– Fräulein, haben Sie sich das wirklich gut überlegt?
Saskia schaute ihren Kater an und nickte entschlossen.
– Sind Sie sich auch ganz sicher? Noch ist es nicht zu spät, zurückzurudern…
– Ich habe meine Entscheidung getroffen! sagte Saskia mit fester Stimme. Und nun hören Sie auf, mich davon abzubringen!
Es war tatsächlich zwecklos, ihr noch davon abraten zu wollen. Das Ergebnis wäre eh dasselbe geblieben.
Für sie war dies die LETZTE CHANCE, zu einem normalen Leben zurückzukehren, und diese lässt man nicht einfach verstreichen.
*****
An jenem vertrackten Tag hatte Saskia keinerlei Pläne gemacht. Sie hatte frei und hielt es für mehr als gerecht, sich einmal in der Woche einen kompletten Tag ganz für sich zu gönnen.
Also wirklich gar nichts tun.
Nur ein starker Kaffee gegen Mittag, das gönnte sie sich. Und abends vielleicht ihre geliebten Garnelen kochen.
Das ist nicht kompliziert und macht die Erholung sogar noch schöner.
Doch Saskias Pläne wurden durch ein Klingeln an der Tür durchkreuzt. Ein langes, fast schon penetrantes Klingeln.
Gleichzeitig beschlich sie ein ungutes Gefühl.
Je länger die unangemeldeten Besucher die Klingel drückten, desto unruhiger wurde ihr.
Und sie hatte dafür eigentlich keinen Grund: sie schuldete niemandem Geld, zahlte die Nebenkosten pünktlich, hatte keinem Mann die Ehefrau ausgespannt… Warum also die Sorge?
Wieso dachte sie sofort an das Schlimmste?
Vielleicht war es ja einfach die Nachbarin mit Apfelkuchen, oder ein Bote, der sich vertan hatte? Man weiß ja nie.
Vorsichtig ging Saskia zur Tür und schaute durch den Spion. Sie zuckte sofort zurück, als hätte sie einen Stromschlag bekommen.
Das, was sie auf dem Treppenabsatz sah, erschien ihr so unwirklich, dass sie glaubte, sich geirrt zu haben. Also schaute sie nochmal.
– Nein, nein, das kann einfach nicht sein! flüsterte sie, während die Beine zitterten.
Da fing das Klopfen an jetzt sogar richtig mit Fäusten, vielleicht mit Füßen.
Kurz darauf…
– Sally, mach auf! Wir wissen, dass du da bist! Wie lange willst du denn noch durch den Spion glotzen?!
Wahrscheinlich gibt es nichts Dümmeres, als auf dem Abgrund zu balancieren, sich an den Rand zu stellen, um nicht hinabzustürzen, und dann zu springen.
Aber genau das tat Saskia. Sie sprang hinein, wohlwissend, was sie erwarten konnte.
– Na Schwesterherz, hast du uns etwa nicht reinlassen wollen? lachte Cäcilia, während sie mit Irmgard in die Wohnung schritten. Du hasts ja nett hier!
– Wie in aller Welt habt ihr mich gefunden?
– Ach, das war doch ein Kinderspiel.
– Wirklich?
– Klar: Einfach zum Einwohnermeldeamt gehen, eine Tafel Schokolade auf den Tresen legen, und in einer Minute hast du die gewünschte Adresse.
– So einfach? Saskia konnte kaum glauben, dass sich ein Beamter für ein bisschen Schokolade bestechen lässt.
– Na, wenn dort ein Mann arbeitet, der gern mal mit einer hübschen Frau essen geht… grinste Cäcilia.
– Klar! Und wenn gleich zwei hübsche Mädchen auf einmal kommen! lachte Irmgard.
– Dann verstehe ich – seufzte Saskia.
*****
Cäcilia und Irmgard waren Saskias Halbschwestern, mütterlicherseits.
Väterlich hatten sie nichts gemeinsam. Und im Gegensatz zu Saskia stammten sie aus wahrer Liebe.
