühe gegeben,” sagte die Schwiegermutter missmutig – “Das ist Gottes Strafe für dich, weil du eine fremde Familie zerstört hast! Jetzt kannst du leiden!” – “Ich habe nichts zerstört”, entgegnete Vera endlich. – “Natürlich nicht! Vадim hat mit Zoey fast 15 Jahre zusammengelebt! Und nur wegen dir hat er sie verlassen, sie ist abgestürzt und gestorben.” Mit 30 Jahren hatte Vera eine gescheiterte Ehe und ein paar ebenso unglückliche Beziehungen hinter sich und wünschte sich nichts sehnlicher als eine richtige Familie und ein Kind. Und als sie Vadim kennenlernte, schöpfte sie neue Hoffnung. Der fünf Jahre ältere, große und kräftige LKW-Fahrer erschien ihr als der Fels in der Brandung, den sie sich gewünscht hatte. Schon nach zwei Wochen sprach er begeistert von gemeinsamer Zukunft und einem Sohn – Vera betete dafür, dass alle ihre Pläne und Träume in Erfüllung gingen. Doch was sie nicht erwartet hatte, war, vier Monate später zu erfahren, dass ihr geliebter Mann verheiratet war. “Mach dir keine Sorgen”, sagte Vadim ernst. “Ich hatte die Scheidung bereits lange geplant, aber ich hatte weder einen Grund noch jemanden, zu dem ich gehen konnte. Ich kann doch als erwachsener Mann nicht zu meiner Mutter zurück?“ Alle verheirateten Männer sagen das, erwiderte Vera leise enttäuscht – doch Vadim war anders: Zwei Monate später zeigte er ihr die Scheidungspapiere, weitere zwei Monate darauf heirateten sie. Trotz der Tochter aus erster Ehe voll unterstützte Vadim Vera in ihrem Wunsch nach einem gemeinsamen Kind. Doch mit dem Kinderwunsch klappte es einfach nicht. Nach zwei Jahren ohne Erfolg ging Vera zur Ärztin. Die Diagnose: gesundheitliche Probleme. Es folgte ein belastender Hormonbehandlungskurs mit Stimmungsschwankungen, Fressattacken und Magenschmerzen. Vadim bemerkte ihren Wandel, wusste aber nicht, was los war – Vera schwieg aus Angst, verlassen zu werden. Eines Tages kam ihr Mann mit seiner Tochter, Daria, zu ihr. Darias Mutter war gestorben, Vadim kündigte an, sie würde nun bei ihnen leben. Vera war entsetzt – sie kannte das Mädchen kaum und wollte kein fremdes Kind aufziehen. Vadim warf ihr Egoismus vor, die Schwiegermutter ebenso. Schließlich zog Vadim aus, Daria blieb bei Vera. Nach einigen Wochen freundeten sich Vera und Daria an und wurden ein eingespieltes Team – bis Vadim eines Tages platzte und ihr vorwarf, ihn betrogen zu haben, da seine Mutter von Veras Unfruchtbarkeit und ihren Tabletten wusste. So kam es zur dramatischen Konfrontation zwischen Vera, Vadim, Daria und der Schwiegermutter. Daria entlarvte schließlich vor allen die Lügen der Großmutter und stellte klar: Ihre Mutter trank schon lange, der Vater wollte deshalb die Scheidung, nicht wegen Vera. Großmutter gab widerwillig zu: “Offensichtlich habe ich mir umsonst Mühe gegeben – ich habe sogar abgelehnt, Daria bei mir aufzunehmen, weil ich hoffte, Vera würde das nicht durchhalten und sich von Vadim trennen. Und dann auch noch diese Sache mit den Tabletten.” Am Ende versöhnten sich Vera und Vadim, Daria blieb bei ihnen, sie hatten nur noch selten Kontakt mit der Schwiegermutter – und Vera war sogar froh darüber. **Title (rewritten & adapted):** “Offensichtlich habe ich mir umsonst Mühe gegeben”, murrte die Schwiegermutter – wie Intrigen, Fehltritte und unerfüllter Kinderwunsch eine Patchwork-Familie in Bayern an ihre Grenzen bringen, bis die Wahrheit einer Tochter alte Wunden heilt

Ganz umsonst war meine ganze Mühe, murmelte die Schwiegermutter missmutig.

