Das Geheimnis von Mäuschen

Mein Geheimnis ein Mäuseleben

Das Quietschen der Bustüren hallte durch die frostige Luft, als ich, eine kleine Gestalt, in den überfüllten Bus in München stolperte.

Mir kam sofort der beißende Geruch von frischer Zigarette, Hering aus dem russischen Feinkostladen an der Ecke, nassem Lammfell, Parfüm in schweren, süßen und herben Noten entgegen und ließ mich unwillkürlich die Nase rümpfen.

Es reicht!, dachte ich traurig. Ich habe einfach genug. Schon wieder Zeit vergeudet schade drum.

Ich war auf dem Rückweg von einem Besuch. In meiner Handtasche lagen schlichte Pumps, die ich für die Begutachtungen durch meine Mutter immer mitnahm meine sogenannte Präsentationsausstattung. Meine Mutter, Gisela Bergmann, eine nervöse, übertrieben fürsorgliche Frau, suchte ständig den richtigen Mann für mich. Aber bisher wollte sich keine passende Partie ergeben und es mangelte wirklich nicht an Kandidaten, nur waren sie einer schlimmer als der andere. Und ich, naja ich war halt nicht das, was man eine Schönheit nennt. Und man will ja auf Nummer sicher gehen, der Ehemann sollte schon einer fürs Leben sein!

Heute hatte ich wieder Tante Klara besucht oder besser gesagt, ich hatte ihr ein paar angeblich ganz wichtige Bücher vorbeigebracht und war natürlich, rein zufällig, zum feierlichen Abendbrot geblieben. Die Runde war überschaubar, lauter stolze Damen aus Schwabing, die einen ansahen, als hätten sie eine Lupe in der Hand, um den nächsten Makel zu entdecken. Wie sie an ihren winzigen Tässchen nippten, den kleinen Finger elegant abgespreizt, und dabei über Kunst und Philosophie schwadronierten ohne eigentlich viel davon zu verstehen.

Aufgetischt wurden teure Speisen aus einem noblen Restaurant, französischer Rotwein, eine unschlagbare Torte und die abgehackten Töne von Tante Klaras verstimmtem Klavier unter ihren perfekt lackierten Fingern. Einer der Gäste sang sogar aber keine Ahnung von Tönen oder Text. Trotzdem nickten alle verständnisvoll. Ich lief wie immer als Statistin mit, hörte zu, lächelte gelegentlich und doch war ich mit meinen Gedanken woanders.

Wieso ich da überhaupt hinging? Mutter bat mich immer wieder drum. Sie überredete mich, weinte, wenn ich ablehnte. Also zog ich das ewige Pflichtkleid und die reservierten Schuhe an und folgte ihrem Wunsch, so oft sie mich auch brauchte. Mir war langweilig, aber ich wollte Mutter nicht kränken. Kaum war ich wieder frei, rannte ich in meine geliebte kleine Wohnung, kuschelte mich zu Hause ein und träumte von meinem eigenen Glück…

An der nächsten Haltestelle drängelten die Leute zum Ausgang. Fast riss mir jemand die Handtasche weg! Ich klammerte sie an mich, drückte sie an die Brust, während draußen der Münchner Nieselregen die Schuhe der Fahrgäste durchnässte. Schon spürte ich, wie das kalte Wasser durch mein neues, sandfarbenes Wildleder sickerte, die Strumpfhose klebte klamm an meinen Unterschenkeln. Mir lief ein Schauder über den Rücken. Ich wollte nur nach Hause, einen Tee mit Honig kochen, mich mit einer Decke aufs Sofa zurückziehen, irgendeinen Film schauen und diesen Besuch einfach nur vergessen.