Ihre Mutter, Helga, war einst dem attraktivsten Jungen im Dorf begegnet und konnte ihr Glück kaum fassen.
Doch kurz nach der Geburt der Zwillinge Cäcilia und Irmgard erklärte der Mann, er habe sich in eine andere verliebt.
– Ich geh jetzt! sagte er, packte zusammen und verschwand.
Zwar versprach er noch, im Notfall zu helfen, doch damit war es getan.
Helga wollte ihm eins auswischen, ließ ihre Töchter ihrer Mutter da und zog in die Stadt.
Was sie da wollte, wusste selbst sie nicht so recht. Die Wut gemischt mit Rachsucht und der Kränkung durch den Verrat des Mannes ließen sie unüberlegt handeln.
– Kind, warum nur in die Stadt? weinte die kranke Mutter.
Helga schwieg. Wahrscheinlich hoffte sie, einen besseren Mann zu finden, der sie aus dem Dorf holt, und damit dem Ex zu zeigen, wie viel besser es ihr geht.
Oder sie wollte einfach beweisen, dass er nicht der einzige Prinz ist.
In der Stadt lernte Helga den gutaussehenden Fritz kennen. Schnell funkte es zwischen ihnen.
Helga hatte nie Mangel an Männerbekanntschaften, aber Beziehungen auf Lügen gebaut halten selten.
Helga behauptete, ganz ungebunden zu sein, und erzählte nichts von ihrer Familie im Dorf.
Als Fritz herausfand, dass sie eigentlich noch verheiratet und Mutter zweier Töchter war (die sie bei ihrer kranken Mutter zurückgelassen hatte), trennte er sich.
Doppelt verletzt schleuderte sie ihm an den Kopf, er werde nie eine Familie haben.
Fritz lächelte nur und sagte: Na zum Glück haben wir keine Kinder zusammen.
Doch…
Damals ahnte Fritz noch nicht, dass Helga bereits von ihm schwanger war. Das erfuhr er erst, als Saskia zehn war.
Woher? Helga erzählte es ihm selbst. Denn der Vater von Cäcilia und Irmgard war inzwischen alkoholabhängig und nicht mehr hilfreich.
Also forderte die Mutter per Gericht, dass Fritz für seine Tochter zahlt.
Fritz glaubte es nicht, doch durch einen Vaterschaftstest wurde es bewiesen und das Gericht setzte Unterhalt fest.
Der Betrag war nicht gerade gering, denn Fritz verdiente gut.
Er lebte allein. Am Ende war also Helgas Fluch wahr geworden: Er schaffte es tatsächlich nie, Familie zu gründen.
Von dem Geld sah Saskia allerdings kaum etwas beinahe alles ging für die Zwillinge drauf.
Kein Wunder, denn für Helga war Saskia nur das ungeliebte Kind. Eine klassische Aschenputtel-Geschichte: Zwei Schwestern bekamen das Beste, eine machte die ganze Arbeit.
Sechzehn Jahre lang musste Saskia Demütigungen und Beleidigungen ertragen.
Sie begriff nicht, warum man sie so hasste, wo sie doch immer alles tat, was man verlangte selbst Dinge, die zu viel für ihr Alter waren.
Nachts träumte sie nur davon, einfach fortzugehen, ihre Mutter und Schwestern nie wieder zu sehen. Und irgendwann geschah das Wunder: Sie schrieb ihrem Vater, gestand die Wahrheit und Fritz holte sie zu sich.
Es war hart, aber mit Anwälten gelang es.
Da sie bereits die Schule beendet hatte, schrieb Saskia sich an der Kunsthochschule ein, um Design zu studieren.
Zeichnen, nähen, das Zuhause schön machen das war immer ihr Ding gewesen.
Fritz unterstützte seine Tochter, wo er nur konnte. Leider starb er viel zu früh.
Doch er hinterließ Saskia die Wohnung und ein paar Rücklagen, die ihr die Anfangszeit erleichterten.
Lange kam Saskia über den Tod des Vaters nicht hinweg.
Aber sie schaffte es, sich zusammenzureißen und fand Arbeit, baute sich ein Leben auf.