Das ist die Strafe Gottes, weil du eine Familie zerstört hast!, setzte sie nach. Jetzt kannst du schön leiden!

Ich habe niemandem was weggenommen, sagte Vera endlich, deren Stimme fast unterging. Fabian wollte sowieso längst die Scheidung.

Ja, klar! Ob er wollte oder nicht, er war fast 15 Jahre mit Sonja verheiratet! Und dann hat er sie wegen dir verlassen und jetzt? Sie hat sich das Leben ruiniert.

Mit dreißig konnte Vera bereits eine gescheiterte Ehe und ein paar ähnlich erfolglose Beziehungen vorweisen. Trotzdem war der Wunsch nach einer richtigen Familie und einem Kind so lebendig wie nie.

Deshalb fühlte sie sich wie im siebten Himmel, als sie mit Fabian anbandelte.

Er war fünf Jahre älter, groß, kräftig, und als fahrender Spediteur irgendwie der Inbegriff von Zuverlässigkeit so jemand, hinter dessen breiter Schulter man sich gerne versteckt.

Schon nach zwei Wochen tischte er ihr ihre gemeinsame, glänzende Zukunft auf, und meinte, dass er von einem Sohn träume.

Vera betete innerlich, dass alle schönen Pläne wahr werden würden.

Was sie jedoch NULL erwartet hatte: Nach vier Monaten stellte sich heraus, dass ihr Traummann verheiratet war.

Ach, mach dir keinen Kopf, meinte Fabian ernst, als er ihr erschrockenes Gesicht sah. Ich wollte eh schon längst die Scheidung ich hatte nur keinen richtigen Anlass. Zurück zu Mama never, ich bin doch ein erwachsener Mann!

Das erzählen doch alle verheirateten Männer, entgegnete Vera leise und schnäuzte sich fast die Enttäuschung aus dem Leib.

Ich bin nicht alle, schnitt ihr Fabian das Wort ab.

Und tatsächlich, er hielt Wort.

Nur zwei Monate später präsentierte er ihr offiziell die Scheidungspapiere, und weitere zwei Monate darauf gaben sie sich das Ja-Wort.

Dass er bereits eine Tochter aus erster Ehe hatte, die bei ihrer Mutter wohnte, wusste Vera. Trotz allem unterstützte Fabian sie sehr dabei, ein gemeinsames Kind bekommen zu wollen.

Nur es wollte nicht klappen.

Zwei Jahre lang arbeiteten die beiden eifrig daran, dann hatte Vera genug und ging zum Arzt.

Da sie immer gesund war, fiel sie fast vom Stuhl, als der Doc meinte, sie habe tatsächlich gesundheitliche Probleme.

Du bist weder die Erste noch die Letzte!, beruhigte der Arzt. Machen wir ein bisschen Therapie, dann klappt das schon noch mit der Schwangerschaft wirst schon sehen!

Vera kämpfte tapfer mit Hormonen und Nebenwirkungen: Ihre Laune schwankte schlimmer als das Wetter im April, ständig war sie hungrig oder ihr Magen rebellierte.

Fabian bemerkte natürlich die Veränderungen, fragte vorsichtig nach, warum sie so gereizt und nervös war oder ihm sogar mal einen Tobsuchtsanfall ins Wohnzimmer schmetterte.

Vera beschloss kategorisch, den guten Mann nicht einzuweihen.

Wies kommen würde, wenn er alles erfährt? Dann lässt er sie womöglich sitzen, das würde sie niemals verkraften! Nicht mal die Katze sollte etwas erfahren wenn sie denn eine gehabt hätten.

Eines Tages aber kam Fabian mit einem Teenie-Mädchen nach Hause.

Darf ich vorstellen: Das ist meine Tochter Jana, sagte er nüchtern. Und das ist meine Frau Vera.

Janas Mutter ist gestorben, sie wohnt jetzt bei uns, teilte er im Vorbeigehen mit.

Wie bitte?, entfuhr es Vera, wobei sie sich zusammenriss und vor dem Kind keine Szene machte. Kommt doch erstmal rein.

Merkwürdigerweise hatte Vera Jana noch nie gesehen. Fabian traf sie immer außerhalb der Wohnung und das auch nicht so oft. Dass er den Unterhalt zahlte, war alles, was sie wusste.