Wäre ich wenigstens bald zu Hause! dachte ich zum x-ten Mal und dann wurde ich doch wieder unsicher, ob ich das wirklich wollte. Denn zu Hause wartete garantiert ein Anruf meiner Mutter: Befragungen, Vorwürfe, Ratschläge. Entkommen konnte man dem nie…

Ich setzte mich auf den gerade frei gewordenen Platz, legte die Tasche auf den Schoß, zog den Mantelkragen hoch und rückte die Mütze zurecht. Ich sah aus wie eine kleine, ordentlich herausgeputzte Maus auf großer Fahrt: feine Gesichtszüge, spitzes Kinn, ein kecker Stupsnase, schmaler Mund, dünne Händchen. Nur der Schwanz, der aufgeregt übers Sitzpolster zucken sollte, fehlte noch.

Ich bin eiskalt!, schüttelte ich innerlich den Kopf. Aber so ist das eben im Winter. Immer ist es dunkel, bedrückend, feuchtkalt. Ständig schnupft und fällt jemand hin, bricht sich die Knochen, leidet. Es ist überall eng, selbst im Flur, weil die dicken Jacken Platz rauben. Wer dann das Fenster öffnet, bringt sofort eine Mittelohrentzündung ins Haus. Nein, Winter ist einfach schrecklich! Ich starrte aus dem Fenster. Es war noch weit bis zur Theresienstraße.

Ich stützte das Kinn in meine Händchen, schloss die Augen und döste weg. Da rüttelte plötzlich jemand kräftig an meiner Schulter.

Die Fahrkarten bitte! Eine Frau mit tiefer, lauter Stimme stand direkt neben mir. Fahrkarten vorzeigen!

Blitzartig war ich hellwach, mein Herz raste fast wie eine aufgescheuchte Maus und ich suchte panisch im Mantel nach dem Fahrschein. Sicherheitsnadel, Haarspange, Taschentuch, Bonbon aber kein Ticket!

Entschuldigung, ich kaufe gleich einen , quiekte ich und blickte zur Frau. Doch die legte den Kopf in den Nacken und lachte lauthals los. Ihr Lachen schallte durch den Bus wie ein Donnerschlag im Frühling.

Hahaha! Du willst kaufen? Ach komm. Beweg dich, ich setz mich. Nur ein Spaß! Ich hab wirklich keine Lust, Kontrolletti zu spielen!

Sie ließ sich neben mich plumpsen, öffnete ihren Kunstpelzmantel, fächelte sich Luft zu.

Wahnsinn, wie heiß hier! Sag mal, hast du mich nicht erkannt? Na, dass ich das noch erlebe! Ich seh doch: du bist’s!, sie gackerte wieder.

Ist die betrunken?, dachte ich erschrocken. Bloß, nicht zwischen die geraten! Die Frau war wirklich massiv. Ich hatte immer Angst vor großen Sachen: große Leute, große Autos, riesige Häuser, weitläufige Wohnungen. Ich fühlte mich in meiner winzigen Kellerwohnung in Sendling viel wohler: winzige Zimmer, eine Mini-Dusche. Glück war für mich, dass ich auszog von zuhause, mehr hatte ich nie verlangt.

Auch große Leute irritierten mich. Sie waren laut, schwangen beim Reden die Arme, dachten in Weltformaten und das wurde mir immer zu viel. Große Autos fuhren meiner Meinung nach viel zu unkontrolliert, die Räder schienen mich gleich zu überrollen! Große Häuser betrachtete ich immer mit einer Mischung aus Faszination und Furcht, als könnten sie jeden Moment einfach umkippen. In einer Riesenwohnung würde ich mich total verlaufen… und wie sollte man das alles putzen!

Jetzt saß diese riesige Frau direkt neben mir, noch dazu in wuchtigem Pelz. Ich rückte so weit weg wie möglich.

Du erinnerst dich echt nicht? Ich bins, Maria Schneider! Wir waren zusammen in der Grundschule, sie pikste mich freundschaftlich in die Seite. Du bist immer noch so schmächtig! Aber schau mich an, ganz die Mama, rund und herzlich. Sie warf einen forschenden Blick auf meine hungrigen Augen.

Wegen zu wenig Bewegung? Schilddrüse?, antwortete ich wie im Biounterricht, höflich, aber abwartend. Sie würde ja irgendwann aussteigen hoffentlich vor mir.