Ein Jahr nach dem Tod setzte sie ihm den teuersten Grabstein aufs Grab, und ausgerechnet da erschienen die Schwestern vor der Tür.
Warum sie sie reinließ, wusste Saskia selbst nicht. Vielleicht, weil sie nie gelernt hatte, Nein zu sagen.
*****
– Sally, hast du etwa gar nichts gekocht? Willst du uns verhungern lassen? empörten sich die Schwestern, als sie keinen Braten oder ähnliches fanden.
– Entschuldigt, ich hatte heute nicht vor zu kochen. Hab frei, wollte mich mal ausruhen.
– Im Jenseits kannst du dich ausruhen! Schon vergessen, was Mama gesagt hat? blinzelte Cäcilia böse.
Hab ich längst vergessen… Und will gar nichts davon wieder hören, dachte Saskia.
– Schwesterlein, das geht nicht! Wir haben Hunger, sind grad angekommen. Also ab in die Küche, mach uns was leckeres. Wir richten uns solange in unseren Zimmern ein, ordnete Irmgard an.
– In euren Zimmern?!
– Was ist denn? Drei Zimmer hat die Wohnung, du wohnst allein, zwei Zimmer sind frei. Da richten wir uns ein.
– Eigentlich habe ich euch gar nicht eingeladen.
– Ach, und wir haben dich gar nicht gefragt.
– Aber
– Hör zu. Wir sind hier, um Arbeit und einen Mann zu finden, nur wohnen können wir nirgends. Willst du wirklich deine Familie in Not lassen?
Saskia seufzte schwer.
Am liebsten hätte sie sie direkt rausgeworfen, aber irgendwas hielt sie zurück.
Anstand? Pflichtgefühl? Oder war es die Gewohnheit, immer zu gehorchen?
Im Nachhinein verstand sie selbst nicht, warum sie den Schwestern erlaubt hatte, ihr Leben wieder durcheinander zu bringen. Es war klar: Das würde sie noch bereuen…
*****
Im Prinzip bereute sie es am gleichen Abend.
Wieder wurde Saskia zum Aschenputtel sie kochte, wusch, putzte für drei. Wie damals auf dem Land.
Sie arbeitete ganztags im Job und dann zu Hause und wenn sie mal Zeit hatte, weinte sie nachts ins Kissen.
Cäcilia und Irmgard ließen es sich dagegen gutgehen.
An Arbeiten war nicht zu denken viel lieber gingen sie täglich mit irgendwelchen Kerlen aus und luden so manche auch noch mit in die Wohnung ein.
– Ihr übertreibt es. Wer erlaubt euch, hier wildfremde Männer herzubringen? Das ist meine Wohnung!
– Wieso fremd? Die kennen wir bestens, lachte Cäcilia.
– Außerdem hast du als jüngste Schwester uns nichts vorzuschreiben, erklärte Irmgard.
Nach drei Monaten begriff Saskia: Die beiden hatten gar nicht vor, jemals auszuziehen.
Ob sie sich darüber ärgerte, war ihnen egal.
Oft ertappte sie sich tagsüber bei dem Gedanken, abends lieber nicht nach Hause zu wollen.
Aber sie konnte die Wohnung auch nicht hergeben sie war das einzige Andenken an ihren Vater. Es musste eine Lösung geben… Sie musste einen Plan entwickeln, wie sie die Schwestern loswird ohne, dass die Mutter sie ewig für herzlos hält.
Sie sollten von selbst gehen.
*****
Eines Abends surfte Saskia am Laptop und entdeckte zufällig einen Artikel über einen Kater.
Ein scheinbar ganz normaler Kater, doch mit besonderem Schicksal.
Ludwig so hieß der legendäre Kater war zehn Mal vermittelt worden und jedes Mal zurückgebracht. Man bot dem Tierheim sogar Geld an, nur damit man ihn schnell loswurde. Das kam dem Tierheim auch immer gelegen.
Alle Vorbesitzer nannten dasselbe Argument für die Rückgabe:
NICHT KOMPATIBEL MIT DEM ZUHAUSE.