Mit dreizehn die Mutter zu verlieren, war natürlich bitter. Aber Vera hatte ehrlich gesagt nicht vor, jetzt Ersatzmutter zu spielen.

Genau das erklärte sie Fabian, als sie endlich allein waren.

Willst du sie etwa ins Heim geben?, fuhr Fabian sie grantig an.

Quatsch, es gibt auch noch deine Mutter, Ingrid, schlug Vera vor. Die liebt ihre Enkelin doch abgöttisch.

Meine Mutter ist eine Frau in den Sechzigern und nicht mehr die Fitteste. Ich kann ihr kein Kind aufbürden!

Dass Vera und Ingrid so gut wie keine Beziehung hatten, war milde ausgedrückt. Ein Dutzendmal hatten sie sich maximal gesehen, stets höflich, aber auch nicht mehr. Für ihre fast 60 Jahre war Ingrid ganz schön rüstig.

Und ich bin deiner Meinung nach kernig und frisch?!, kam es beleidigt von Vera, doch sie bremste sich gleich wieder. Nicht noch mehr Raum für Verdacht!

Bin ich der Meinung. Du bist halt nur ständig nervlich am Anschlag vielleicht solltest du wirklich mal zum Arzt.

Fabian, Jana und ich wir kennen uns überhaupt nicht!

Sie ist ein tolles Mädchen. Ihr werdet euch schon verstehen. Schluss jetzt, ich muss früh raus.

Vera biss sich auf die Zunge, sie wollte keinen Streit.

Am nächsten Tag wagte sie ein Gespräch mit Ingrid, die sie höflich, aber eiskalt abwürgte.

Du hast einen Mann mit Kind geheiratet. Worüber beschwerst du dich jetzt eigentlich?, und schon war das Gespräch beendet.

Abends brüllte Fabian sie zusammen, obwohl Jana im Nebenzimmer war.

Weißt du was? Ich hab die Nase voll! Wir lassen uns scheiden. Jana bleibt erstmal bei dir. Ich zieh um und hol sie dann ab.

Ein paar Sachen in eine Tasche gestopft, Türe geknallt, Vera blieb sprachlos und schweißnass zurück am liebsten hätte sie losgeheult.

Schon okay, der Fabian renkt sich schon wieder ein. Bis dahin würde sie sich eben mit Jana durchbeißen.

Überraschung: Das Mädchen entpuppte sich als absoluter Schatz ruhig, freundlich, schüchtern.

Sie half bei jeder Kleinigkeit, hielt ihr Zimmer in preußischer Ordnung, nörgelte nie und schenkte Vera ein Lächeln, das jeden Montagmorgen unbezahlbar machte.

Nach einer Woche stellte Vera verblüfft fest: Sie mochte Jana wirklich, sie verstanden sich blendend.

Die Kleine kochte leidenschaftlich gern und ließ sich von Vera allerlei Küchengeheimnisse zeigen.

Abends schauten sie Filme, schmiedeten Pläne fürs Wochenende. Von Fabian keine Spur, aber Ingrid rief regelmäßig bei Jana an.

Vera merkte: Ihre Schwiegermutter versuchte wohl herauszufinden, ob Vera das Kind quält doch Jana konnte gar nicht genug davon schwärmen, wie toll alles sei.

Abgesehen vom abhanden gekommenen Ehemann beschäftigte Vera langsam noch eine weitere Frage: Was sollte eigentlich mit Janas Schule passieren?

Die lag nämlich längst nicht ums Eck wie früher. Suzanne, Janas Schulfreundin, war jetzt leistungsbedingt auf WhatsApp ihre engste Freundin geworden.

Vera versuchte, Fabian zu erreichen erfolglos. Dafür kam er abends mit Getöse nach Hause.

Also, ein eigenes Kind kannst du mir nicht schenken, aber lügen kannst du bestens! Hätte ich von dir nie erwartet…!

Fabian, was meinst du überhaupt?

Häng mich nicht ab! Meine Mutter hat mir alles erzählt! Deine Unfruchtbarkeit, deine nutzlosen Arztbesuche! Und dann die ganzen Dramen hier! Ich will dich nicht mehr sehen!

Fabian, warte, ich erkläre dir alles, flehte Vera fast doch er hörte gar nicht mehr richtig zu.

Gut, dass Jana zufällig gerade einkaufen war und nichts von dem Theater mitbekam.