Ach Quatsch! Man muss sich nur freuen können!, lachte Maria. Im Herzen singen meine kleinen Engel.

Ich stellte mir lebhaft korpulente, rosige Schutzengel vor, die in einer solchen Seele herumtollten. Musste schmunzeln.

Oh, du lachst ja sogar! Schau mal, deine Schuhe! Du bist ja klitschnass! Du wirst dich erkälten. Sie stemmte sich an mir vorbei zum Fenster, das beschlagen war. Welche Station ist das? Man sieht ja nichts!

Jemand rief: Gerade Sendlinger Tor passiert!

Sendlinger Tor? Super! Wir steigen gleich aus. Komm, ich wohne direkt um die Ecke, da trockne ich dir die Schuhe wie neu! Nicht so schüchtern! Willst du nicht?

Mit strengem Blick prüfte sie mich.

Eigentlich will ich gar nicht nach Hause, entfuhr es mir plötzlich. Denn wenn ich meine Wohnung betrete, klingelt garantiert sofort das Telefon, und Mutter löchert mich wieder mit Fragen: “Warum so früh weg bei den Webers? Wieso hast du Thomas nicht zum Tanz aufgefordert? Was gab es zu essen und zu trinken?”

Sie verhört mich wie eine Kommissarin und ich antworte, als stünde ich am Zeugentisch. Und immer fragt sie, was ich gegessen habe. Nur wenig, antworte ich. Vom Glas Wein erzähle ich nie.

Ein einziges Mal habe ich gemerkt, was es heißt, von Wein und einem Kuss ganz schwindelig zu werden. Es war in Passau, mit einem unbekannten Studenten. Das weiß Mutter bis heute nicht…

Also, kommst du? Ich hab heute Hochzeit!, rief Maria, als hätte sie den ganzen Bus eingeladen. Ich will doch, dass alle ein bisschen was abhaben von meinem Glück!

Die anderen Passagiere sahen neugierig herüber, Maria grinste nur.

Wie, Hochzeit? Hier, nachts, mit der U-Bahn und nassen Schuhen?, piepste ich, während sie mich zur Tür zog.

Wir landeten auf matschigem Gehweg, Schneematsch spritzte auf meine ohnehin durchnässten Schuhe.

Na klar, warum nicht? Wir sind heute früh aufs Standesamt, dann zur Arbeit, und jetzt feiern wir mit Freunden zu Hause! Ohne Trara. Mein dritter Anlauf, erklärt sie, während sie eine schwere Einkaufstasche schwenkte, in der Flaschen und Tüten klapperten. Keine großen Pläne. Ich mag diese Förmlichkeiten einfach nicht. Du kennst mich ja von früher!

Richtig erinnern konnte ich mich zwar nicht, aber ich ließ mich einfach treiben.

Und du verheiratet? Wie gehts? Magst du nicht mitkommen, zu uns? Sie zog mich am Arm, steckte meine kalten Hände in ihre warme Manteltasche. Ist doch viel besser als frieren!

Ich schüttelte den Kopf. Niemand wartete daheim auf mich nur Mutter. Die aber wollte ich garantiert nicht mit zur Hochzeit nehmen.

Ich bin ledig und war es auch immer. Ich habe den Mann, der mich glücklich macht, noch nicht getroffen.

Oder, ehrlicher, den ich mal traf, habe ich verloren…, dachte ich leise.

Mensch Mädchen, willst du dein Glück einfach geschenkt kriegen? Nimms in die Hand, los!, rief Maria, während sie mit roten Wangen ihre Strumpfhose zurechtrückte.

Ich starrte sie an: Ich warte lieber auf jemanden, der es wert ist…

Maria lachte: Wart nur! Da kannste lange warten, bis du alt bist. Ich weiß nicht, ob mein Fredi perfekt ist, aber ich liebe ihn. Der davor, Stanislaus, war auch okay. Du suchst den ohne Fehler, was?