Immer in Großbuchstaben, um der Qual Nachdruck zu verleihen.
Einige forderten sogar Schadensersatz vom Tierheim.
Mein Mann ist weg! Dabei waren wir acht Jahre verheiratet! Was soll ich tun? schrieb eine erboste Brigitte S.
Andere hingegen dankten Ludwig ausdrücklich.
So meinte ein gewisser Klaus B. auf der Webseite, er sei Ludwig zu Dank verpflichtet durch den Kater sei seine ungeliebte Schwiegermutter endlich ausgezogen. Auf die Frage, warum er Ludwig trotzdem zurückbrachte, sagte er: Gegen meine Frau komme ich halt nicht an.
Saskia hatte das Tier noch nie gesehen, aber sie verliebte sich in den Kater per Foto.
Beim Durchlesen aller Kommentare wurde ihr plötzlich klar: Ludwig, den will und brauche ich.
Am nächsten Tag fuhr sie ins Tierheim. Nur mit dem Ziel: Den Kater holen.
– Fräulein, sicher, dass Sie das durchziehen möchten?
Saskia sah zu Ludwig und nickte.
– Sind Sie sich wirklich sicher? Sie könnten immer noch rückgängig machen…
– Die Entscheidung steht. Und jetzt versuchen Sie erst gar nicht zu diskutieren.
Abzuraten machte überhaupt keinen Sinn. Keine Chance.
Für sie war es die LETZTE CHANCE, zur Normalität zu finden, und sie würde sie nutzen.
– Also wirklich, total verrückt flüsterten die Tierheimmitarbeiterinnen, als Saskia mit Ludwig in der Transportbox davonlief. Die kommt morgen wieder, wetten?
– Auf jeden Fall.
Doch Saskia dachte anders. Sie wusste, dass der Kater nicht einfach sein würde und dass sie Geduld brauchen würde.
Aber sie hatte viele Jahre ihre Schwestern ertragen würde es mit einem Kater etwa schlimmer?
Vor allem, weil sie Tiere liebte und Tiere liebten sie auch. Sie musste es wenigstens versuchen. Zu verlieren hatte sie ohnehin nichts mehr schlimmer würde es sowieso nicht.
*****
– Sally, was soll das denn sein? Die Schwestern starrten wie gebannt auf die Transportbox und das Ungeheuer darin.
Ja, Ungeheuer Ludwig fauchte, knurrte und fletschte.
Er heulte sogar wie ein Sturm im Februar. Man wagte kaum hinzusehen.
– Das ist Ludwig, oder auch Ludi, antwortete Saskia betont gelassen und freute sich insgeheim, wie sehr der Kater die Schwestern beeindruckte.
– Warum hast du das Vieh ins Haus geholt? empörte sich Cäcilia.
– Wieso? Er lebt jetzt bei mir. Ich wollte schon immer eine Katze, aber es hat nie gepasst. Jetzt war der perfekte Moment. Er ist übrigens supersüß.
– Wohnen?! stießen die Schwestern entsetzt hervor.
– Hättest du uns nicht wenigstens mal fragen können? Über so was redet man doch, beklagte sich Cäcilia.
– Und vielleicht interessiert sich auch mal jemand für UNSERE Meinung. Ich habe absolut keine Lust, die Wohnung mit einer Katze zu teilen, erklärte Irmgard.
– Liebe Schwestern, entschuldigt, dass ich euch nicht um Erlaubnis gebeten habe Aber: Ihr habt ja auch nicht gefragt, als ihr fremde Typen in meine Wohnung geschleppt habt. Und by the way: Das ist meine Wohnung. Ich mache hier, was ich will. Eure Meinung dazu ist mir herzlich egal.
So resolut war sie ihren Schwestern noch nie begegnet. Aber sie hatten es auch herausgefordert.
Früher musste sie alles schlucken jetzt eben nicht mehr.
*****
Ludwig schlief den ersten Tag in einer verborgenen Ecke, keiner wusste wo.
Cäcilia und Irmgard glaubten schon, der sei harmlos und würde keine Probleme machen.