Wo sind Janas Sachen? Wir gehen! Und dieses Mal reiche ich wirklich die Scheidung ein! Ich Dussel dachte, wir kriegen die Kurve, du liebst mich, du akzeptierst meine Tochter!

Aber ich LIEBE dich doch!

Ach komm, Vera, lass mal, rief Fabian und stopfte Janas Klamotten in irgendeinen Sack.

Vera konnte die Tränen nicht zurückhalten.

Genau in dem Moment kam Jana nach Hause.

Warst du das? Hast du Oma alles erzählt?, wandte sich Vera, verheult, an das Mädchen. Ich dachte, wir wären Freundinnen geworden

Ich? Wie bitte? Ich hab Oma gar nichts gesagt! Worum gehts denn überhaupt?, Jana war mehr als überrascht.

Geh, Kind, ins Auto, erschien Ingrid plötzlich wie ein Showdown-Kommissar an der Türschwelle. Ich hab dir gleich geraten, nicht hierher zu gehen. Hast du das von Vera gelernt?

Oma, was redest du denn da?!

Lass mal, Kind, bremste Fabian ab, warte draußen auf uns.

Widerstandslos verließ Jana die Wohnung.

Wieso bist du auf das Kind losgegangen?, knurrte Ingrid Vera an. Jana hat doch nichts damit zu tun! Ich hab neulich zufällig in Veras Zimmer eine ganze Apotheke entdeckt, hab mich halt schlau gemacht, was das ist.

Offensichtlich war Ingrid in Veras Privatsphäre herumgestochert aber Vera ließ das Thema jetzt einfach auf sich beruhen. War ja auch irgendwie schon egal.

Das ist die gerechte Strafe, weil du damals alles kaputt gemacht hast!, setzte Ingrid nochmals nach. Jetzt kriegst du, was du verdienst!

Ich habe gar nichts zerstört, entgegnete Vera endlich. Fabian wollte die Ehe schon lange beenden.

Ja ja, immer das Gleiche! Und mit Sonja war Fabian fast 15 Jahre verheiratet! Sie hat sich kaputt getrunken, weil er wegen dir gegangen ist! Jetzt ist meine Enkelin Halbwaise, das alles liegt auf deinem Gewissen!

Fabian wechselte hilflos den Blick von einer zur anderen aber ein, zwei passende Wörter schien er gerade nicht übrig zu haben.

Doch dann öffnete sich plötzlich die Tür Jana war gar nicht draußen, sondern hatte alles mitangehört.

Oma, warum lügst du?!, rief sie. Mama hat schon lange getrunken, deshalb haben sie sich gestritten! Deswegen wollte Papa die Scheidung!

Ach, mein Kind, rief Ingrid. Du bist nur so durcheinander wegen deinem Verlust

Nein! Du kapierst gar nichts! Papa hat richtig gehandelt mit Mama konnte keiner mehr leben. Die war dauernd betrunken, hat mit Papa und mit mir gestritten! Ich konnte ja nicht abhauen sie war meine Mutter!

Aber Vera ist nett! Sie redet normal mit mir, bringt mir Sachen bei, Jana fing bitterlich an zu weinen.

Drei Erwachsene stürzten gleichzeitig herbei, um sie zu trösten.

Und na und, wenn Vera krank ist, schniefte Jana weiter. Sie wird wieder gesund, das weiß ich! Papa, warum bist du weggegangen? Vera liebt dich, und ich auch

Tja, meine Mühe war offensichtlich umsonst, grummelte Ingrid. Ich hab Jana nicht genommen in der Hoffnung, Vera schmeißt das Handtuch und trennt sich von Fabian. Wegen der Tabletten hab ich recherchiert Und jetzt gehts meiner Enkelin schlecht.

Na bravo, meinte Vera nur und nahm Jana mit ins Bad, zum Tränenauswaschen.

Fabian blieb wortlos zurück.

Am Ende rauften sich Vera und Fabian doch wieder zusammen, Jana zog nicht zur Oma, sondern blieb bei ihnen zu Veras heimlicher Freude.

Das Verhältnis zu Ingrid ist bis heute eher frostig, aber sie ruft zumindest an und gibt die Hoffnung nicht auf, dass doch mal alles wieder eine große deutsche Versöhnungsfamilie wird.