Ich trippelte hinter Maria her, dachte an ohne Fehler. Wahrscheinlich gibts die gar nicht… Der Thomas, den Mutter ausgesucht hatte, schien ja so makellos aber in Wahrheit war da gar nichts…

Wer ist so leer?, rief Maria. Fredi jedenfalls ist nie langweilig. Der kann einen umarmen, da schmilzt man! Sag mal ehrlich: Hast du das überhaupt erlebt so richtig umarmt zu werden?

Ich stockte. Ja, einmal in Passau! Und sogar mehr. Ich war schuldhaft glücklich, doch an den Erinnerungen halte ich mich fest…

Ach, egal…, murmelte ich schließlich.

Komm, jetzt sind wir da! Guck, dritter Stock, Licht brennt. Fredi ist schon zu Hause.

Ich schaute hinauf: kariert gemusterte Vorhänge, Geranien im Blumentopf, eine schlichte Lampe. Plötzlich wurde mir mulmig. Mutter wusste nicht, wo ich war! In Marias Wohnung wären fremde Leute, ich hatte kein Geschenk das alles machte mir Angst.

Doch ehe ich mich versah, folgte ich Maria wie eine verschüchterte Maus das Treppenhaus hinauf, den Handlauf entlang. Ich würde bei einer Hochzeit dabei sein, unter lauter Fremden, und es schien trotzdem irgendwie zu passen. So etwas war mir noch nie passiert.

Früher hätte Mutter nicht erlaubt, zu Unbekannten mitzugehen, und wenn sie die Gästeliste nicht kannte, blieb ich daheim, Punkt. “Sonst kommst du womöglich auf dumme Gedanken!” sagte sie dann vielsagend. Ich hatte immer Albträume davon, von riesigen, haarigen Bären geschnappt zu werden…

Aber im Sommer mit dem Studenten da fühlte sich nichts davon wie Gefahr an. Da war alles Zärtlichkeit, unendliche Nähe. Schade, dass wir uns danach verloren…

Maria drückte den Klingelknopf. Die Tür flog auf, und ein ebenso großer, freundlicher Mann mit rotem Gesicht und lichter werdendem Haar strahlte uns an.

Mausi! Schön, dass du da bist! Schatz! Er überhäufte Maria mit Küssen, ich schaute verlegen zu. Als er mich bemerkte, grüßte er freundlich.

Schön, Sie kennenzulernen. Kommen Sie, raus aus den nassen Schuhen! Ich kümmere mich darum!

Ich zögerte, es erschien mir undenkbar, einfach so in eine fremde Wohnung einzutreten und gleich seine Hilfe anzunehmen.

Aber ich blieb. Mir war nach Wärme und Geborgenheit zumute.

Maria scheuchte mich in den Flur. Zieh auch die Strümpfe aus! Ich hol dir Wollsocken, die zwicken zwar, aber du bleibst gesund. Machs dir einfach gemütlich.

Maria verschwand in die Küche, der Kühlschrank brummte, Flaschen klirrten. Ich schlich hinterher, beobachtete, wie Maria Gemüse für einen bayerischen Wurstsalat schnitt und Fredi meine Schuhe über dem Dampf trocknete ganz vorsichtig, damit das Wildleder nicht steif wird. Er, den ich kaum kannte, tat das einfach so!

Ich half, so gut ich konnte, und Maria meinte: Nicht schlimm, niemand ist als Küchenfee geboren! Schneid die Gurken längst, das gibt schöne Schiffchen. Und du wo arbeitest du?, fragte sie und ließ Fredi probieren. Na, zu salzig?

Er schmatzte und rief: Sehr lecker! Aber bitter, also: noch ein Sektchen!, grinste er und drückte Maria einen Kuss auf.

Ich? Ich arbeite in der Verwaltung des Brecht-Hauses, stammelte ich. Über Mutters Kontakte…

Viel Papierkram, oder?, bemerkte Fredi.