Zu früh gefreut! Am zweiten Tag legte Ludwig erst richtig los und stellte die Wohnung auf den Kopf.
Obwohl genug Platz war (drei Zimmer!), war ihm alles zu voll und das ärgerte ihn.
In seinen Adern floss das Blut der gefährlichsten Raubtiere! Da duldet er keine Affen auf seinem Revier!
So etwa dachte Ludwig, während er mit stoischer Katzenhartnäckigkeit um seinen Anspruch kämpfte.
– Sally! Hol SOFORT diese Bestie weg! schrien die Schwestern ins Telefon, als Ludwig alle Sachen von den Regalen räumte und dann noch Möbel und Wände zerkratzte.
Saskia war bei der Arbeit und riet, einfach zu ignorieren.
– Er spielt nur, antwortete sie und lachte innerlich, um sich nicht zu verraten.
Cäcilia und Irmgard saßen hinter verschlossenen Türen und kommunizierten nur noch per Handy.
Sie schlichen sich nur hinaus, wenn der Kater schlief dann schnell anziehen und raus.
Doch das war noch nicht alles: Ludwig hatte eine Schwäche für alle Schuhe und Taschen auf dem Boden…
Cäcilia und Irmgard ließen die gern mal überall stehen und hatten bald gar keine mehr.
Und ständig traten sie in kleine Pfützen, die Ludwig strategisch platziert hatte.
Das Leben war plötzlich nur noch lästig und sie hielten es einfach nicht mehr aus.
Sie forderten ja, flehten sogar , dass Saskia den Kater abschafft, aber die erklärte jedes Mal, Ludwig sei der beste Kater der Welt. Die Schwestern drehten nur am Zeigefinger und riefen:
– Du bist doch verrückt!
Auch Saskia hatte ihre liebe Not: Er stellte den Suppentopf um, sie musste alles putzen.
Er zerfetzte ihre Lieblingstasche dann musste sie bis in die Nacht Löcher flicken.
Doch als Designerin hatte sie darin Übung am Ende war die Tasche originell wie nie, und ihre Kollegen wollten wissen, wo man so etwas kaufen könne.
Cäcilia und Irmgard hielten eine Weile durch aber nach einem Monat war Schluss.
Sie zogen aus.
– Ist es wirklich vorbei? Ich kann es kaum fassen! jubelte Saskia, als sie heimkam und keine Spur mehr von den Schwestern da war.
Nicht einmal ihr Geruch!
Sie packte ihren Kater, drückte ihn an sich und bedankte sich zehnmal für seine Hilfe.
– Ohne dich, Ludi, hätte ich das nie geschafft! sagte sie und drückte ihm einen Kuss auf die Nase.
Verrückt, fauchte der Kater verdrießlich.
Er war es gewohnt, dass man ihn fürchtete, anschnauzte, manchmal sogar schlug. Aber kuscheln, liebevoll verwöhnt werden das war neu.
Es gefiel ihm offenbar denn er fing an zu schnurren.
Und beschloss, von jetzt an der liebste und bravste Kater der Welt zu werden.
Denn so wie Saskia ihm alles verziehen hatte, hatte sie sein Herz verdient.
*****
Saskia war wirklich glücklich.
Sie hatte ihre Schwestern los (na gut, sie waren selbst ausgezogen) und einen Fellfreund gefunden.
Einen echten Freund.
Jemanden, der sie beschützt, zuhört und sie an kalten Winterabenden wärmt.
Das Einzige, was Saskia jetzt noch beschäftigte: Wie würde Ludwig auf ihren Freund reagieren, den sie endlich mitbringen wollte?
Ein guter Typ. Aufmerksam, fürsorglich. Kein Zufallsbekannter. Sie kannte Alexander schon lange (sie arbeiteten zusammen), aber bisher war nichts zwischen ihnen gewesen.
Jetzt schon inzwischen hatten sie eine Beziehung. Vielleicht wird sogar mehr daraus. Aber noch zögert sie, ihn einzuladen. Wer weiß können die drei zusammen unter einem Dach leben?