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Homy
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“Offensichtlich habe ich mir umsonst Mühe gegeben,” sagte die Schwiegermutter missmutig – “Das ist Gottes Strafe für dich, weil du eine fremde Familie zerstört hast! Jetzt kannst du leiden!” – “Ich habe nichts zerstört”, entgegnete Vera endlich. – “Natürlich nicht! Vадim hat mit Zoey fast 15 Jahre zusammengelebt! Und nur wegen dir hat er sie verlassen, sie ist abgestürzt und gestorben.” Mit 30 Jahren hatte Vera eine gescheiterte Ehe und ein paar ebenso unglückliche Beziehungen hinter sich und wünschte sich nichts sehnlicher als eine richtige Familie und ein Kind. Und als sie Vadim kennenlernte, schöpfte sie neue Hoffnung. Der fünf Jahre ältere, große und kräftige LKW-Fahrer erschien ihr als der Fels in der Brandung, den sie sich gewünscht hatte. Schon nach zwei Wochen sprach er begeistert von gemeinsamer Zukunft und einem Sohn – Vera betete dafür, dass alle ihre Pläne und Träume in Erfüllung gingen. Doch was sie nicht erwartet hatte, war, vier Monate später zu erfahren, dass ihr geliebter Mann verheiratet war. “Mach dir keine Sorgen”, sagte Vadim ernst. “Ich hatte die Scheidung bereits lange geplant, aber ich hatte weder einen Grund noch jemanden, zu dem ich gehen konnte. Ich kann doch als erwachsener Mann nicht zu meiner Mutter zurück?“ Alle verheirateten Männer sagen das, erwiderte Vera leise enttäuscht – doch Vadim war anders: Zwei Monate später zeigte er ihr die Scheidungspapiere, weitere zwei Monate darauf heirateten sie. Trotz der Tochter aus erster Ehe voll unterstützte Vadim Vera in ihrem Wunsch nach einem gemeinsamen Kind. Doch mit dem Kinderwunsch klappte es einfach nicht. Nach zwei Jahren ohne Erfolg ging Vera zur Ärztin. Die Diagnose: gesundheitliche Probleme. Es folgte ein belastender Hormonbehandlungskurs mit Stimmungsschwankungen, Fressattacken und Magenschmerzen. Vadim bemerkte ihren Wandel, wusste aber nicht, was los war – Vera schwieg aus Angst, verlassen zu werden. Eines Tages kam ihr Mann mit seiner Tochter, Daria, zu ihr. Darias Mutter war gestorben, Vadim kündigte an, sie würde nun bei ihnen leben. Vera war entsetzt – sie kannte das Mädchen kaum und wollte kein fremdes Kind aufziehen. Vadim warf ihr Egoismus vor, die Schwiegermutter ebenso. Schließlich zog Vadim aus, Daria blieb bei Vera. Nach einigen Wochen freundeten sich Vera und Daria an und wurden ein eingespieltes Team – bis Vadim eines Tages platzte und ihr vorwarf, ihn betrogen zu haben, da seine Mutter von Veras Unfruchtbarkeit und ihren Tabletten wusste. So kam es zur dramatischen Konfrontation zwischen Vera, Vadim, Daria und der Schwiegermutter. Daria entlarvte schließlich vor allen die Lügen der Großmutter und stellte klar: Ihre Mutter trank schon lange, der Vater wollte deshalb die Scheidung, nicht wegen Vera. Großmutter gab widerwillig zu: “Offensichtlich habe ich mir umsonst Mühe gegeben – ich habe sogar abgelehnt, Daria bei mir aufzunehmen, weil ich hoffte, Vera würde das nicht durchhalten und sich von Vadim trennen. Und dann auch noch diese Sache mit den Tabletten.” Am Ende versöhnten sich Vera und Vadim, Daria blieb bei ihnen, sie hatten nur noch selten Kontakt mit der Schwiegermutter – und Vera war sogar froh darüber. **Title (rewritten & adapted):** “Offensichtlich habe ich mir umsonst Mühe gegeben”, murrte die Schwiegermutter – wie Intrigen, Fehltritte und unerfüllter Kinderwunsch eine Patchwork-Familie in Bayern an ihre Grenzen bringen, bis die Wahrheit einer Tochter alte Wunden heilt
Mit 54 zog ich zu einem Mann, den ich erst wenige Monate kannte, nur um meiner Tochter nicht im Weg …