Ich zuckte die Schultern. Ja, es ist öde…

Maria zog mich liebevoll an ihre weiche Brust. Wir backen mal einen richtigen Fischkuchen, was meinst du?

Nie hatte ich mich geborgener gefühlt, als da in dieser einfachen Küche, während ich in kratzigen Wollsocken am Tisch saß, das Radio an der Wand leise dudelte und alles so unkompliziert und herzlich war, dass ich plötzlich einfach zu weinen begann.

Maria streichelte meinen Kopf, fragte nichts. Vielleicht war alles eh klar.

Sie erzählte, wie sie nach dem Tod ihrer Eltern ins Lehrlingswohnheim zog und sich verliebte, aber zur Seite geschoben wurde dem anderen gefielen lieber die Dünnen. Sie wollte sich sogar fast umbringen, aber: Meine Eltern haben mich immer so geliebt. Ihre Liebe steckt in allem in mir, in dir, in Fredi. Man muss sich freuen am Leben!

Ich nickte, umarmte sie unbeholfen.

Meine Mutter lässt mich bis heute nicht los Sie ruft an, kontrolliert, lädt mich dauernd zu irgendwelchen Leuten ein, auf der Suche nach einem Schwiegersohn. Aber ich will das alles nicht…

Dann geh einfach nicht ans Telefon!, schlug Maria vor.

Dann kommt sie eben vorbei, klingelt Sturm in der Nacht. So ist sie…

Maria lachte und plötzlich sang sie, mit voller Stimme: Ach Mutti, näh mir keinen roten Rock…

Auf dem Herd klapperten die Töpfe, Gäste kamen, lachten im Wohnzimmer, es wurde Wein nachgeschenkt. Aber Maria und ich saßen eng am Küchentisch, sangen, weinten, lachten nebeneinander.

Bald wurde gedeckt. Fredi küsste Maria, es gab Applaus, und ich knetete nervös die Tischdecke. Mein ganzer Körper war nur noch ein Bündel aus Gefühl und Sehnsucht. Alle Gäste waren unkompliziert, einfache Leute, die direkt von der Arbeit kamen, kein Pomp, keine Spitzenkragen und es tat einfach nur gut. Ich fühlte mich, als hätte ich das Land der gespiegelten Oberflächlichkeit verlassen und wäre wieder in der echten Welt.

Ich trank einen Schluck Sekt, ließ den Blick schweifen und traf plötzlich den eines Mannes mir gegenüber. Es war Gunter. Derselbe Gunter, mit dem ich damals einen Tag in Passau verbracht hatte, an der Donau, wild, glücklich, kurz. Jetzt saß er bei der Hochzeit als Freund von Fredi.

Gunter grinste mir zu, formte lautlos Meine Maus…. Er hatte sich kaum verändert.

Mir wurde heiß und schwindelig. Plötzlich sprang ich auf, stieß mein Glas in die Höhe und rief: Küsschen!, so laut, dass alle lachten. Und dann stand Gunter neben mir, als hätte er schon immer dazu gehört.

Wir tanzten durchs Wohnzimmer. Ich in kratzigen Wollsocken, barfuß, happy, all die alten Sorgen vergessen. Gunters Blicke, seine Späße alles war wie damals.

Es spielte keine Rolle, dass Maria mich verwechselt hatte und wir gar nicht zusammen in die Schule gegangen waren oder dass alles eigentlich zufällig war. Die Vergangenheit ach, die ist ohnehin trüb und schleppend gewesen. Heute aber, in dieser einfachen Wohnung, wo meine Schuhe am warmen Heizkörper trockneten, begann ein neues Kapitel. Und ich ich durfte einfach mal Maus und trotzdem glücklich sein.

Das Telefon zuhause klingelte und klingelte, durchbohrte die warme Stille dieses neuen Lebens. Doch ich, Judith Bergmann, nahm heute nicht ab. Ich war besetzt. Und wo ich war? Das bleibt mein kleines Geheimnis und das wird meine Mutter nie erfahren.

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Homy
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