Zwei Mädchen waren einst eng befreundet – eine gewöhnliche Kindheitsfreundschaft, herzlich, warm und ohne Bedingungen. Sie spielten oft nach der Schule, teilten Geheimnisse, Träume und lachten miteinander. Doch mit den Jahren wurde ihnen eine wichtige Tatsache immer klarer: Selbst in ähnlichen Familien kann Liebe auf ganz unterschiedliche Weise aussehen.

Zwei Mädchen, LenaSchmidt und KlaraWeber, waren einst unzertrennlich eine ganz typische Kindheitsfreundschaft, offen, warm und ohne Hintergedanken. Nach der Schule spielten sie zusammen, tauschten Geheimnisse und Träume aus und lachten viel. Im Laufe der Jahre wurde ihnen jedoch klar, dass selbst in vergleichbaren Familien die Liebe völlig unterschiedlich aussehen kann.

Ihre Mütter waren völlig verschieden. Mutter Anna Schmidt lebte ausschließlich für ihre Kinder. Sie arbeitete ohne Pause, schlief kaum, eilte immer von einer Aufgabe zur nächsten und kümmerte sich um alles nur nicht um sich selbst. Wenn sie etwas Leckeres kaufte, dachte sie nie an ein Stück für sich, sondern nur an die Kleinen. Wer um Hilfe bat, bekam sie sofort, selbst wenn sie selbst kaum noch auf den Beinen war. Sie wiederholte oft:

Wichtig ist, dass es den Kindern gut geht. Ich komme später. Ich brauche nichts für mich.

Mutter Eva Weber ging es anders. Auch sie arbeitete und liebte ihre Kinder, doch sie tat es ruhiger und überlegter. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kam, sprang sie nicht sofort zum Herd, sondern stellte zuerst die Teekanne auf den Tisch, setzte sich ans Fenster und sagte:

Kinder, ich brauche einen Moment für mich.

Sie ließ leise Musik laufen, brach eine Tafel Schokolade in zwei Hälften und bot freundlich an:

Lasst uns einen Tee trinken. Ihr braucht keine erschöpfte Mama, sondern eine friedliche und glückliche.

Lena verstand das lange nicht. Sie dachte, wahre Liebe bedeute, dass eine Mutter sich selbst vergisst und alles für die Kinder opfert. Schließlich hatte man ihr von klein auf eingeredet: Eine Mutter heißt Selbstaufgabe.

Viele Jahre vergingen. Die beiden Freundinnen wurden erwachsen und fanden ihr Leben in unterschiedlichen Städten Lena in Berlin, Klara in Hamburg. Die Erinnerungen blieben, doch mit der Zeit sah man, wie unterschiedlich das Schicksal ihrer Mütter verlief.

Anna Schmidt war ausgebrannt. Die ständige Anspannung, endlose Sorgen und das Gefühl, ihr Leben gehöre allen außer ihr selbst, hatten sie erschöpft. Sie hatte kaum noch Zeit für sich weder für Erholung, noch für Freude, geschweige denn für die eigene Gesundheit.

Eva Weber hingegen hatte gelernt, sich selbst zu bewahren. Deshalb hatte sie Kraft zum Lachen, für Reisen, für Sonnenaufgänge, für die Pflege ihrer Enkel, für das Backen von Apfelstrudel und selbst nach dem Sechzigsten noch zu sagen:

Mir geht es gut, weil ich glücklich bin. Und meine Kinder spüren das.

Auf die Frage nach ihrem Geheimnis antwortete sie stets schlicht:

Eine glückliche Mutter ist das größte Geschenk für die Kinder.

Wir verwechseln oft Liebe mit Erschöpfung. Wir denken, Fürsorge bedeute immer nach mir erst, und dass völlige Selbstaufgabe das Zeichen einer guten Mutter sei. Das ist ein Irrtum. Liebe bedeutet, sich auch um sich selbst zu kümmern. Nur eine ruhige, ausgeruhte und lächelnde Mutter kann ihren Kindern echte Wärme schenken eine Wärme, die nicht verbrennt, sondern wärmt.

Wenn eine Mutter sich selbst vergisst, verliert die Umgebung ihr Licht. Findet sie jedoch Zeit für sich, erfüllt sie das Haus mit Ruhe, Lachen, duftendem Tee und Schokolade. Dann lernen die Kinder das Wichtigste: sich selbst zu lieben, Pausen zuzulassen und im Einklang zu leben.

Deshalb: Achten Sie auf sich selbst. Schlürfen Sie Ihren Tee langsam und genießen Sie jeden Schluck. Lachen Sie ohne Grund. Kaufen Sie sich ab und zu ein Stück Schokolade, nicht nur für die Kinder. Warten Sie nicht darauf, dass jemand Ihnen Erholung erlaubt.

Denn eine Familie beginnt bei der Mutter, und die Mutter beginnt beim eigenen Glück. Eine zufriedene Mutter ist das beste Geschenk für ihre Kinder.

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Homy
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Zwei Mädchen waren einst eng befreundet – eine gewöhnliche Kindheitsfreundschaft, herzlich, warm und ohne Bedingungen. Sie spielten oft nach der Schule, teilten Geheimnisse, Träume und lachten miteinander. Doch mit den Jahren wurde ihnen eine wichtige Tatsache immer klarer: Selbst in ähnlichen Familien kann Liebe auf ganz unterschiedliche Weise aussehen.
„Oh, mein Sohn ist angekommen!“ – freute sich die liebe Hedwig.